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25.09.2015

"Treat Her Right", seht hier das erste Video des Billy Gibbons (ZZ Top) Solo Albums


Mit Perfectamundo veröffentlicht Concord Records am 6. November 2015 das erste Soloalbum von Billy Gibbons, seines Zeichens Gitarrist und Sänger bei ZZ Top und Mitglied in der Rock and Roll Hall of Fame. Verstärkung holt sich der Musiker von einigen handverlesenen Musikern, die in dieser Zusammenstellung die "BFG’s´" genannt werden. Wie schon der Titel erahnen lässt, hat das Album einen  afro-kubanischen Vibe, der einige Gibbons-Fans überraschen dürfte.
 
Gibbons ist einer der größten Namen im Bereich Bluesrock/ Hardrock, aber bevor er 1967 seine erste Psych-Punk-Garage-Platte mit Moving Sidewalks (der legendären Vorgängerband von ZZ Top) herausbrachte, studierte er in Manhattan Lateinamerikanische Percussion bei niemand geringerem dem unübertroffenen "Mambo King" Tito Puente. Dieser brachte Gibbons auf Conga, Bongo, Maracas und vor allem Timbales alles über lateinamerikanische Rhythmen bei, was es zu wissen gibt. "Diese Instrumente wieder zu spielen, war eigentlich, wie wenn man nach langer Zeit wieder auf sein altes Fahrrad steigt", erinnert sich Gibbons.
 
Den Impuls zu dem von Gibbons und Joe Hardy in Houston, Los Angeles, Austin und Pontevedra, Spanien eingespielten und produzierten Album gab eine von seinem in Argentinien geborenen und in Puerto Rico aufgewachsenen Freund und musikalischen Partner Martin Guigui überbrachte Einladung für Gibbons, beim Havana Jazz Festival 2014 aufzutreten. Nach Kuba konnte Billy zwar nicht reisen, aber er entwickelte in seinem Studio in Houston die Idee eines Albumprojekts mit afro-kubanischem Touch. Und als er seinen Tontechnikern einen Flyer eines neueröffneten kubanischen Restaurants mit dem Namen Sal Y Pimienta (Salz und Pfeffer) zeigte, hatte der erste Song auf Perfectamundo seinen Titel.
 
Als nächstes kam eine "spenglische" Version des Klassikers "Got Love If You Want It" vom Louisiana Swamp-Blues Maestro Slim Harpo und eine afro-kubanisch eingefärbte Interpretation des Bluesklassikers "Baby Please Don’t Go" von Lightnin‘ Hopkins. Was sich entwickelte, war eine vollständige Verschmelzung von Gibbons Wurzeln in der Bluestradition Houstons mit kubanischen Rhythmen. Nach den ersten drei Tracks suchte Gibbons nochmals den Rat und die Inspiration von Guigui und von Chino, einem kubanischen Freund, der selbst ein Quartett in New York hat. "Chino gab uns gewissermaßen seinen Segen für unsere Bemühungen und unsere Arbeit", erzählt Gibbons. "Er war ganz optimistisch, dass wir auf dem richtigen Weg waren und diese Bestätigung brauchten wir eigentlich nur, um ihn auch weiterzugehen."
 
BFG & Co. besteht also aus Guigui am Klavier und B3, B3-Spieler Mike Flanigan (der Gibbons gemeinsam mit Guigui auch auf den aktuellen Solokonzerten begleitete), Sänger/Bassist Alex Garza und Drummer Greg Morrow; Co-Produzent Hardy unterstützt nach Bedarf an Gitarre, Keyboards, Bass und Gesang, und auch Gary Moon ist an der Gitarre zu hören. Gibbons selbst singt natürlich und spielt Gitarre, aber zusätzlich nahm er auch den Bass in die Hand, spielte B3 und Klavier, sowie Timbales und andere Rhythmusinstrumente. Chino tritt als Teil des erfahrenen Cubano Nationale Beat Generator Percussion Ensembles in Erscheinung. Insgesamt kann man festhalten, dass die Musiker ein bemerkenswertes Verständnis für die kubanische Musik vor den 1950ern zeigen und sich gleichzeitig im Bereich Rock und Metal auskennen (siehe ZZ Top und Led Zeppelin). Dieses Zusammenspiel macht Perfectamundo zu einem einzigartigen Projekt.    
 
Auf dem Titeltrack und auf "You’re What's Happenin’, Baby" und "Quiero Mas Dinero" kommt dank Garza aus Houston (a.k.a. Alx Guitarzza) sogar ein Hauch HipHop durch. Weitere wirklich großartige Tracks sind "Pickin‘ Up Chicks on Dowling Street" – ein Song der durch und durch nach Billy Gibbons klingt; das mysteriöse "Hombre Sin Nombre", der Hardrock-Track "Piedras Negras", und der heiße, B3-lastige Abschlusstrack "Q-vo". Mit "Treat Her Right" nimmt sich Gibbons einen etwas anderen Houston-Klassiker vor und offeriert eine brodelnde und perkussive Version von Roy Heads eigentlich von Bläsern dominiertem Hit von 1965.

Perfectamundo – der Name ist Programm. Und auch wenn dies seine erste Veröffentlichung als Solokünstler ist, war Gibbons in letzter Zeit auch neben seiner im Hintergrund weiterlaufenden Arbeit mit seinen ZZ Top-Kollegen Dusty Hill und Frank Beard sehr aktiv. Für Perfectamundo hat Gibbons allerdings den absoluten Segen von Beiden erhalten.

Das musikalische Genie Billy Gibbons zeigt sich auf seinem ersten Soloalbum erfrischend, überraschend, und vor allem … Perfectamundo. ¡Escuchemos!

Seht hier das erste Video seine Solo Abums zur Single "Treat her right"


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