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11.01.2006

Vorn dabei

Anne-Sophie Mutter, Vorn dabei

Im vergangenen Jahr war Anne-Sophie Mutter eine der ersten Künstlerinnen von internationalem Rang, die mit Blick auf das bevorstehende Jubiläum sich anhand von neuen Interpretationen mit dem Werk von Wolfgang Amadeus Mozart beschäftigte. Die Aufnahmen der Violinkonzerte stellen einen der drei Pfeiler dar, auf denen ihre zeitgemäße Auseinandersetzung mit den kammermusikalischen und konzertanten Werken des Salzburger Meisters aufbaut. Den zweiten präsentiert sie nun mit den drei Trios für Klavier, Geige und Cello K.502, K.542 und K.548, die sie gemeinsam mit ihrem Mann André Previn am Klavier und Daniel Müller-Schott am Cello im Mai 2005 in Baden Baden aufgenommen hat. Und mit denen sie weiterhin Maßstäbe setzt.

Mozart selbst ließ die drei Trios zu einer Veröffentlichung zusammenfassen. Das hatte nicht nur verlegerische Gründe, sondern hing auch mit einer Intention zusammen, die hinter den Werken stand. Denn sie entfernten sich bereits weit von den barocken und spätbarocken Vorlagen, die in dieser instrumentalen Kombination der Regel als begleitete Klaviersonaten verstanden wurden. Im Falle der Werke K.502, K.542 und K.548 wurden dem Cello, vor allem aber der Geige eine eigene, gleichberechtigte Position im musikalischen Verbund zugedacht, so dass das Trio zu einem Miteinander der Stimmen auf gemeinsamer künstlerischer Augenhöhe wurde und damit den konzeptionellen Vorstellungen, die die kommenden klassischen und romantischen Jahrzehnte bestimmen sollten, voraus griffen. Der unmittelbare Grund der Entstehung allerdings war durchaus ein alltäglicher. Mozart wurde während seiner späten Karriere häufig von ernsten Geldnöten geplagt und er hoffte, sie zu lindern, indem er vergleichsweise leichte und im Rahmen bürgerlicher und aristokratischer Salons einsetzbare Kompositionen anbot. Das erste der drei Trios (K.502) war bereits 1786 entstanden, die anderen beiden folgten rasch aufeinander im Juni (K.542) und Juli 1788 (K.548). Mozart bot sie seinem Wiener Verleger Artaria an, nachdem mehrere Versuche, sich bei Freunden Geld zu leihen, fehlgeschlagen waren. So kam es im November 1788 zu deren Veröffentlichung als op.15 nach damaliger Werkzählung.

Mozart sei der Komponist, meint Anne-Sophie Mutter, mit dem sie aufgewachsen und groß geworden sei und der an jeder wichtigen Stelle ihrer Karriere auf sie gewartet habe. Schon deshalb ist es ihr ein besonderes Anliegen, die ihrer Meinung nach wichtigsten Werke aus seiner Feder in der bestmöglichen Form zu präsentieren. Im Fall der Trios für Klavier, Geige und Cello ging sie dabei durchaus pragmatisch vor, indem sie aus der guten Handvoll, die Mozart hinterlassen hat, die drei späten Exemplare auswählte. "Um ehrlich zu sein habe ich die drei heraus gesucht, in denen die Violine am meisten zu sagen hat", kommentiert sie ihre Wahl, eine Entscheidung, die durch das künstlerische Resultat mehr als bestätigt wird. Denn Mutter, Previn und Müller-Schott gelingt es, sich gegenseitig mit faszinierender Raffinesse die Bälle der Melodieführungen zuzuspielen, energetische und fragile, eruptive und lyrische Passagen zu gestalten, so dass zum Schluss eine Interpretation festgehalten wurde, die ihresgleichen sucht. Schon anlässlich der Violinkonzerte, die erste Veröffentlichung des Mozart-Projektes, konnte man in der Tageszeitung Die Welt lesen: "Anne-Sophie Mutter ist die glamouröse Sphinx der Klassik". Was werden den Rezensenten erst noch für Superlativen einfallen, wenn sie die Mozart-Trio-Aufnahmen oder die noch ausstehenden Violin-Sonaten hören, mit denen die Stargeigerin im Sommer 2006 in Luzern zu Gast sein wird. Denn auch in diesem Fall wird es sich um besondere Einspielungen handeln. Schließlich feiert Anne-Sophie Mutter damit ihren internationalen Karrierestart, der vor genau drei Jahrzehnten beim Lucerne Festival einsetzte.


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