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07.10.2009

Jugendjahre eines Weltstars

Anne-Sophie Mutter, Jugendjahre eines Weltstars © Anja Frers / DG

Herbert von Karajan hatte schlechte Erfahrungen gemacht. Als junger Dirigent in Ulm und Aachen hätte er immer wieder jemanden gebraucht, der ihm beratend und unterstützend zur Seite gestanden wäre. Aber er hatte niemanden und deshalb drehte er selbst, als er berühmt war, den Spieß um und nahm besonders herausragende Talente unter seine Fittiche. Besonders prominent wurde dabei die Zusammenarbeit mit Anne-Sophie Mutter, die er als Teenagerin entdeckte und umsichtig förderte. So entstanden seit den späten Siebzigern zahlreiche hoch gelobte Aufnahmen großer Violinkonzerte von Mozart bis Tschaikowsky, die nun in der Einsteiger-Reihe eloquence in einer 4CD-Box zusammengefasst auch für schmale Geldbeutel erschwinglich werden.

Es ist auch nach heutigen Maßstäben noch eine Sensation. Gerade einmal 13 Jahre war Anne-Sophie Mutter jung, als sie im Jahr 1977 bei den Pfingstfestspielen in Salzburg antrat, um das dritte Violinkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart vorzustellen. Und sie kam nicht mit irgendeinem Jugenddirigenten auf die Bühne, sondern wurde von Herbert von Karajan der Musikwelt präsentiert. Er war es dann auch, der die von diesem Zeitpunkt an international bekannte Nachwuchskünstlerin wenige Monate später mit den Berliner Philharmonikern vor den Mikrofonen beistand und ihren Durchbruch auch auf Tonträger fundamentierte. Mehr noch: Anne-Sophie Mutter wurde die einzige Solo-Instrumentalistin ihres Fachs, mit der der Maestro von diesem Zeitpunkt an bis zu seinem Tod 1989 im Konzertsaal und Aufnahmestudio zusammenarbeitete - was in der Erinnerung der Künstlerin beispielsweise an die Erarbeitung des Beethoven-Violinkonzertes nicht immer ein Zuckerschlecken war: „Technische Probleme interessierten Karajan überhaupt nicht, er betrachtete die Dinge immer aus der Vogelperspektive, was dazu geführt hat, dass ich das [Beethoven]Konzert auch heute noch sehr auf die Zusammenarbeit mit dem Orchester anlege, denn es ist überhaupt kein virtuoses Werk. Vielleicht liegt das daran, dass der Interpret der Uraufführung, Franz Clement, kein großer Virtuose war, aber sicher hatte Beethoven mit seinem Violinkonzert nicht im Sinn, den Geigern mit technischen Mätzchen entgegenzukommen.“

Herbert von Karajan jedenfalls sollte mit seinem Urteil Recht behalten. Denn Anne-Sophie Mutter erwies sich nicht als Wunderkind, sondern als Jahrhunderttalent, das schließlich zu einer der wichtigsten Geigerinnen der Gegenwart heranwuchs. Und die Aufnahmen, die die beiden Virtuosen gemeinsam mit den Berliner Philharmonikern machten, wurden zu Grundlagenarbeiten, an denen sich viele Kollegen seitdem orientieren. Mit Karajan ging Anne-Sophie Mutter immer wieder ins Studio und archivierte neben dem Standardwerk von Beethoven zwei Violinkonzerte von Mozart (KV 216 und KV 219), die Violinkonzerte von Mendelssohn, Bruch, Tschaikowsky und schließlich das Violinkonzert von Johannes Brahms. Auf diese Weise entstanden grundlegende Einspielungen dieser Werke, die fest zum Kanon der Interpretationsgeschichte gehören und bis heute nichts von ihrer Frische und Faszination verloren haben. Zusammengefasst in einer limitierten 4CD-Box der Reihe eloquence bieten sie zu unschlagbarem Preis die Möglichkeiten, nicht nur einen Einblick in das opulente Schaffen von zwei prägenden Persönlichkeiten der Klassikwelt zu erhalten, sondern darüber hinaus Klassiker des Konzertrepertoires in zeitlos famosen Interpretationen zu erleben.

Mehr über Anne-Sophie Mutter, Herbert von Karajan und die Serie Eloquence erfahren Sie bei KlassikAkzente.


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