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08.10.2012

Asaf Avidan Biografie

Asaf Avidan

 

Dieser Mann ist wahrlich kein unbeschriebenes Blatt mehr: Bekannt wurde der israelische Sänger und Songwriter Asaf Avidan ursprünglich als Gründer und Frontmann seiner Folkrock-Band Asaf Avidan & The Mojos. Sein wichtigstes Markenzeichen ist und bleibt seine außergewöhnliche Stimme: In den letzten Jahren bescherte sie ihm wiederholt Vergleiche mit Musikgrößten wie Janis Joplin, Robert Plant und Jeff Buckley. Der mexikanische Rolling Stone sprach sogar vom „neuen Messias“, während andere Medien ihn als „heiseren Engel“, „Naturgewalt“ und als „uneheliches Kind von Dylan und Joplin“ bezeichneten.

 

Die Anfänge

 

Asaf Avidan kam im März 1980 in Jerusalem zur Welt. Seine Eltern waren israelische Diplomaten, und so verbrachte er schließlich vier Jahre seiner Kindheit in Jamaika. Danach musste Avidan noch seinen Wehrdienst absolvieren, bevor er sich in seiner Heimatstadt an der Bezalel Academy of Arts & Design im Fach Animation einschreiben konnte. Der Kurzfilm, den er schließlich als seine Abschlussarbeit einreichte, Find Love Now, sollte sogar einen Preis beim Haifa Film Festival gewinnen, und so zog Avidan nach seinem Studium weiter nach Tel Aviv, wo er im Bereich Animation arbeitete, bis die Trennung von seiner langjährigen Freundin seine ganze Welt aus dem Gleichgewicht brachte: Er kündigte seinen Job, ging zurück nach Jerusalem und widmete sich ab sofort voll und ganz seinem Hobby – der Musik nämlich. Sechs Songs schrieb er über die Trennung und den Schmerz, den sie mit sich brachte, und diese sechs Stücke ergaben zusammen seine erste EP, Now That You’re Leaving, die er 2006 auf eigene Faust veröffentlichte und die ihm bereits sehr viel Lob von Seiten der Kritiker einbrachte.

 

Asaf Avidan & the Mojos

 

Ende 2006 spielte Asaf Avidan zunächst einige Solo-Konzerte in seiner Heimatregion, versammelte dann aber nach und nach eine Gruppe von Musikern um sich, die schließlich seine offizielle Band werden sollte: The Mojos. Mit der Unterstützung von Ran Nir (Bass), Yoni Sheleg (Schlagzeug), Roi Peled (Gitarre) und Hadas Kleinman (Cello) trat er schon bald in jeder Ecke von Israel auf und machte sogar erste Abstecher nach New York, wo Asaf Avidan & The Mojos es beim MEANY-Festival sogar bis ins Finale schafften. 2007 gingen sie dann erstmals gemeinsam ins Studio und nahmen ein komplettes Album auf: The Reckoning hieß das Ergebnis, auf dem sie 15 Tracks zwischen Rock, Folk und Blues mit ehrlichen Gefühlen und aufrichtigen Texten präsentierten. 

 

Inzwischen hatten Asaf Avidan & The Mojos eine massive Fangemeinde in ihrer Heimat, und so streckten nun auch die ersten Plattenlabel die Fühler nach ihnen aus. Asaf Avidan und sein Bruder (und Manager) Roie Avidan schlugen jedoch alle Angebote aus und fassten den Entschluss, alles selbst in die Hand zu nehmen: Sie gründeten das Label Telmavar Records, auf dem dann auch The Reckoning im März 2008 erscheinen sollte. Ihr Independent-Label-Plan ging auf: Noch im selben Jahr erreichte die LP Goldstatus, wenig später Platin, und schließlich entpuppte sich der Debüt-Longplayer sogar als das erfolgreichste Indie-Album aller Zeiten in Israel!

 

Gegen Ende des Jahres tauchte The Reckoning in diversen Medien als „Album des Jahres 2008“ auf, so zum Beispiel bei TimeOut Tel Aviv. Weak, die zweite Singleauskopplung von The Reckoning, avancierte nach und nach zu einem massiven Radio-Hit und bekam schließlich den Titel „Video des Jahres“ im israelischen Musik-TV. Außerdem wurde der Song als Titelstück für den französisch-australischen Film The Tree von Julie Bertuccelli auserkoren (mit Charlotte Gainsbourg in der Hauptrolle), der 2010 zum Abschluss des Filmfestivals in Cannes gezeigt wurde.

 

Nachdem etliche Labels aus Europa ihm und seiner Band Vertragsangebote zukommen ließen, entschlossen sie sich auch 2009 wieder dafür, alles in Eigenregie anzugehen, als es darum ging, die Sommer-Tour zu planen und zu finanzieren, in deren Rahmen sie schließlich Dutzende von Festivals und Headliner-Shows in Europa spielen sollten. Gegen Ende des Sommers 2009 unterzeichnete Telmavar Records dann einen Lizenz-Deal, so dass The Reckoning in Europa neu aufgelegt werden konnte: Die Kritiker waren aus dem Häuschen, in den französischen iTunes-Charts ging das Album geradewegs auf die #8.

 

In Israel erschien kurze Zeit später, im September 2009, mit Poor Boy/Lucky Man das zweite Album der Band: Es handelte von einem Jungen, der mit einem Loch an der Stelle geboren wird, wo sich eigentlich sein Herz befinden sollte. Daher erschien das Album zunächst sogar einzeln unter den beiden Titeln mit zwei verschiedenen Cover-Entwürfen – denn die Fans sollten für sich entscheiden, ob diese Figur nun arm dran („poor“) oder ein Glückskind („lucky“) sei. Nachdem auch Poor Boy/Lucky Man die Kritiker begeisterte und binnen fünf Monaten vergoldet war in ihrer Heimat, erschien das Album in weiten Teilen Europas abermals mit Verzögerung: Im April 2011. Beim französischen FIP Radio, der Zeitung Libération oder auch im deutschen Eclipsed-Magazin wurde die Platte postwendend zum „Album des Monats“ erklärt.

 

Zwischen 2009 und 2011 waren Asaf Avidan & The Mojos dann so gut wie pausenlos auf Tour und traten dabei größtenteils in Israel und Europa, aber auch in den Staaten, Kanada, China und Indien auf. Ihre Fanbase explodierte während dieser Zeit förmlich, und ihr Ruf als ausgezeichnete Live-Band machte immer weiter die Runde. Absolute Highlights dieser langen Konzertserie waren dabei sicherlich ihr Auftritt am Brandenburger Tor anlässlich der Leichtathletik-WM, ihr Abschluss-Gig beim Filmfestival in Cannes im Jahr 2010 sowie Auftritte zum größten 1.-Mai-Festival in China und ein Tribute-Konzert für The Who in der New Yorker Carnegie Hall. Neben Dutzenden Festivals in Europa – unter anderem traten sie bei Solidays (Frankreich), Latitude (UK), Paleo (Schweiz), Frequency (Österreich) und beim Haldern Pop Festival auf – waren sie auch im Radio und im Fernsehen immer wieder präsent; in Frankreich z.B. in den Shows „Taratata“ und „One Shot Not“, dazu gab es zwei Rockpalast-Shows beim WDR.

 

Am 30. November 2010 erschien schließlich daheim in Israel das dritte Album der Band: Through The Gale ist ein Konzeptalbum, das die Geschichte eines Kapitäns erzählt, der, blind und starrköpfig wie er ist, auf der Suche nach Unsterblichkeit mit seiner Crew bis ins Reich der Götter fahren will. Letztlich muss er jedoch einsehen, dass eine Reise ohne Heimat als Bezugspunkt und ein Leben ohne Tod vollkommen sinnlos sind.

 

Solokarriere

 

Im Juli 2011, nachdem sie gerade von einer langen Sommertour zurückgekehrt waren, in deren Rahmen sie sich unter anderem die Bühne mit Robert Plant, Ben Harper und Lou Reed geteilt hatten, kündigten Asaf Avian & The Mojos eine kreative Auszeit an und ließen die Dauer dieser Pause zunächst offen. Avidan hatte die ganze Zeit über parallel zum Band-Geschehen auch Solo-Gigs gespielt oder war mit anderen Musikern als Duo aufgetreten – sowohl ganz klassisch in Konzerthallen, wie auch bei einer TED-Konferenz als Support von Bob Dylan, ganz zu schweigen von seinem Tribute-Gig für The Who in der Carnegie Hall und den ganzen TV- und Radio-Performances –, und so verwundert es nicht, dass er nun mit seinem Soloalbum in den Startlöchern steht: Avidan hat soeben die Arbeit mit dem Produzenten Tamir Muskat (Balkan Beat Box) beendet und wird sein Soloalbum Different Pulses in Deutschland am 09. November auf Polydor/Universal veröffentlichen. Erst im August war der Wankelmut-Remix seines Reckoning Song in Deutschland, Österreich, der Schweiz und diversen anderen europäischen Ländern auf Platz #1 der Single-Charts geklettert.  

 

 

 

 

 

 

 


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