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02.10.2012

Biografie

Kritiker und Zuhörer geraten gleichermaßen ins Schwärmen beim Spiel von Albrecht Mayer. Von »Götterfunken« ist die Rede, der »wunder­samen Oboe« oder davon, dass Mayer die Oboe »zum Instrument der Verführung erhebt«. Er stu­dierte bei Gerhard Scheuer, Georg Meerwein, Ingo Goritzki und Maurice Bourgue, begann seine berufliche Laufbahn 1990 als Solo-Oboist der Bamberger Symphoniker und wechselte 1992 in die gleiche Position zu den Berliner Philharmonikern. Albrecht Mayer zählt zu den international gefragtesten Oboisten der Gegenwart und ist als Solist mit Claudio Abbado, Sir Simon Rattle und Nikolaus Harnoncourt aufgetreten. Neben den Solo-Projekten ist ihm außerdem die Kammermusik wichtig. Er arbeitet regelmäßig mit Partnern wie den Pianisten Hélène Grimaud und Leif Ove Andsnes und dem Bassbariton Thomas Quasthoff, mit dem er ein Album von Bach-Kantaten eingespielt hat.

Auf der Suche nach neuem Repertoire leiht Albrecht Mayer auch gern Werken für andere Instru­mente oder Gesang seine (Oboen-)Stimme. Als Kind hat er viele Jahre im Bamberger Kirchenchor gesungen und so eine besondere Liebe zur menschlichen Stimme als dem »natürlichsten« aller Instrumente entwickelt. Seine Aufnahme Lieder ohne Worte – Bach-Transkriptionen für Oboe und Orchester – vereint auf reizvolle Weise Barockstil und Belcanto. Das Album erreichte auf Anhieb Platz zwei der deutschen Klassik-Charts. Das Album In Search of Mozart mit Claudio Abbado und dem Mahler Chamber Orchestra schaffte es sogar auf Platz eins dieser Hitliste. New Seasons präsentiert Musik von Händel in verblüffend neuem Licht. Im August 2008 veröffentlichte Decca das Album In Venice mit Oboenkonzerten venezianischer Komponisten des Barock. Voices of Bach mit Werken von J. S. Bach für Oboe, Chor und Orchester erschien im Herbst 2009. Mayers Album Bonjour Paris! mit Musik von Debussy, Ravel, Satie, Fauré, d’Indy und Françaix kommt 2010 bei Decca heraus. Eine Tournee mit diesem Repertoire folgt im Jahr darauf. Unter dem Titel Drums ’n’ Chants wird Deutsche Grammophon seine Aufnahme mit dem jungen österreichischen Perkussionisten Martin Grubinger veröffentlichen.

Bereits zum dritten Mal wurde Albrecht Mayer in diesem Jahr mit dem renommierten Echo-Preis ausgezeichnet: 2010 und 2004 als »Instrumentalist des Jahres«, 2008 in der Kategorie »Beste Musik-DVD-Produktion«. Im Dezember 2006 erhielt er den E. T. A.-Hoffmann-Kulturpreis seiner Heimatstadt Bamberg.

Albrecht Mayer spielt eine Buffet Crampon Green Line Oboe und eine Oboe d’amore der Gebrüder Mönnig.


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