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24.09.2013

ALOE BLACC

Mit seinem Top 10-Platin-Ohrwurm „I Need A Dollar“ hatte der kalifornische Singer/ Songwriter und Rapper Aloe Blacc Ende 2010 die ganze Welt fest in seiner Hand: Mit seiner souligen Gänsehautstimme, seinen tiefgründigen Lyrics und nicht zuletzt mit seinem eleganten, Gentleman-liken Auftreten erklang Aloe Blaccs Smashhit sowohl auf den wuseligen Straßen von Paris, als auch im fiebrig-schwülen Londoner Nightlife.

 

2011 verbrachte Blacc mit seiner Backing-Band The Grand Scheme durchgehend auf Tour, um seinen zweiten Solo-Longplayer, sein internationales Durchbruchsalbum „Good Things“ zu supporten. Neben denkwürdigen Gigs auf dem Schweizer Montreux Jazz Festival oder dem britischen Glastonbury Festival performte man seinen großen Hit zusätzlich vor Millionenpublikum im Rahmen der französischen TV-Sendungen „Taratata“ und „Le Grand Journal“, sowie bei der englischen Kult-Show „Later... with Jools Holland“ – langsam aber sicher entwickelte sich „I Need A Dollar“ zur allerorten mitgesummten semi-offiziellen Hymne in Krisenzeiten. „Jeder hat irgendeinen Bezug zu Geld und ist in der Lage, das unschöne Gefühl nachzuvollziehen, wenn man dringend einen Dollar braucht“, so Blacc über seinen Zeitgeist-Song. „Es war schon immer mein Anliegen, Musik zu komponieren, die positive soziale Wandlungen beeinflusst.“

 

Marvin Gaye, Gil Scott-Heron, Sly Stone, Bob Marley, Stevie Wonder – um nur wenige  Ikonen zu nennen, die entscheidenden Einfluss auf den einfühlsamen Retro-Soul von „Good Things“ hatten; neben dem HipHop natürlich, den Blacc schon aufsaugte, seit er als Kind das Gehen lernte, wie er sich grinsend zurück erinnert. „Schon mit vier Jahren war ich ein echter B-Boy! Die Rap-Crew aus der Nachbarschaft gab mir den Spitznamen Little Rock. Irgendwann fing ich an, mit Reimen zu experimentieren und schon mit 9 schrieb ich meine eigenen Rap-Lyrics auf einem kleinen Taschen-Notepad!“ Früh übt sich; kein Wunder also, dass „Good Things“ in UK, Frankreich, Deutschland, Australien und anderen Ländern mit Gold ausgezeichnet wurde und mit „Loving You Is Killing Me“ und „Green Lights“ zwei weitere Erfolgssingles enthielt. Nur wenig später unterschrieb Aloe Blacc einen Management-Deal mit Simon Fullers XIX Entertainment, der ihm in der Folgezeit ebenfalls einen Plattenvertrag mit Interscope Records bescherte.

 

Momentan arbeitet Aloe Blacc auf Hochtouren an seinem Debüt-Release für Interscope mit festem Blick, seinen massiven Erfolg in Europa auch auf die USA auszudehnen – dort, wo der Kalifornier geboren wurde und aufgewachsen ist; wo er schon seit seiner Highschool-Zeit eine nicht mehr weg zu denkende Stimme des Indie-HipHop repräsentiert. In den Staaten wurde Aloe Blacc seinerzeit hauptsächlich durch die HBO-Serie „How To Make It In America“ bekannt, in der sein Hit „I Need A Dollar“ als Theme-Song verwendet wurde. Es war schon immer diese besondere Langlebigkeit und Beständigkeit, die Aloe Blacc ausgezeichnet hat und die nun dazu beiträgt, sich neuen Herausforderungen seiner beachtlich steilen Karriere zu stellen. „Bis jetzt fühlt es sich alles ganz normal an“, so Blacc. „Doch es wird wahrscheinlich eine ganz neue Erfahrung, auch in den US bekannt zu sein. Ich freue mich darauf, den Leuten meine neuen Songs vorzustellen – diesmal mit einem Label im Rücken, welches mich heute in Bereichen unterstützt, in denen ich bisher nicht so sehr supportet wurde.“

 

Über die Jahre hat Aloe Blacc schon so manchen schnelllebigen Trend kommen und gehen sehen – wobei sich immer die unverbrauchten und innovativen Soundentwicklungen durchsetzen, wie man erklärt. „Ich habe 1996 mein erstes HipHop-Mixtape veröffentlicht“, damals noch mit seinem Ex-Partner DJ Exile. „Das war damals die goldene Ära für HipHop, als Acts wie Nas, A Tribe Called Quest, Tha Pharcyde und der Wu-Tang Clan einzigartig waren und einen noch komplett geflasht haben. Damals war es für einen Künstler das wichtigste, originell zu sein.“ So wie auch für Blacc und Exile, deren abgefahrene Jazz-Samples und Breakbeat-Loops beide schon bald zu einer kultverdächtigen Institution in Los Angeles und Umgebung machten. Langsam entwickelte sich Blacc vom Rapper zum Singer/ Songwriter, der heute weder seine HipHop-Wurzeln, noch sein ausgeprägtes soziales Bewusstsein verleugnet.

 

In den spätern 1990ern gründete Blacc das Rap-Duo Emanon, mit dem er zusammen mit Members des HipHop-Collectives Lootpack aufnahm und auf Tour ging, bevor er 2003 seine Solo-Karriere in Angriff nahm. 2006 erschien auf dem Indie-Label Stones Throw sein Solo-Debüt „Shine Through“; drei Jahre später begann Blacc schließlich zusammen mit dem in New York City beheimateten Producerteam Truth & Soul die Arbeiten an seinem späteren Durchbruchsalbum „Good Things“. Ein immenser kommerzieller Erfolg, der jedoch nur einen Bruchteil von Blaccs gesamter künstlerischer Vision ausmacht. „Wie die meisten Künstler halte ich mich nicht allzu lange mit einer bestimmten Sache auf“, so Blacc. „Ich liebe es, zu experimentieren, mit Gefühlen und Sound herum zu spielen“, wobei man seine künstlerischen Inspirationen aus einem fast unermesslichen Style-Kosmos bezieht: Oldschool, Newschool, von Funk über Folk bis hin zu Psychedelic Rock, Reggae und Dancehall. Und dann sind da noch nicht zu leugnende Einflüsse aus der traditionellen Latino-Musik, die von seiner aus Panama stammenden Familie herrühren, bei der er in den Vororten im südkalifornischen Orange County groß geworden ist. „An Wochenenden nahmen meine Eltern uns Kinder zu Feiern ihrer panamaschen Freunde mit“, erinnert sich Aloe. „Es lag immer eine ungeheure Energie in der Luft mit lauter Salsa-Musik, Tanz, Dominos, Unmengen von Essen und es wurde viel gelacht.“

 

Das Jahr hat Aloe Blacc bisher vorwiegend im Studio mit Songwritern und Producern wie DJ Khalil (Kanye West, Jay-Z, 50 Cent, Eminem), Harold Lilly (Beyonce, Janet Jackson, Alicia Keys) und anderen verbracht. „Ich glaube, es ist enorm wichtig, gute Produzenten zu haben, die mich unter Kontrolle behalten und mir einen passen Sound masschneidern.“ Aloe Blaccs neu definierte Vision für sein nächstes Album: Die aufregende Fusion aus Style, Weitsicht und Soul zu seinem bisher stärksten Longplayer. Einem Longplayer, mit dem man sich sowohl in den Staaten und auch Europa beweisen wird. Mit seinem kommenden Album schlägt Aloe Blacc ein weiteres Kapitel seiner außergewöhnlichen Erfolgskarriere auf.


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