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Traces of You

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04.10.2013

Traces Of You – Anoushka Shankar und Norah Jones auf Spurensuche

Die Sitarspielerin Anoushka Shankar wandelt auf den Spuren ihres Vaters und Lehrers Ravi Shankar und findet erstaunliche Wege, indische traditionelle Musik mit Elementen aus Jazz, Pop und Elektronik zu verbinden.

Anoushka Shankar, Traces Of You – Anoushka Shankar und Norah Jones auf Spurensuche © Yuval Hen / DG

Alles im Universum hinterlässt Spuren. „Menschen, die uns verlassen haben, existieren in uns weiter. Orte, von denen wir kamen, werden zu Orten mitgenommen, zu denen wir gehen“, beschreibt Anoushka Shankar die Grundhaltung ihres neuen Albums „Traces Of You“. Die indische Sitarspielerin tritt in die Fußstapfen ihres Vaters und Lehrers Ravi Shankar und erkundet die Welt mithilfe der mystischen Langhalsgitarre, der sie scheinbar jedes Gefühl und jeden Klang des Universums entlocken kann. Dem Grammy-nominierten Erstlingswerk auf Deutsche Grammophon „Traveller“ folgt nun das neue Album „Traces Of You“, bei dem sich Anoushka Shankar den britischen Komponisten und Multiinstrumentalisten Nitin Sawhney als Produzent und ihre Halbschwester Norah Jones als Sängerin zur Seite nahm.

Die ersten Töne gehören der Gitarre, um den westlich geprägten Ohren zu schmeicheln, doch schon bald gesellt sich der sanft-melancholische Saitenschlag Anoushka Shankars an der Sitar hinzu, bis dann ihre Halbschwester Norah Jones jazzig-lasziv „The Sun Won´t Set“ dazu haucht. Mit dem zweiten Lied des Albums „Flight“ gibt Anoushka Shankar der Sitar dann den vollen Raum und lässt den Zuhörer ins indische Klanguniversum eintauchen – nach den sanften, poppigen Klängen mit der vertrauten Stimme Norah Jones´ wirkt „Flight“ wie eine Ouvertüre in die Welt der gezupften Langhalslaute.

Wie Klavier und Sitar miteinander verschmelzen können, ist im dritten Track „Indian Summer“ zu erleben. Hier zeigt sich die leidenschaftlich-wilde Seite des indischen Saiteninstruments, das wie eine Diva zu meckern scheint, während ein rassiges Klavier sie umgarnt. „Maya“ wiederum sorgt mit bordunhaften Tönen und ambientartigen Elektrorhythmen wieder für Meditation, bis auch hier die Energie sich ins Tanzbare steigert. Spätestens mit „Lasya“ ist jeder Zuhörer in Indien angekommen. Niemand, der sich bei diesem Lied nicht inmitten der zauberhaften Welt der exotischen Gerüche, der Henna-bemalten Hände und der biegsamen Yogis wiederfindet.

Die ersten Töne von „Metamorphosis“ erinnern wiederum eher an die Klangmeisterin Björk als an indische Musik: Der mythische Sitar-Klang wird mit experimenteller Stimmakrobatik und wilden Rhythmen vereint – die Vertonung des modernen Indiens! In „Chasing Shadows“ haben der Tabla-Virtuose Tanmoy Bose, der Flötist Ravichandra Kulur und der Perkussion-Meister Pirashanna Thevarajah den Raum, ihr Talent frei zu entfalten und steigern sich gemeinsam mit Anoushka Shankar ekstatisch in die Variation eines Ragas. Auch das Hang, eine Schweizer Handtrommel aus Stahlblech, findet auf „Traces Of You“ Anklang – gespielt vom Meister Manu Delgado. Norah Jones Stimme taucht im titelgebenden Lied „Traces Of You“ und im Abschluss „The Unsaid“ wieder auf und entlässt den Hörer wieder in eine jazzpoppig-weiche Welt.

Anoushka Shankar zeigt auf „Traces Of You“, dass sich die indische Musiktradition und das Erbe ihres Vaters zauberhaft mit Elementen aus Jazz, Pop und Elektronik verbinden lassen und dabei die Mystik und die Schönheit Indiens weiter in vollem Glanz erstrahlen.


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