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25.10.2013

Biografie 2013

BURIALS

Burials begann im Herbst 2011.

Portishead waren wieder am Spielen. The Cure standen an drei aufeinanderfolgenden Nächten im Pantages Theatre, LA, auf der Bühne. Moz (Morrissey) spielte im Shrine Auditorium und wir waren in den Hollywood Hills, zum Schreiben.

Der Raum war winzig und dunkel. Er ragte über Sunset hervor. Die Santa Anas füllten die Ritzen in den Fensterbrettern. Bäume umhüllten zwei der niedrigen Wände. Erde klammerte sich an eine dritte. Dort trafen wir uns jeden Nachmittag und schrieben solange, bis die Sonne im Pazifik unterging. Gitarren ruhten in ihren Koffern auf dem Waldgrünem 70-er Jahre Teppich. Der Computer schlief auf dem Tisch zwischen der Couch und dem Bett auf dem ich neuroste.

Mit Ankunft des Winters begannen die Feuerwanzen die Wohnhäuser der Nachbarn anzuzünden. Der Klang der Sirenen lag jede Nacht in der Luft. Aber mit 2012 kam weitere Stille. Wir schrieben weiter – mehr als ein Jahr lang. Aus der Unruhe wuchsen Lieder.

2013 brachte Gil Norton zu afi, über den Flatscreen unseres Managers. Er sprach aus England. Wir von einem großen Konferenztisch aus, in einem West Hollywood Haus, nur wenige Schritte vom Troubadour entfernt. Wir hatten schon bei Crash Love alle miteinander arbeiten wollen und waren begeistert nun eine weitere Gelegenheit zu haben.

Gils Leidenschaft und Verständnis war förmlich greifbar, selbst über die Funkwellen. Es wurde ein Bündnis geschlossen, ein Termin im April vereinbart und binnen sechs Wochen im Frühling war Burials komplett aufgenommen. In so einem Rekordtempo hatten wir seit 2000 nichts mehr fertiggestellt. Genau wie unsere Songs, war auch das Studio neu und doch vertraut. Als es noch Ocean Way hieß, hatten wir fast 12 Monate dort drin verbracht.

Damals war das historische Studio genau wie man sich das Zuhause von Pet Sounds vorstellen würde. Jetzt als East West, zeichnen es seine Dachterrasse und die himmelhohen, mit Schwarzlicht beleuchteten Gänge aus. Die Aufnahmeräume sind unverändert. 

Darin spielten und sangen wir und gaben uns selbst der Schöpfung hin. Gil und sein eifriger Toningenieur, Dan, taten dasselbe. Sie arbeiteten bis in die frühen Morgenstunden – 7 Tage die Woche, selbst an Gils Geburtstag. Inmitten dieser Spannung verwirklichten wir die 13 Songs von Burials. Sie sind genauso geworden wie wir gehofft hatten, doch sind sie nun nicht mehr unsere. Nehmt sie.

 


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