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27.10.2015

Vorweihnachtszeit – Stimmungsvolles von den Berliner Philharmonikern

Wir steuern langsam auf Weihnachten zu. Da lohnt es sich, schon einmal Ausschau zu halten nach festlicher Musik. Deutsche Grammophon veröffentlicht jetzt ein anspruchsvolles Weihnachtsalbum der Berliner Philharmoniker.

Die Berliner Philharmoniker, Vorweihnachtszeit – Stimmungsvolles von den Berliner Philharmonikern © DG

Feierliche Musik verfeinert Weihnachten. Ohne sie wäre das Fest nur halb so schön. Die Musik bereitet den Boden, auf dem eine stille, andächtige Stimmung gedeihen kann.

Die Auswahl erleichtern: Fundus der Deutschen Grammophon

Doch das Angebot an weihnachtlicher Musik ist riesig. Der Markt ist überhäuft mit derlei Produkten. Man sieht kaum noch durch, und es fällt schwer, eine gute Auswahl zu treffen. In diesen Fällen leisten Kompilationen, die von seriösen Labeln verantwortet werden, eine unverzichtbare Hilfe. Wenn man auf sie zugreift, dann kann man sicher sein, Musik auf allerhöchstem Niveau geboten zu bekommen. Überdies wird man hier oft auch mit berührenden Schätzen überrascht, die man bislang noch nicht kannte.

Denn neben dem einschlägigen Repertoire an Weihnachtsmusik gibt es auch einen Fundus bislang noch unentdeckter Festmusik, die das versöhnliche Gefühl zum Jahresende ungemein zu bereichern vermag. Neben vielen Klassikern, die man zur Weihnachtszeit nicht entbehren möchte, wartet auch das soeben erschienene Album "Berliner Philharmoniker – The Christmas Album" mit etlichen Überraschungen auf. Die von der Deutschen Grammophon herausgegebene Sammlung ist eine gelungene Mischung aus Altbekanntem und Wiederentdecktem.

Mit feierlicher Intensität: Die Berliner Philharmoniker

Das Gelblabel hat herausragende Aufnahmen der Berliner Philharmoniker aus fünf Jahrzehnten zusammengestellt (1956–1999). Die Sammlung demonstriert eindrucksvoll, dass sich das Orchester kontinuierlich und mit großer Leidenschaft dem weihnachtlichen Musikerbe zugewandt hat. Dabei hat es die qualitativ anspruchsvolle Interpretation von Weihnachtsklassikern ebenso sorgsam gepflegt, wie es sich um die Neuentdeckung selten aufgeführter Werke verdient gemacht hat.

Mit Liedern wie "Still, weil's Kindlein schlafen will", "Vom Himmel hoch, da komm ich her" und "Es ist ein Ros' entsprungen" finden sich drei Weihnachtsklassiker auf dem Album, die in ihrer zärtlichen Einfachheit direkt zu Herzen gehen. Das Besondere an den Aufnahmen: Sie werden vom Blechbläserensemble der Berliner Philharmoniker dargeboten. Dieses Ensemble kultiviert einen ebenso lyrischen wie scharf konturierten Klang, und das verleiht den Weihnachtsliedern eine Feierlichkeit, die umwerfend ist.

Klassiker und Neufunde: Andächtige Stimmungen

Mit Bachs berühmter "Air" aus der dritten Suite in D-Dur, Tschaikowskys "Marsch" aus dem Nussknacker sowie Franz Schmidts "Notre Dame: Intermezzo" kommt man in den Genuss tiefsinniger, träumerisch stimmender Orchestermusik aus drei Jahrhunderten. Herrlich, wie Herbert von Karajan die langen Linien von Bachs "Air" auszukosten versteht und wie er die Berliner Philharmoniker in Hochspannung versetzt, wenn es ans Intermezzo aus Schmidts spätromantischer Oper "Notre Dame" geht. Eine selten gehörte Trouvaille: der "Hymnus für 12 Cellos" von Julius Klengel, einem Leipziger Komponisten und Cellisten der Spätromantik.      

Das Werk erinnert von Ferne an die sinfonischen Dichtungen von Richard Strauss und steckt voller harmonischer Überraschungen. Eine wunderbare Wiederentdeckung! Von andächtiger Qualität ist die geistliche Musik auf dem Album, darunter das ergreifende "Agnus Dei" aus Mozarts Krönungsmesse, mit Sängergrößen wie Sylvia McNair (Sopran) oder Hans Peter Blochwitz (Tenor), unter dem Dirigat von James Levine. Nicht minder eindringlich: die Arie "Großer Herr, o starker König" aus Bachs Weihnachtsoratorium, mit dem imponierenden Bassbariton Heinz Rehfuss, der Bachs heilige Tiefen auslotet. Summa summarum: Ein prächtiges Weihnachtsalbum! 


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