Alben
VÖ: 26.08.2011
"Navidad de los Andes" ist das Debütalbum eines neuen Trios, dessen Mitglieder eine langjährige künstlerische Vorgeschichte verbindet, die sich in diversen Plattenproduktionen widerspiegelt. Zuletzt traten Cellistin Anja Lechner, so wie Klarinettist und Saxofonist Felix Saluzzi als Solisten für Dino Saluzzis orchestrale Aufnahme "El Encuentro" in Erscheinung. Der Spaß an der gemeinsamen künstlerischen Arbeit führte zu dieser neuen Trio-Besetzung. "Navidad de los Andes" hat einen eigenen, unverwechselbaren Charakter, leicht und doch kaum zu greifen, ähnlich den Geschichten aus der gleichnamigen Region; zudem voller Leben und Impressionen. Die drei Musiker haben mit Bandoneon, Cello und wahlweise Klarinette oder Saxofon eine einzigartige Klangmischung ...
VÖ: 01.04.2011
Auch François Couturier gehört zu den Bewunderern der Gestaltungsmacht von Andrei Tarkovsky. Mit den ECM-Alben „Nostalghia – Song For Tarkovsky“ (2006) und „Un jour si blanc“ (2010) schuf er gemeinsam mit dem Produzenten Manfred Eicher die ersten beiden Folgen einer Trilogie zu Ehren des Regisseurs, die er nun mit dem „Tarkovsky Quartet“ abschließt. So wie für den Bildvisionär Musik etwa von Johann Sebastian Bach eine wichtige Rolle in den Filmen spielte, so integriert nun auch der Pianist aus Orléans in einigen seiner Stücke klassische Vorlagen in seine Kompositionen. „A celui qui a vu l'ange” wurde von"Qui est homo" aus Pergolesis "Stabat mater" inspiriert, “Maroussia” von Johann ...
VÖ: 29.08.2008
Ruhige und höchst atmosphärische Musik, die die Magie von spärlichen Strukturen und subtilen Harmonieprogressionen vermittelt: "The Promise", Vassilis Tsabropoulos sechstes Album für ECM (und nach eigener Einschätzung des Künstlers sein bisher "persönlichstes"), wartet mit elf sanften Miniaturen auf, von denen bis auf "Djivaeri" alle Originale sind und das Eröffnungsthema "The Other" als immer wiederkehrendes, aber ständig variiertes Leitmotiv fungiert. Die kultivierte Phrasierung und Klangkontrolle des griechischen Pianisten ist dabei stets von poetischer Einfühlsamkeit durchdrungen. Während Tsabropoulos sein erstes, 2003 veröffentlichtes Soloalbum "Akroasis" (ECM 1737) auf antiken byzantinischen Hymnen basierte, bedient er ...
VÖ: 30.03.2007
Vor fünf Jahren nahm der argentinische Bandonéon-Virtuose Dino Saluzzi mit dem sehr einfühlsamen norwegischen Schlagzeuger Jon Christensen das ebenso überraschende wie faszinierende Duo-Album "Senderos" auf. Auf "Ojos Negros" kommt es nun zu einem weiteren intimen musikalischen Zusammentreffen: Diesmal ist Saluzzis Duo-Partner die deutsche Cellistin Anja Lechner, die als Mitglied des Rosamunde Quartetts schon 1996 auf dem von der Kritik enthusiastisch bejubelten Album "Kultrum" mit dem Argentinier spielte. "Ojos Negros" kombiniert auf betörende Weise argentinischen Tango und andinische Volksmusik mit europäisch geprägter Kammermusik.Mehr denn je zuvor stehen auf "Ojos Negros" die fein ausgearbeiteten Kompositionen Dino Saluzzis im Mittelpunkt. Die einzige ...
VÖ: 06.09.2004
George Ivanovitch Gurdjieff war eine der rätselhaften Gestalten des vergangenen Jahrhunderts. Zum einen ein geistiger Führer eines engen Kreises von Schülern, zum anderen ein vielbegabtes Allroundtalent, hinterließ er verborgene Spuren in der Kulturgeschichte, die erst Jahrzehnte nach seinem Tod wiederentdeckt wurden. Inzwischen gilt er neben den philosophischen Schriften auch als einer der wichtigen griechisch-armenischen Komponisten der Neuzeit und sein Werk wird in international geschätzt. Besonders bemerkenswert ist dabei die neue Aufnahme von Cellistin Anja Lechner mit dem Pianist Vassilis Tsabropoulos, die im Rahmen der ECM New Series den mystischen Qualitäten von Gurdjieffs Kompositionen nachspürt.Nach Gurdjieffs Tod geriet seine Musik fast völlig ...
VÖ: 13.05.2002
"Es ist unmöglich, Alperins Kompositionen gewissen Genres zuzuordnen. Meist sind es aphoristische Stücke, die Bartók, Schnittke und Kurtág ebenso viel verdanken wie Jarrett und Corea. Sind sind wirklich einzigartig und verdienen es, gehört zu werden", schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung jüngst über die Werke des Pianisten Misha Alperin.Als die Verantwortlichen des norwegischen VossaJazz-Festivals bei dem Ukrainer, der seit zehn Jahren in Norwegen lebt, eine Komposition für ihr 1998er Festival in Auftrag gaben, dürften gerade die Einzigartigkeit und Unklassifizierbarkeit der Alperinschen Werke eine entscheidende Rolle dabei gespielt haben, daß er den Zuschlag erhielt. Und, soviel gleich vorab, der Pianist enttäuschte seine Auftraggeber ...


