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19.09.2011

Andreas Gabalier - Biografie 2011

Andreas Gabalier: "VolksRock’n’Roller"

 

Album
„VolksRock’n’Roller"
VÖ.: 14. Oktober 2011

 

A-Wop-bop-a-Steirisch-lop a-lop-bam-Arschwackler oder Andreas Gabalier ist VolksRock’n’Roller

 

Da steht er auf der Bühne und Tausende vor ihm, die nicht mehr einzukriegen sind. Schon der Weg hin zur Bühne ist für den Steirerbuam jedes Mal eine neue Herausforderung. "Mir taugt’s. Es ist doch super wie’s ist", sagt er und kommt mit dem Autogrammeschreiben nicht mehr nach. Das Bad in der Menge genießt er und wundert sich selbst immer wieder darüber, wie schnell eigentlich alles gegangen ist.

 

Rückblick: Im Februar 2009 traf ich auf einer Autobahnraststätte zum ersten Mal auf Andreas Gabalier. Vor mir saß ein junger Mann, Jus-Student aus Graz, der in seinem Keller einige Lieder geschrieben und aufgenommen hatte, diese übers Internet ihre Kreise zogen, das regionale Radio auf ihn aufmerksam wurde und ihn schließlich der Label-Betreiber Klaus Bartelmuss unter Vertrag genommen hatte. 30 Monate ist das nun her und in diesen zweieinhalb Jahren hat sich die Welt für den Burschen auf den Kopf gestellt. Die ersten Lieder, die ersten TV-Auftritte und die Karriere hob ab wie ein Feuerwerk. Heute ist er der derzeit erfolgreichste österreichische Interpret – über alle Genres hinweg, wohlgemerkt. Niemand verkauft mehr Musik als Andreas Gabalier. Das Album "Herzwerk" steht seit über einem Jahr in den Charts und auch die Debüt-CD "Da komm' ich her" ist nicht minder lebendig. Der Hit "I sing a Liad für di" läuft querbeet in den Clubs und wird allerorts gecovert. Diese rasante Karriere des Andreas Gabalier, sie ist die Ausnahme von der Regel der Statistik. Was sonst gut und gern fünf Jahre dauert, es wurde hier in Rekordzeit erreicht und nicht nur der Biograf steht staunend da ob dessen, was sich entwickelt hat.

 

Heute: Ich treffe Andreas Gabalier wieder. Ein neues Album steht an und es gilt die Biografie weiter zu schreiben. Wir haben so ein Autobahn-Verhältnis. Beide viel unterwegs und daher treffen wir uns meist irgendwo im Land. Diesmal war es die Autobahnabfahrt Ilz – Fürstenfeld. A2, Steiermark. Zufällig. Es war der Punkt den das Navi ausrechnete, wo wir beide zum gleichen Zeitpunkt, aus unterschiedlichen Richtungen kommend, aufeinander treffen würden. Runter von der Autobahn. Rein in die erste Ortschaft und beim Kirchenwirt einparken. Irgendwo in Ruhe über das neue Album reden. Der junge Mann, der im Garten des Wirtshauses vis-a-vis von mir sitzt, strotzt vor Selbstbewusstsein und die Freude am Tun blitzt aus den müden Augen. Gestern war’s wieder spät, eigentlich war ja gestern schon heute… Klar, er ist dauernd auf Achse, aber es ist wie es ist und, wie gesagt, das genießt er. Beim Kirchenwirt ist es so wie derzeit überall, wo Andreas auftaucht. Es baut sich unmittelbar was auf. Zuerst wird geschaut. Dann: Die Handykameras werden gezückt, Autogramme geschrieben, das Gästebuch aufgeschlagen. Die Weiblichkeit im Ort ist offenbar gut vernetzt und so ist der Unterschied zwischen damals, vor 30 Monaten und heute einer, der sich an der Zahl aufgeregt auftauchender Mädels messen lässt.

 

"Wiegen und Wälzen"

 

Der Begriff "Rock’n’Roll" steht im Slang gesprochen für "wiegen und wälzen". Was auch damit verbunden ist nennt Wikipedia förmlich "Beischlaf". Das neue Album von Andreas Gabalier heißt "VolksRock’n’Roller" und genau darin liegt wahrscheinlich die Erklärung des fulminanten Erfolges. Rock’n’Roll nicht nur als Musikrichtung, sondern ebenso auch als ein Lebensgefühl, das nicht in eine einzelne Schublade passt. Unterschiedliche Spielarten von einer aus sich heraus entstandenen, urwüchsigen Form von Unterhaltung. Musik ist Emotion, Emotion ist auch an Tabus kratzen, Grenzen sprengen, die Regeln hinterfragen. Andreas Gabalier hat seine Kernzielgruppe längst gesprengt. Er springt auf seinen Spielfeldern wie der Joker hin und her. Die Ziehharmonika, die Lederhose, beides lässt sofort Rustikales vermuten. Die Haartolle und der berühmte Arschwackler sind das genaue Gegenteil und selbst wenn jetzt die Puristen zum Aufschrei ansetzen… Leute, war das damals, als 1955 ein junger Ami im Fernsehen nur von der Hüfte aufwärts gezeigt wurde, weil die Bewegungen als zu obszön galten, nicht irgendwie genauso? Das, was da ausgelöst wurde, es war ebenso nicht aufzuhalten. Der junge Ami, der die Musik der Schwarzen inhalierte und sein eigenes Ding draus machte. Nicht Schwarz, nicht Weiß sondern einfach nur für alle cool und das Publikum kollabierte ob der Kraft dessen, was da geschah.

 

Bei Andreas Gabalier begann die Mutation vom Musikanten zum VolksRock’n’Roller, als er sich entschied, kreativ seinen eigenen Weg zu gehen. Berater gibt es zuhauf, aber es gilt sich durchzusetzen, um sich selbst nicht zu verlieren. Kein Reißbrett-Künstler sein. Das war der unbedingte Wille und dieser war optisch an der Haartolle zu bemerken. Die Stirnfransen wurden zurück gekämmt und aufgetürmt. So öffnete sich sein Gesicht, es gab nun mehr Persönlichkeit frei und die Augen wurden die Fenster zur Seele. Die Interaktion mit seinem Publikum feuert den Musiker dabei an. Er spürt, dass ihm die Menschen zuhören, es mögen, dass er ist wie er ist und ihm den Freibrief dafür gaben, sich zu entwickeln wie er will. Heute ist es so, dass er die Menschen dazu aufruft in Tracht zu seinen Gigs zu kommen und Lederhosenschneider und Dirndlverkäufer sind baff ob der Leute, die sich da auf einmal in ihren Läden tummeln. Er holte die Tracht aus ihrer traditionellen Ecke und gibt ihr eine Portion Rock’n’Roll und Coolness. Er pfeift da und dort auf Political Correctness und singt über Dinge, wie sie tagtäglich im Land passieren, und wenn die ersten zehn Reihen beim Konzert ihm im Dirndl die Dekolletés präsentieren, dann ist auch das wieder ein Grund, das Leben zu lieben. Es war nicht immer so freundlich mit ihm umgegangen, wie man weiß, aber das ist seine Sache und er hat jedes Recht das "Bitte nicht stören Schild" an sein Privatleben zu hängen.

 

Die neue CD von Andreas Gabalier ist von Anfang bis zum Ende wieder seine CD. Heißt: Text und Musik stammen von ihm. Geholfen, das Teil in den Kasten zu bekommen, hat der Produzent Matze. Zwölf Titel. "Ich schreibe und singe das, wie ich das Leben sehe, Situationen erlebe und ich glaube das ist es, weshalb sich so viele Menschen in den Liedern wiederfinden", sagt er und damit das alles auch optisch nicht am Bühnenrand in die Normalität abgleitet, baut er sich selbst einen Mikrofonständer aus Wurzelholz, einem Rehgeweih, vorn drauf hängt ein kleines Kalb aus Stoff: "Mein alter Mikrofonständer ist mir auf die Nerven gegangen". So einfach ist das… Blinkende, rote kleine Rehgeweihe zum Aufsetzen, die schweben ihm auch noch vor. Dann ist da das Reh. "Sweet Little Rehlein" – der Song wird live optisch unterstützt von einem Reh aus Stroh und wenn er die Hände auf der Bühne frei haben möchte, dann steckt er das Mikro in einen eigens angefertigten Gürtel, den er um den Leib geschnallt trägt. Es ist bei Andreas Gabalier so vieles außer der Norm und es tut so gut, dass das so ist. Rot / weiß karierte Schneuztücherl als Gimmick, "weil der Opa immer eines einstecken hatte und uns Kindern damit die Nase geputzt hat" und die Menschen verwenden plötzlich wieder Stofftaschentücher…Kaufen sie im Zehnerpack.

 

Die CD ist musikalisch ebenso wenig einzuordnen wie der Mann selbst. Es kracht, es stampft, es rockt, es brennt die Almhütte genauso wie der Subwoofer im tiefer gelegten 2er Golf. Vom "12ender-Hirsch" bis zum "Frühwirth". Den Andi Frühwirth, den gibt’s sogar tatsächlich. "Mein bester Freund und wenn wir losziehen, dann scheppert‘s und genau ihm ist dieses Lied gewidmet", sagt er. Weiß das der Frühwirth? "Klar, der ist stolz drauf‘. Und das Foto im Booklet? ‚Ja, genau, das ist er, mit a bissl an Dampferl‘. Heißt übersetzt: Andi Frühwirth, abgelichtet und gezeichnet vom Zug durch die Stadt. In dieser Tonart geht es weiter. ‚Meine Stewardess‘… Ein Hit, auch und vor allem wegen seiner direkten Erzählweise. "Heimatsöhne"?. "Meine Heimat ist dort wo ich bin. Die Engländer sagen Home is where the heart is und genauso empfinde ich das auch. Wenn ich am Berg oben steh, runter schau, dann weiß ich, da bin ich her und ich bin froh, dass das Leben mich hier her verpflanzt hat. Heimat ist in mir drin, wie mein Herz…", erklärt Andreas und es gäbe noch so viel über die CD zu schreiben. Klar können Diskussionen entstehen, aber Rock’n’Roll war noch nie eine keimfreie Zone und VolksRock’n’Roll ist das schon gar nicht. Es gibt da jedoch ein Lied auf der CD, das noch erwähnt gehört. Es ist das letzte Lied am Album. Es steht irgendwie für sich. Wie ein Geschenk, das der Andreas dem Hörer noch zum Schluss mit auf den Weg geben will. Es heißt "Kleiner Schmetterling", ist in einer einzigen Nacht entstanden und es ist auch der Weg des Musikers zurück zum Klavier, den er viele Jahre nicht gefunden hatte. Lassen sie sich diese Geschichte von ihm persönlich erzählen, denn so bekommt sie Kraft und Ausdruck. Wenn er ihnen über den Weg läuft, dann sprechen sie ihn darauf an, er wird sich dafür gerne die Zeit nehmen.

 

Die CD ist am Weg in die Läden, beim Kirchenwirt längst wieder Ruhe eingekehrt. Andreas Gabalier ist dort, wo er sein will. Auf und neben der Bühne. "Schlafen gehen, das kann ich später auch", sagt er und wenn ihm danach ist, dann geht er ins öffentliche Bad und dann ist das so wie beim Kirchenwirt, nur zum Quadrat. Keine Security, keine Bodyguards, sondern das lustige, stets für Überraschungen sorgende Leben mitten unter den Leuten. Auf dieser, seiner Welle surft er nun, genießt jede Minute, lässt die Menschen, die ihn mögen daran teilhaben und wie gesagt, "liegen gehen, kann ich später auch. Das Leben hat ja gerade erst angefangen". Conclusio: Das ist der A-Wop-bop-a-Steirisch-lop a-lop-bam-Arschwackler-VolksRock’n’Roller

-Andy Zahradnik / Musikjournalist-

 

 

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Weitere Informationen unter: www.andreas-gabalier.at


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