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28.02.2011

Vier Oscars für “The King's Speech”

Alexandre Desplat, Vier Oscars für The King's Speech

Die Experten haben es geahnt. Schließlich war “The King's Speech” im Vorfeld der gestrigen Oscar-Verleihung für ganze zwölf Oscars nominiert. In solchen Fällen belegen die Statistiken der vergangenen Jahrzehnte, dass selten ein Film mit derartigen Vorschusslorbeeren auch ohne Trophäe ausgeht. Außerdem hat Hollywood von jeher eine Schwäche für Figuren, die Sonderlinge oder Menschen darstellen, die in besonderem Maße mit ihrem Schicksal zu kämpfen haben.

Nun war der britische König George VI zwar kein Außenseiter, aber doch jemand, der nach einigem Hadern seine monarchisch unhaltbaren Probleme mit dem Stottern offensiv anging. Und tatsächlich hat diese Geschichte die Jury überzeugt, den Oscar für den besten Film diesmal nach England an “The King's Speech” gehen zu lassen. Ebenfalls famos genug agierte Colin Firth als sprachgestresster Monarch, um dafür mit einem Oscar als bester Schauspieler ausgezeichnet zu werden.

Außerdem erhielt Regisseur Tom Hooper den Regie-Preis und das Original-Drehbuch wurden für die sensibel und mit stellenweise hintergründigem Humor erzählte Geschichte gewürdigt. Vier Oscars also für “The King's Speech” - das ist eine große Ehrung für einen faszinierend persönlichen Film, der ohne das Feuerwerk der Spezialeffekte auskommt. Vier Oscars für großes und reifes Erzähl-Kino. Es lohnt sich übrigens auch, den Soundtrack von Alexandre Desplat zu hören.


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