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09.09.2011

Die vollendete Musikerin - Zum 35. Bühnenjubliäum von Anne-Sophie Mutter.

Es ist einer der Höhepunkte des Klassikjahres. Anne-Sophie Mutter veröffentlicht anlässlich ihres Bühnenjubiläums eine umfassende Werkschau und außerdem neue Aufnahmen mit Stücken von Wolfgang Rihm, Krzysztof Penderecki und anderen

Anne-Sophie Mutter, Die vollendete Musikerin - Zum 35. Bühnenjubliäum von Anne-Sophie Mutter. © Harald Hoffmann / DG

Eine Retrospektive ist immer auch eine Bestandsaufnahme. Als Anne-Sophie Mutter vor 35 Jahren ihre Bühnenlaufbahn begann, war sie eine Teenagerin, deren herausragende musikalische Begabung schnell dafür sorgte, dass sie weltweit bekannt wurde. Außerdem öffnete sie Türen in die Welt der großen Plattenfirmen und führte dazu, dass die Geigerin ihren künstlerischen Weg von Anfang an gemeinsam mit der Deutschen Grammophon ging. Das nun wiederum macht es möglich, dass sich das Label mit einer exklusiven und einmaligen Edition bei seiner Künstlerin bedanken kann, die unter dem Signum „Anne-Sophie Mutter - The Complete Musician“ das umfangreiche Schallplattenwerk in einer 40 CD-Box zusammenfasst. Das ist ein Mammut-Epos der Tonträgergeschichte, umfangreich kommentiert mit einem Begleitbuch, das in Interviews, Kommentaren und Fotostrecken die Karriere und das Schaffen der Stargeigerin festhält und greifbar macht.

Für sie selbst ist es außerdem ein Grund, manches noch einmal zu hören und daraus Schlüsse für die Gegenwart zu ziehen. „Jedes Konzert ist nur der Versuch, der Wahrheit auf dem Papier nahe zu kommen, eine CD ist nichts anderes“, meint Anne-Sophie Mutter im Gespräch mit dem Musikjournalisten Oswald Beaujean. „Die meisten meiner Aufnahmen sind im Zusammenhang mit Konzerten entstanden, oder in wenigen Takes im Konzertsaal, um die Spontaneität zu erhalten – ganz in der Tradition von Karajan. Meine letzte Einspielung – die Brahms-Sonaten – gipfelte in einer für mich sehr glücklichen und intimen Aufnahme der G-Dur-Sonate, die meiner Vorstellung von diesem Stück als einem Abgesang auf das Leben entspricht“. Dieses Streben nach Intensität ist aber allen Einspielungen gemeinsam und trifft für die Klassiker von Bach, Mozart und Beethoven und die Romantiker Mendelssohn, Brahms und Tschaikowsky ebenso zu wie für die modernen Werke von Sibelius, Bartok und Berg bis hin zu Lutoslavski, Penderecki, Previn oder auch Sofia Gubaidulina.

Anne-Sophie Mutter ist eine Künstlerin, die mit Stolz auf die vergangenen 35 Jahre zurückschauen kann, aber ebenso hellsichtig in die Zukunft blickt. „Musik ist mehr als nur etwas, das man als Zuhörer konsumiert. Sie sollte vielleicht auch den einen oder anderen Gedanken an den Sinn des Lebens, an die eigenen Kreativität, das Vorhandensein einer Seele wecken, an alles was über Kaufen, Arbeiten und Konsumieren hinaus geht“, meint sie weiter und gibt damit das Motto aus, mit dem sie sich selbst zu ihrem Jubiläum gratuliert. Denn ihre neueste Aufnahme beschäftigt sich intensiv mit dem Klang der Gegenwart und bringt vier Werke zusammen, die sie während der vergangenen Monate der Musikwelt vorgestellt hat.

So entstand Wolfgang Rihms Geigenfantasie „Lichtes Spiel. Ein Sommerstück für Violine ein kleines Orchester“ beispielsweise im Auftrag der Künstlerin selbst und wurde von ihr im vergangenen November in der New Yorker Avery Fisher Hall zusammen mit den New Yorker Philharmonikern unter Michael Francis uraufgeführt. Krzysztof Pendereckis „Duo Concertante“ wurde auf Veranlassung der Anne-Sophie Mutter-Stiftung komponiert und erlebte seine Premiere vor wenigen Monaten im Kuppelsaal des Congress Centrums in Hannover zusammen mit dem Kontrabassisten Roman Patkoló. Wenig später stellten die beiden dann Wolfang Rihms „Dyadem für Geige und Kontrabass“ wiederum in New York vor und Sebastian Curriers „Time Machines“ wurde bei der Weltpremieren in New York im vergangenen Juni zusammen mit den New Yorker Philharmonikern unter Alan Gilbert gleich für die internationale Öffentlichkeit archiviert. Auf diese Weise ist ein Programm entstanden, dass die vollendete Musikerin ebenso profund in der Gegenwart verankert wie sie mit der umfassenden Werkschau „The Complete Musician“ als eine der wichtigsten Musikerinnen der klassischen Welt überhaupt präsentiert.


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