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09.01.2015

Liebeszauber - Anna Netrebko singt die Titelpartie in Tschaikowskis Oper "Iolanta"

Sie gilt als die größte Sopranistin der Gegenwart. Jetzt veröffentlicht Deutsche Grammophon eine Lieblingsoper von Anna Netrebko: Tschaikowskis Einakter "Iolanta".

Anna Netrebko, Erfahrt hier alles über die neue Oper von Anna Netrebko, die erfolgreichste Sopranistin der Gegenwart © Robert Balen / Deutsche Grammophon

Wenn es eine Sängerin gibt, bei der Gefühl und Intuition keine leeren Phrasen sind, dann ist es Anna Netrebko. Kaum eine andere Künstlerin der Gegenwart kann sich so begeistert in Rollen einfühlen, und niemand sonst gebietet dabei so souverän über die eigene Stimme wie die berühmte russische Diva.

Elementare Kraft

Anna Netrebko besitzt einen gewaltigen Spielraum für Interpretationen, und das hat Gründe. Zum einen ist da die gesangliche Flexibilität und ihre bezaubernde Stimme. Zum anderen ist da aber auch dieses enorme Charisma, dieses persönliche Strahlen, welches schon ganze Opernsäle durchflutet hat und ins Innerste der menschlichen Seele einzudringen vermag. Diese elementare Kraft, die ihr weltweit Bewunderung eingetragen hat, ist nicht zu erlernen. Sie setzt Persönlichkeit, Offenheit und Erfahrungsreichtum voraus, und mit alledem ist Anna Netrebko reich gesegnet.

Die Netrebko weiß, wovon sie singt. Sie verkörpert ihre jeweiligen Rollen mit Leib und Seele, und wenn sie die Iolanta in Tschaikowskis gleichnamiger Oper singt, dann hat sie neben all ihren anderen Fähigkeiten noch einen weiteren Vorteil: die Muttersprache. Mit Russisch ist sie aufgewachsen. In Russisch hat sie das Singen erlernt, und wie sehr sie in dieser Sprache denkt und atmet, spürt man auf ihrem neuen Album. Netrebko lässt sich ganz in die Musik fallen. Ihr Gesang wirkt so natürlich und spontan, als hätte sie das Werk selbst komponiert, und das ermöglicht ihr eine traumhaft sichere Aneignung der Iolanta-Rolle.

Happy End

"Iolanta" ist ein Spätwerk Tschaikowskis. Sein jüngerer Bruder Modest verfasste das Libretto und orientierte sich dabei an dem Drama "König Renés Tochter" des dänischen Dichters Henrik Hertz. Musikalisch besticht die Oper durch ihre zart gleitende Melodik und ihre einfachen, direkt zu Herzen gehenden Arien. Die Handlung spielt in Frankreich. Es ist das 15. Jahrhundert. Iolanta ist ein blindes Mädchen, das nichts von seiner Blindheit weiß. Ihr Vater, König René, hat ihr die Krankheit verschwiegen. Iolanta ist dem burgundischen Herzog Robert versprochen, der sie eines Tages mit dem Ritter Vaudémont besucht. Letzterer ist kurz allein mit ihr, verliebt sich in sie und klärt sie über ihre Blindheit auf. Der Vater will Vaudémont töten lassen, wenn Iolanta nicht wieder gesund wird. Aber mit Hilfe des arabischen Arztes Ibn-Hakia, dank ihrer ausgeprägten Willenskraft und weil sie Vaudémont retten will, wird Iolanta wieder gesund. Vaudémont hält um ihre Hand an. Der Vater lehnt ab, weil sie Robert versprochen ist. Robert jedoch war gekommen, um die Verlobung zu lösen, weil er die Gräfin Mathilde von Lothringen liebt. Der Vater willigt ein, und Vaudémont kann Iolanta heiraten.         

Dramatischer Schatz

Was so surreal, beinahe harmlos wirkt, hat es psychodynamisch allerdings in sich, und Anna Netrebko hebt den dramatischen Schatz dieser Oper meisterlich. Sie gibt dem blinden Mädchen eine Stimme, und dadurch wird die anfängliche Einsamkeit und schließliche Erlösung der Heldin für den Hörer greifbar. Dass man dafür nichts zu sehen, sondern nur hinzuhören braucht, hat dabei eine doppelte Pointe, die nicht nur auf Iolanta verweist, sondern auch auf Anna Netrebko, das Slowenische Philharmonische Orchester und den Slowenischen Kammerchor unter der Leitung von Emmanuel Villaume. Die Musiker haben das Werk konzertant aufgeführt, und Netrebko sagt hierzu: "Im Konzert hat man die Möglichkeit, sich die Dinge und Gefühle vorzustellen. Das ist sehr berührend." Selbiges gilt natürlich auch für den Hörer des Albums, der einem glänzenden Live-Mitschnitt aus der Philharmonie Essen von 2012 lauschen darf.

Im Januar und Februar 2015 wird Anna Netrebko mit "Iolanta" wieder live zu erleben sein, diesmal in einer Neu-Inszenierung der russischen Oper an der New Yorker MET. Am 14. Februar, dem Valentinstag, wird die Aufführung an der Met weltweit Live in HD ausgestrahlt. In Europa wird Anna Netrebko die Iolanta 2015 in Luzern, Kopenhagen, Monte Carlo und London singen.           


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