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20.08.2014

Salzburger Festspielflair zum Anfassen - Anna Netrebko 'Live aus Salzburg'

Mit der Edition "Live aus Salzburg" auf DVD und Blu-ray heißt es im heimischen Wohnzimmer "Vorhang auf!" für grandiose Sternstunden der Oper mit Anna Netrebko.

Anna Netrebko, Salzburger Festspielflair zum Anfassen © Kristian Schuller / DG

Seit Anna Netrebko 2002 zum ersten Mal als Donna Anna in Mozarts Don Giovanni im Salzburger Rampenlicht in Erscheinung getreten ist und das Publikum mit ihrem Charme und ihrer unverwechselbaren Stimme verzaubert hat, ist viel passiert. Mittlerweile ist Anna Netrebko die berühmteste Sopranistin dieser Tage und singt an den wichtigsten Opernhäusern dieser Welt. Mit den renommierten Salzburger Festspielen verbindet sie über all die Jahre eine kontinuierliche und enge Zusammenarbeit. Das spürt man auch, wenn man sie im Festspielhaus auf der Bühne erlebt. Die Edition "Live aus Salzburg" enthält drei vollständige Inszenierungen auf insgesamt 4 DVDs oder 3 Blu-ray. So kann man sich das Salzburger Festspielflair nach Hause holen. Ein Traum für jeden Opernfan!

Rendezvous mit Violetta, Susanna und Mimì

Die russische Sopranistin ist wohl das schönste Chamäleon der Opernwelt. Die neue Edition präsentiert Anna Netrebko in ihren Paraderollen als Violetta, Susanna und Mimì - es sind die Meilensteine ihrer Salzburger Auftritte. Und Anna Netrebko beweist dabei, dass sie neben einer großen Sängerin auch eine Ausnahme-Darstellerin ist. Egal, in welcher Gemütsverfassung die Figur ist, in deren Haut sie schlüpft, Anna Netrebkos Porträts sind immer authentisch, lebendig und überzeugend. Ob sie mit Mimìs zerbrechlichem Liebreiz in Puccinis "La bohème" augenblicklich den Beschützerinstinkt des Publikums weckt, ob sie als tragisch tobende Edelprostituierte Violetta Valery im Endstadium der Tuberkolose in "La Traviata" herzzerreißend um ihr Leben singt, oder ob sie als patente Kammerzofe Susanna in "Le nozze di Figaro" augenzwinkernd Verwirrung stiftet - man nimmt es ihr ab. Und diese Gabe ist in der Oper fast genauso wichtig, wie eine extraordinäre stimmliche Begabung.

Musikalische Köstlichkeiten von Mozart, Verdi und Puccini

Als Anna Netrebko im Sommer 2005 ihr Debüt als Verdis Violetta gab, war Salzburg im Ausnahmezustand. Die sieben "La traviata" Vorstellungen mit den Wiener Philharmonikern unter Carlo Rizzi waren achtfach überbucht, der Schwarzmarkt verlangte 2700 Euro für ein Ticket. Diese legendäre Inszenierung nun neun Jahre später auf DVD zu besitzen, ja, das ist für einen Opernliebhaber fast schon ein Muss. Wenn Anna Netrebko mit "Addio del passato" Abschied von der Vergangenheit nimmt und am Ende der Oper in dem puristischen weißen Bühnenbild kurz vor Violettas Tod die Arie "Prendi, quest’è l’immagine" singt, stehen einem im Nacken die Haare zu Berge, so unfassbar intensiv ist der musikalische Ausdruck. Anna Netrebkos Stimme hat einen hell leuchtenden Kern, strahlt und perlt mühelos in der Höhe ohne dabei scharf zu werden und hat in der Tiefe ein sattes, warmes Timbre. Wendig wie eine schlanke Wildkatze in vollem Anlauf meistert sie stimmlich auch die virtuosesten Passagen.

Mozart singt sich ganz anders als Verdi oder Puccini. Mehr Schönklang, weniger Drama. Die Oper "Le nozze di Figaro" ist noch dazu eine "Opera buffa", da braucht die Stimme vor allem Leichtigkeit und Eleganz. In der Musik verstecken sich allerdings nicht nur pure Schönheit, sondern auch Witz und Ironie - auch das muss man als Künstler stimmlich umsetzen können. Anna Netrebko gelingt das wunderbar. Ihre Susanna glänzt neben den durchweg fabelhaften Kollegen Ildebrando D'Arcangelo, Bo Skovhus, Dorothea Röschmann und Christine Schäfer - auf der Bühne entwickelt sich zwischen den Sängern musikalisch und szenisch ein wunderbares Zusammenspiel. Claus Guth führte 2006 Regie bei der Mozart-Oper.

Auf der dritten DVD erlebt man Puccinis "La bohème" mal erfrischend anders: Anna Netrebko und Piotr Beczala sind die Stars der umjubelten Inszenierung des jungen Italieniers Damiano Michieletto von 2012, die vor Phantasie und mutiger Neuerfindung einer modernen Aufführungspraxis nur so strotzt. Am Pult der Wiener Philharmoniker schafft Daniele Gatti die Balance zwischen sensiblem Gefühl und eindringlicher Intensität. Und Anna Netrebko ist in Hochform. Die New York Times schrieb: "Selten wurde Mimì mit einem solch lebhaften Charakter und einer solchen Ausstrahlung gesungen".

Insgesamt präsentieren die DVDs und Blu-rays fast acht Stunden Oper. Untertitel in Italienisch, Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Chinesisch und Koreanisch machen die Edition auch international zu einem genussvollen Erlebnis auf höchstem Niveau.

Kosmopolitin mit russischer Seele

Wer durch dieses Feuerwerk der Opernkunst Lust bekommt, sich noch intensiver mit Anna Netrebko auseinander zu setzen, der hat am 22. August um 23:55 die Gelegenheit zu einem nächtlichen Stelldichein auf dem Bildschirm: Das ZDF zeigt unter dem Titel "Anna Netrebko - Die Kunst der Verwandlung" eine 85minütige Dokumentation über den spannenden Werdegang der Sopranistin.


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