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27.08.2015

Debussy in der Disco - Das "Club Album - Live from Yellow Lounge"

Groovige Beats, das Klirren von Bierflaschen und Gesprächsfetzen hipper, junger Menschen - das ist die übliche Geräuschkulisse eines Berliner Szene-Clubs. Anne-Sophie Mutter hat genau diese Kulisse gewählt, um ein spannendes neues Live-Album aufzunehmen.

Anne-Sophie Mutter, Debussy in der Disco - Das Club Album - Live from Yellow Lounge © Stefan Höderath / DG

Normalerweise präsentiert der Berliner Club "Neue Heimat" hinter seinen graffitibesprühten Wänden HipHop Sounds der 90er, jazzige Jam Sessions oder Live-Übertragungen von Fußballspielen. Doch was passiert, wenn stattdessen Kompositionen für Violine von Franz Schubert, Claude Debussy und Johannes Brahms im Club erklingen? Die Geigerin Anne-Sophie Mutter hat im Kontext der Yellow Lounge bewiesen, dass sie die ungezwungene Club-Atmosphäre auf ihren virtuosen Höhenflügen nur noch mehr beflügelt. Glücklicherweise hat die Deutsche Grammophon den außergewöhnlichen Konzertabend auf CD und DVD für die Ewigkeit festgehalten.

Lord Dunn-Raven goes Clubbing

Anne-Sophie Mutters Stradivari hat zu Recht einen aristokratischen Namen: "Lord Dunn-Raven" ist im Jahr 1710 in der Werkstatt von Antonio Stradivari entstanden und fasziniert nun unter den Händen der renommierten Künstlerin durch seine satte Klangschönheit. Ihre Geige ist für Anne-Sophie Mutter stets der ideale Partner, um mutig neue künstlerische Wege zu beschreiten. Im Nachtklub stand sie dabei am 7. und 8. Mai 2015 jedoch nicht mit ihrem Instrument alleine im Rampenlicht - auch ihr langjähriger Klavierbegleiter Lambert Orkis war dabei, genauso wie der Cembalist Mahan Esfahani, der in Johann Sebastian Bachs Concerto für 2 Violinen und Streicher in d-Moll BWV 1043 wunderbar das harmonische Gerüst der Basso continuo Begleitung ausgestaltet hat.

Ein ganzes Ensemble begabter junger Instrumentalistinnen und Instrumentalisten aus Anne-Sophie Mutters Stiftung hat sich als "Mutter’s Virtuosi" auf den Weg in den Club "Neue Heimat" gemacht, um dort Vivaldis berühmte "Vier Jahreszeiten" gemeinsam zu interpretieren und so auch junge Menschen ganz unmittelbar zu erreichen, die den Weg in die Philharmonie ansonsten unter Umständen eher scheuen. Obwohl Anne-Sophie Mutter selbst bereits auf allen großen Bühnen der Welt konzertiert hat, war der Auftritt im Club für sie ein spannender Grenzgang: "Es fühlte sich an wie in der Höhle des Löwen. Aber ich wollte unbedingt dieses Publikum in Kontakt bringen mit der Musik, die ich liebe – an die ich glaube, die so irrsinnig viel Emotion rüberbringt."

Neue Heimat für die Klassik

Die Emotionen transportieren sich - sowohl auf der CD in akustischer Brillanz als auch auf der DVD, die das Konzert hochwertig filmisch aufgelöst in voller Länge präsentiert und die noch weiteres Bonusmaterial enthält. Musikalisch präsentiert Anne-Sophie Mutters außergewöhnliches Projekt das breite Spektrum der Musikgeschichte, in dem sich auch die Vielfältigkeit der Geige wiederspiegeln kann. Für die Künstlerin gehörten Vivaldis "Vier Jahreszeiten" genauso zum Programm wie das intime "Ave Maria" von Bach/Gounod oder groovige Stücke wie die "Jamaican Rumba" oder "Preludes" von George Gershwin, das heitere "Country Fiddling" von Aaron Copland oder die ergreifende Oscar-prämierte Titelmusik zum Film "Schindlers Liste". Ob mit barocker Anmut, mit romantischer Sinnlichkeit oder mit den kontrastreichen Effekten zeitgenössischer Musik - vor allem durch die Nähe zu den Zuhörern ist an dem Konzertabend eine unglaubliche Intensität entstanden. Vielleicht das Schönste daran: Auf dem neuen Album erlebt man die hochprofessionelle Künstlerin Anne-Sophie Mutter mal von einer ganz anderen Seite.

The Club Album - Live from Yellow Lounge (Trailer)


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