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03.12.2013

Anne-Sophie Mutter - Biographie

Anne-Sophie Mutter gilt seit über 35 Jahren als eine der größten Geigerinnen der Welt. Ihre herausragenden künstlerischen Fähigkeiten zeigen sich in ihrem Reichtum des Tons, dem unübertrefflichen Ausdruck, ihrer vollendeten technischen Virtuosität und tiefen Musikalität. Sie wuchs ganz selbstverständlich mit Musik auf. Geboren im badischen Rheinfelden, zeigte sie schon früh Anzeichen einer außergewöhnlichen Begabung. Im Alter von fünf Jahren begann sie mit dem Klavierspiel, bald darauf erhielt sie ersten Geigenunterricht bei Erna Honigberger, einer Schülerin von Carl Flesch, und als Neunjährige nahm sie ihr Studium bei Aïda Stucki auf, einer der besten Schweizer Musikerinnen und inspirierenden Lehrerin.

1976 hörte Herbert von Karajan die 13-jährige Anne-Sophie Mutter bei einem Recital während der Luzerner Festwochen. Der legendäre Dirigent engagierte die junge Geigerin für ihr Konzert-Debüt mit den Berliner Philharmonikern bei der Salzburger Pfingstfestspielen 1977. Die Partnerschaft wurde 1978 fortgesetzt, als Mutter ihre erste Aufnahme für Deutsche Grammophon machte: ein Album mit Mozarts Violinkonzerten Nr. 3 und 5. In den ersten Jahren ihrer internationalen Karriere arbeitete Mutter regelmäßig mit Karajan und den Berliner Philharmonikern zusammen und es entstand eine Reihe von Maßstab setzenden Aufnahmen der Violinkonzerte von Beethoven, Brahms, Bruch und Mendelssohn für das gelbe Label. Rasch wurde Mutter zu einer festen Größe in den renommiertesten internationalen Konzertsälen, und ihr Rang wurde bekräftigt durch die Reaktion der Kritik und des Publikums auf ihre Debüts in Berlin (1978), Washington und New York (1980), Tokio (1981) und Moskau (1985) sowie durch die Vielfalt ihrer Arbeit in Recitals, als Konzertsolistin und als Kammermusikerin.

1986 wurde sie auf den internationalen Lehrstuhl für Violinstudien an der Royal Academy of Music in London berufen. Im Jahr darauf gründete sie die Rudolf-Eberle-Stiftung, die außergewöhnlich begabte junge Streicher europaweit förderte. Seit 1997, als die Stiftung in den Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung integriert wurde, arbeitet die Organisation weltweit. Mutters Engagement für die Förderung junger Musiker hat zur Karriere vieler bedeutender Musiker wie Daniel Müller-Schott, Sergey Khachatryan und Roman Patkoló beigetragen. Die Anne-Sophie Mutter Stiftung unterstützt zudem die Mutter Virtuosi, ein Ensemble von 14 ehemaligen und gegenwärtigen Stipendiaten der Organisation. 2013 spielte Mutter die Uraufführung von Stefan Curriers Ringtone Variations, die im Auftrag der Anne-Sophie Mutter Stiftung für die Asientournee der Mutter Virtuosi entstanden. Ihre Stiftung hat zudem bereits André Previns Konzert für Violine und Kontrabass, Krzysztof Pendereckis Duo concertante und Wolfgang Rihms Dyade in Auftrag gegeben.

Anne-Sophie Mutters Engagement für die Zukunft der Musik für Streicher zeigt sich deutlich in ihrem kompromisslosen Eintreten für die Musik der Gegenwart. 1986 spielte sie die Uraufführung von Chain II, das Witold Lutosławski für sie und die Paul Sacher Stiftung komponierte, und nahm das Werk für Deutsche Grammophon auf. Zu ihren zahlreichen Uraufführungen zählen Rihms Gesungene Zeit, Pendereckis Violinkonzert Nr. 2 Metamorphosen und seine Violinsonate, Dutilleux’ Sur le même accord, Gubaidulinas Violinkonzert In tempus praesens, Previns Violinkonzert »Anne Sophie« sowie Curriers Aftersong und Time Machines. Diese und viele andere neue Werke hat sie für das gelbe Label aufgenommen, außerdem Meisterwerke des 20. Jahrhunderts wie die Violinkonzerte von Berg und Strawinsky sowie das Violinkonzert Nr. 2 von Bartók. Bereits dreimal gewann Mutter einen Grammy für die »Beste Aufführung eines Instrumentalsolisten (mit Orchester)«: für die Aufnahmen von Bergs Violinkonzert und Rihms Gesungene Zeit (1994), Pendereckis Metamorphosen (1999) sowie Previns Violinkonzert und Bernsteins Serenade (2005). Zu Mutters Verpflichtungen in der Saison 2013/14 zählen die Uraufführungen von Previns Violinsonate Nr. 2 und Pendereckis »La Follia« für Solovioline.

Ende der 1990er-Jahre nahm Mutter Vivaldis Le quattro stagioni mit den Trondheim Soloists und Beethovens Violinsonaten mit ihrem regelmäßigen Duo-Partner Lambert Orkis auf. Die Beethoven-Aufnahme wurde mit einem Grammy und dem Echo-Preis ausgezeichnet, das Vivaldi-Album fand außerordentlich positive Resonanz und wurde weltweit 370 000-mal verkauft. Das neue Jahrtausend begann Mutter mit einer Reihe von Tournee- und Aufnahmeprojekten, darunter Back to the Future, ein Rückblick auf bedeutende Violinwerke des 20. Jahrhunderts, und Recital 2000, ein Album mit Kammermusik von Crumb, Prokofjew, Respighi und Webern. 2001 führte Mutter sämtliche Violinkonzerte von Mozart an zwei Abenden als Artist-in-residence in der Carnegie Hall sowie mit den Wiener Philharmonikern in Wien und auf Deutschlandtournee auf. Previns Tango Song and Dance, das ihr gewidmet ist und von ihr uraufgeführt wurde, stand im Mittelpunkt ihres gleichnamigen Recital-Albums und Tourneeprogramms im Jahr 2003. Zu ihren Aufnahmen mit Previn als Dirigent gehören die preisgekrönten Aufführungen seines Violinkonzerts »Anne-Sophie« und der Violinkonzerte von Korngold und Tschaikowsky (Echo-Preis 2005 als »Instrumentalistin des Jahres«). Die Geigerin wandte sich 2006 erneut Mozart zu, um den 250. Geburtstag des Komponisten mit internationalen Tourneen und Gesamtaufnahmen seiner Violinsonaten und Violinkonzerte zu feiern.

Höhepunkte der letzten Jahre waren unter anderem die Uraufführung von Rihms Lichtes Spiel mit den New Yorker Philharmonikern (2010), Aufführungen und die Gesamtaufnahme von Brahms’ Violinsonaten mit Lambert Orkis, Konzerte und Kammermusik-Recitals als Artist-in-residence mit den New Yorker Philharmonikern, ein Album mit Ersteinspielungen von Werken von Rihm, Currier und Penderecki (2011) und die Veröffentlichung von ASM35, einer 40-CD-Box mit sämtlichen Aufnahmen Mutters für Deutsche Grammophon (2011), herausgegeben anlässlich des 35. Jahrestags ihres professionellen Debüts. Im Juni 2013 kamen Anne-Sophie Mutter und die Berliner Philharmoniker in der Berliner Philharmonie zusammen, um ihre erste gemeinsame Studio-Aufnahme seit fast 30 Jahren zu machen: Mutters erste Einspielung des Violinkonzerts von Dvořák erscheint im Oktober 2013. Sie wird das romantische Meisterwerk des tschechischen Komponisten mit Manfred Honeck und dem Pittsburgh Symphony Orchestra im September auf Europatournee spielen und gegen Jahresende mit den New Yorker Philharmonikern. Im Dezember feiert sie 25 Jahre künstlerischer Partnerschaft mit Lambert Orkis durch ein Recital in der Carnegie Hall.

Anne-Sophie Mutter nutzt seit Langem ihr öffentliches Image, um wohltätige Ziele zu unterstützen, insbesondere ist es ihr Anliegen, medizinische und soziale Probleme zu lindern. Ihre Benefizkonzerte erbrachten unter anderem Mittel für Save the Children Japan, die Schweizerische Multiple Sklerose Gesellschaft, die Opfer des Tsunamis und der Nuklearkatastrophe in Japan 2011 und die Association des amis de la maison de Solenn in Paris. Hinzu kamen weitere Wohltätigkeitskonzerte zugunsten des Hauses der Diakonie in Wehr-Öflingen der Hanna und Paul Gräb-Stifung, Artists against Aids in den USA und einer Reihe von rumänischen Waisenhäusern.

Mutters zahlreiche Preise und Auszeichnungen sind ebenso Spiegel ihrer humanitären Arbeit wie ihrer künstlerischen Fähigkeiten. 2008 erhielt sie den renommierten Ernst von Siemens Musikpreis, 2009 wurde sie für ihre Verdienste um die französische Musik der Gegenwart in die Ehrenlegion aufgenommen, und 2011 erhielt sie den Erich-Fromm-Preis für die Förderung des Humanismus durch soziales Engagement. Zu ihren weiteren Auszeichnungen zählen das deutsche Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, der Mendelssohn-Preis und der Brahms-Preis, der Herbert-von-Karajan-Musikpreis und der Bayerische Verdienstorden. Im Oktober 2013 wird Anne-Sophie Mutter ausländisches Ehrenmitglied der American Academy of Arts & Sciences.

8/2013


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