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19.08.2009

40 Jahre ECM - Highlights Teil 1

Arvo Pärt, 40 Jahre ECM - Highlights Teil 1 Jimmy Katz / ECM Records

Ein legendäres Label feiert Jubiläum. In diesem Herbst wird ECM 40 Jahre alt. Grund genug, dieser Institution des internationalen Kulturlebens eine eigene Seite zu widmen. Auf ecm40.de gibt es  ausführliche Informationen zu den Küstlern, den Labels ECM/ECM New Series und deren visionärem Gründer Manfred Eicher. Klassikakzente.de und Jazzecho.de nehmen dieses Jubiläum zum Anlass, über zehn Wochen hinweg jeweils vier wegweisende Alben pro Woche mit Kurzbesprechungen vorzustellen. Ein Panoptikum der Meilensteine.

Arvo Pärt: Tabula Rasa

Ein Album, das Geschichte geschrieben hat. Arvo Pärts “Tabula Rasa” markierte 1984 nicht nur den Startpunkt für das neue Label ECM New Series, sondern öffnete zugleich den Blick auf eine bislang wenig beachtete moderne Kammermusik, die den Fokus auf das Spirituelle legte. Für den estnischen Komponisten war es der Durchbruch in den internationalen Wertschätzung und Solisten wie Keith Jarrett, Gidon Kremer oder sogar Alfred Schnittke sorgen dafür, dass “Tabula Rasa” zum zeitlosen Musikdokument wurde.

Pat Metheny: Offramp

An diesem Album kommt kein Musikfan vorbei. “Offramp” brachte 1981 auf den Punkt, was sich in der Gruppe des Gitarristen Pat Metheny bereits seit den späten Siebziegern angedeutet hatte. Vor allem in der Kombination mit den Keyboard-Klängen von Lyle Mays entwickelte sich ein Klangkompendium aus fließenden Sounds, pointiertem Songwriting und beiläufiger Virtuosität, das für zahlreiche Nachfolge-Projekte der sublimeirten Fusion-Jahre bestimmend wurde. “Offramp” hat Maßstäbe gesetzt und mit Kompositionen wie “James” oder “Are You Going With Me?” darüber hinaus Repertoire-Klassiker der modernen Jazz geschaffen .

Keith Jarrett: La Scala

Die einen schwören auf “The Köln Concert”, manche auch auf “Bremen/Lausanne” oder “Vienna Concert”. Für viele Klavierliebhaber aber ist “La Scala” das Nonplusultra der pianistischen Ausdruckskunst. Denn am 13. Februar 1995 hatte sich Keith Jarrett im Mailänder Opernhaus eingefunden, um nach längerer Solo-Pause den Faden wieder aufzunehmen, den er mit den großen Konzerten der vorangegangenen Jahre ausgelegt hatte. Was passierte war ein Konzentrat musikalischer Intution und Gestaltungskraft, das seitdem viele Menschen in ihrem Innersten betrifft. Ein Meisterstück spontaner und zugleich überzeitlicher kammerjazziger Kreativität.

Kenny Wheeler: Angel Song

Was für ein Titel: “Angel Song”. Im Februar 1996 fand sich der Tompeter Kenny Wheeler zusammen mit dem Gitarristen Bill Frisell, dem Kontrabassisten Dave Holland und dem Altsaxofonsiten Lee Konitz in einem New Yorker Studio ein, um an seiner Vision eines postexperimentellen, songorientierten Jazzklangs zu arbeiten. Er wurde ein Glücksfall kollektiver Inspiration. Denn dieses ungewöhnliche Quartett fand zu einer Form der musikalischen Nähe, die auf bewegende Art einen Markstein im Schaffen aller vier Koryphäen der jazzenden Moderne setzte. Und das tatsächlich ein wenig danach klang, als wären Engel am Werk gewesen.

Mehr Informationen finden Sie auf www.ecm40.de


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