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24.01.2013

Adam Green & Binki Shapiro - das Debütalbum

Adam Green, Adam Green & Binki Shapiro - das Debütalbum © Lauren Dukoff

Debütanten sind Adam Green und Binki Shapiro mitnichten. Der Sänger, Songwriter und Gitarrist machte zunächst in der New Yorker Anti-Folk-Szene als eine Hälfte der Moldy Peaches von sich reden. Doch als seinem Duo mit Kimya Dawson 2007 mit dem Grammy-gekrönten Soundtrack des Indie-Films "Juno" später Mainstream-Erfolg zuteilwurde, hatte Green längst zu einer Solokarriere abgehoben, die ihn mit frechen, eigenwilligen Songs wie "Jessica" und "Emily" nicht nur zum Darling der hiesigen Musikpresse werden ließ. Alben wie "Gemstones" und "Jacket Full Of Danger" konnten sich auch noch hoch in den deutschen Charts platzieren.

Binki Shapiro arbeitete bereits mit Beck

Derweil machte Binki Shapiro mit Little Joy auf sich aufmerksam. Ihr L.A.-Trio mit Fabrizio Moretti (The Strokes) und dem Brasilianer Rodrigo Amarante (Los Hermanos) begeisterte 2008 mit seinem Debütalbum Kritiker und Fans. Zuvor war Shapiro bereits im Umfeld von Beck positiv aufgefallen, mit der gemeinsamen Video-Arbeit für sein Album "The Information" und den Leonard-Cohen-Songs auf seinem Record Club Blog. Ihr charmanter Retro-Modern-Look machte sie zudem zum Blickfang auf Modeseiten. Die Los Angeles Times listete Binki Shapiro kürzlich unter die "30 unter 30"-Künstler, die man im Auge behalten sollte.

Produktion des Duett-Albums in Kalifornien


Das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen Adam Green und Binki Shapiro ist jedenfalls ein besonderes. Selten klang ein Duett-Album so harmonisch und bittersüß zugleich. Die Beiden gewinnen als Vertraute, als Geistesverwandte, die schwierige persönliche Umstände in zehn genau beobachtete, konzis konstruierte Songs verwandelt haben, die sich souverän einer breiten musikalischen Palette bedienen. Von den engelsgleichen Stimmen, die zur Eröffnung "Here I Am" dominieren,  über die Pop-Psychedelia von "I Never Found Out" und das Surf-Gitarren-Intermezzo von "What's The Reward" bis zum eleganten Schluss-Walzer "The Nighttime Stopped Bleeding". Die Intimität und Unmittelbarkeit, die diese Stücke ausstrahlen, geht aber nicht nur auf ihren Entstehungsprozess im New Yorker Appartement zurück. Genauso wichtig war die Umsetzung, die entspannte Session-Atmosphäre bei der Studioproduktion im kalifornischen Encino unter Produzent Noah Georgeson (Devendra Banhart, Joanna Newson). Wahrscheinlich hat es nicht mal geregnet. "Don't Ask For More"? In diesem Fall schwierig…


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