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13.09.2013

Große Romantik - die "Great Recordings" der Berliner Philharmoniker

Es ist ein Füllhorn: Die Berliner Philharmoniker haben im Laufe eines Jahrhunderts einen Schatz der musikalischen Höhepunkte zusammengetragen. Und einige Edelsteine dieser Arbeit sind in der Box "Great Recordings" versammelt.

Die Berliner Philharmoniker, Große Romantik - die Great Recordings der Berliner Philharmoniker © Matthias Heyde

Zum Beispiel die berühmt gewordenen Aufnahme von Ludwig van Beethovens "Violinkonzert", für die Herbert von Karajan die noch blutjunge Geigerin Anne-Sophie Mutter eingeladen hatte. Sie war dem Maestro bereits 1976 aufgefallen, als er sie nach Berlin einlud und als Solistin mit den Berliner Philharmonikern der großen Musiköffentlichkeit präsentierte. Sie hatte wiederum ihr Debüt als junge Geigerin an der Seite des Maestros gerade hinter sich, als dieser meinte, sie solle sich doch einmal Beethovens "Violinkonzert" widmen. Damals war die Künstlerin 15 Jahre alt und konnte nur schemenhaft erahnen, vor welch gewaltiger Aufgabe sie stand. Nach dem ersten Vorspiel des Werkes beim Maestro schickte Karajan seine Schülerin allerdings mit dem Hinweis nach Hause, sie solle doch  üben und im kommenden Jahr wiederkommen. Die junge Frau ließ sich nicht entmutigen und tat, wie ihr empfohlen wurde. So kam es anno 1980 doch zu ihrer ersten Aufnahme des "Violinkonzertes", nach ausgiebigen Proben und künstlerischer Intensivbetreuung durch den Dirigenten. Sie wurde ein Klassiker der Tonträgergeschichte und ist eines der Glanzstück der Edition "Great Recordings", mit den neben der "Jahrhundert-Edition" die Kooperation der Berliner Philharmoniker mit der Deutschen Grammophon gefeiert wird.

Von Schubert bis Strauss

Darüber hinaus bietet das vielleicht beste Orchester der Welt weitere großartige Momenten aus seiner umfassenden Diskographie. Beethoven ist nicht nur mit dem Violinkonzert vertreten, sondern auch mit der 9.Symphonie unter der Leitung von Carlo Maria Giulini aus dem Jahr 1990. Außerdem gehören die 8. und 9.Symphonie von Franz Schubert, die Karl Böhm 1963 und 1966 eingespielt hat, und die Symphonien Nr. 2 und 4 von Robert Schumann zum Programm, die bereits 1963 und 1964 mustergültig von Rafael Kubelik zusammen mit dem Ensemble verwirklicht wurden. Gustav Mahlers 9.Symphonie ist als Teil des großen Mahler-Zyklus enthalten, den Claudio Abbado zu Beginn des neuen Jahrhunderts aufgenommen hat, und das "Klavierkonzert Nr. 1" von Johannes Brahms ist mit einer neuen Interpretation vertreten, die der Weltklasse-Pianist Krystian Zimerman gemeinsam mit Sir Simon Rattle am Pult des Orchesters 2005 eingespielt hat. Abgerundet werden die "Great Recordings" durch zwei weitere Klassiker: die "Alpensinfonie" von Richard Strauss in der Version von Herbert von Karajan anno 1981 und Orchesterwerke von Richard Wagner, unter anderem unter der Leitung von Wilhelm Furtwängler. So ist diese Box ein pointierter Einstieg sowohl in die Kunst der Berliner Philharmoniker als auch in die opulente Welt der Sinfonik von der Klassik bis zur Spätromantik.


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