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18.08.2011

Die Superstars der Klassik in der Berliner Waldbühne

Anna Netrebko, Die Superstars der Klassik in der Berliner Waldbühne

Nach zwei umjubelten Konzerten auf dem Münchner Königsplatz und in der Wiener Stadthalle stand am vergangenen Mittwochabend für Anna Netrebko, Jonas Kaufmann und Erwin Schrott das Finale ihres „Gipfeltreffens“ an: Mit Glamour, bester Laune und einem facettenreichen Programm, das von Mozart über Verdi bis Gershwin und weiter zu Tango und Operette reichte, brachten die drei Superstars die randvolle Berliner Waldbühne zum Beben.

„Solche Konzerte müssen Spaß machen“, das sei die erste Maxime für das Gelingen eines glanzvoll-sommerlichen Open Air-Programms, wie Anna Netrebko stets betont. Von Beginn an setzten die drei Superstars des Abends, die trotz der moderaten Temperaturen sichtlich ihr Vergnügen an der beeindruckenden Kulisse der Berliner Waldbühne hatten, diesen Grundsatz in die Tat um. Mit einem breiten Grinsen und der lustvoll geschmetterten „Registerarie“ des Leporello aus Mozarts Don Giovanni auf den Lippen eröffnete Bassbariton Erwin Schrott den Abend. Augenzwinkern, verschwenderische Gestik und Mimik, ironisches Blättern in einer Zeitschrift: Gleich war alles ein Flirt mit dem Berliner Publikum.

Dann betrat Anna Netrebko die Bühne und tat, was sie eigentlich immer tut: Hinreißend singen und alles andere vergessen machen. Mühelos und vollmundig erklimmt ihre Stimme die luftigen Höhen, die Un bel dì vedremo, die Signaturarie aus Puccinis Madama Butterfly erfordert. Mit sparsamen Gesten, völlig konzentriert auf die enorme Emotionalität von Puccinis Musik, transportiert sie Gefühle ins weite Rund, die niemanden unberührt lassen – und erzeugt gleich die ganz große Opern-Gänsehaut. Ein Auftritt, gegen den selbst die von Jonas Kaufmann luxuriös und souverän vorgetragene Arie Cielo e mar aus Ponchiellis La Gioconda danach einen schweren Stand hat.

Spätestens das folgende Duett, die „St Sulpice-Szene“ aus Massenets Manon, ein romantisches Liebesduett mit großem Choreinsatz, das Anna Netrebko und Jonas Kaufmann hinreißend glutvoll in die sich langsam senkende Berliner Nacht singen, macht klar, dass die 18.000 in der Waldbühne einen echten Champagnerabend genießen dürfen. Noch über eine Stunde lang folgt Höhepunkt auf Höhepunkt, ehe die drei Superstars tatsächlich mit Champagnergläsern in den Händen ihrem begeisterten Publikum noch drei Zugaben schenken.


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