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03.02.2010

Biografie 2010

Brings
Biographie 2010

Peter Brings - Gesang, Gitarre
Stephan Brings - Bass, Gesang
Kai Engel - Keyboards, Gesang
Harry Alfter - Gitarre, Gesang
Christian Blüm - Schlagzeug, Gesang

Halleluja! Hochsaison bei Brings. Kölns Lokalmatadoren sind in diesen Tagen wieder allgegenwärtig. Die Band rast von Auftritt zu Auftritt. Oft beglücken sie ihre Fans - und die gehen mittlerweile durch alle Generationen - gleich auf mehreren Veranstaltungen an einem Tag. Klarer Fall, es ist Karneval. Zwischen dem 11.11. (dem offiziellen Start der Karnevalssession) und Aschermittwoch geben die fünf Jungs von Brings so viele Konzerte wie Komparsen in ihrem fulminanten Videoclip zu "Halleluja" mitwirken. Knapp 200 Konzerte also in wenigen Wochen, was an Kölns amtlicher Karnevalsrockband natürlich nicht spurlos vorüber geht. Aber die Fünferbande weiß sich stets zu motivieren und den Konzertmarathon erleben sie dank all der Euphorie, die ihnen das Publikum schenkt, wie im Rausch.

"Halleluja", die neue Single mit dem biblischen Titel und dem unwiderstehlichen Disco-Beat, ist ein weiterer musikalischer Husarenstreich in der unendlich scheinenden Erfolgssaga von Brings. Der in Windeseile mit schönsten Chartsweihen gesegnete Stimmungshit ist ein mehr als gelungener Einstand auf dem EMI-Label Rhingtön. Die Rückkehr zur EMI, der Plattenfirma, bei der Brings ihre Karriere begannen, hat dem Quintett offensichtlich noch zusätzlichen Schwung verliehen. Der mitreißende Videoclip zu "Halleluja" zeigt in rasanter Kamerafahrt ausgelassen tanzende Laiendarsteller: Narren und Nonnen, die auf den Tresen tanzen. Ein zum Mitfeiern animierender Coup von Kölns beliebtester und erfolgreichster Karnevalsrockband. Brings präsentieren sich 2010 in Topform.

Die von den Brüdern Peter und Stephan Brings gegründete Band hat in den zwei zurückliegenden Jahrzehnten schon so ziemlich alle Hochs und Tiefs erlebt, die man als Musiker erleben kann. Ende der 1990er hatte die Band mit den berühmten Vätern (neben Rolly Brings sind das Gesangslegende Tommy Engel und der Politiker Norbert Blüm) ihre besten Jahre schon vermeintlich hinter sich. Dann gelang ihnen im Jahr 2000 mit "Superjeilezick" das, was man gut und gerne als Sechser im Lotto bezeichnen kann. Diese zündende Powerpolka ist mit jedem Jahr bekannter geworden und gehört mittlerweile weit über den Karneval hinaus zu den populärsten Songs Kölscher Mundart überhaupt. Dank "Superjeilezick" öffneten sich für Brings Tür und Tor in der närrischen Hochburg Köln. Für die Band begann eine neue Zeitrechnung samt einem rundum gelungenen Imagewandel.

Dann ging es eigentlich Schlag auf Schlag. Kaum eine Karnevalssession in den letzten Jahren ist ohne einen neuen Stimmungshit von Brings ins Land gezogen. "Poppe, Kaate, Danze" (anfänglich noch als Skandalnummer gehandelt, mittlerweile eine der ganz großen Zugnummern der Band), "Su lang mer noch am Lääve sin" oder auch das stets rührseligen Stimmungsaufruhr auslösende "Mama, wir danken dir" sind klingende Beweise, wie gut Brings die Befindlichkeiten und Seelenlagen ihrer Mitmenschen kennen. Einen absolut guten Riecher haben sie auch für originelle Coverversionen entwickelt: "Man müsste noch mal 20 sein" (die Adaption des 50er-Jahre-Hits vom Kölner Urgestein Gerhard Jussenhoven) und dem Zarah-Leander-Evergreen "Nur nicht aus Liebe weinen" haben sie mit Schmackes neues Leben eingehaucht. Dabei verstehen sie es aufs Beste, Zigeunermelodien, Polkas und anderen folkloristischen Zündstoff nahtlos in ihre eigenen Songs einzubauen und mit der Wucht von Rockmusik zu verstärken. "In einem Karnevalsset versuchen wir, in einer halben Stunde die Essenz von einem Konzert wiederzugeben. Wir wollen den Leuten das Gefühl geben, doch mal vorbeizukommen und sich ein richtiges Konzert anzugucken", sagt Peter Brings, der sich mit seinen Mannen in jede Performance mit Leib und Seele reinhängt.

Brings haben noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Dass sie bisweilen mit ihren Songs auch angeeckt sind, hat sie letztendlich nur noch populärer gemacht. Auch wenn Karneval für Brings nicht alles ist, sind sie zu Recht stolz, dass sie ihn mit ihrer Rock'n'Roll-Attitüde ein wenig revolutioniert haben. "Wir sind nicht in den Karneval gegangen, wir sind eigentlich gerufen worden", so Peter Brings. "Der konservative Karneval war eigentlich genau das Richtige für uns. Unsere Lieder funktionieren dort so gut, weil alle die Sprache kennen, aber sie sonst keiner so präsentiert." Heute mag sich bei den Musikern, die für jeden Spaß zu haben sind, die Art ihrer Auftritte geändert haben, durch ihren besonderen Stellenwert im Kölner Karneval sind sie präsenter denn je und erfreuen sich auch im Fernsehen zunehmender Beliebtheit.

Die ersten zehn Jahre haben Brings noch ein anderes Leben geführt. Ihr bodenständiger Mundart-Rock hatte schnell landesweit einen hervorragenden Ruf. Schon 1991, im ersten Jahr nach der Bandgründung, gaben sie gleich reihenweise Konzerte. Auftritte bei "Rock am Ring" oder im "Rockpalast" waren der beste Beweis für ihr Renommee als überzeugender Live-Act. Rückblickend sind Brings besonders stolz auf ihre ersten, von Klaus "Major" Heuser produzierten Alben, allen voran "Kasalla" aus dem Jahr 1992, jenem Jahr, in dem Brings sich in der AG Arsch huh neben vielen anderen Bands und Musikern aus dem Rheinland politisch stark engagierten. Viele Songs von Brings zeichnen sich damals durch Lebensnähe und Lokalkolorit aus, und spiegeln so die Liebe zu ihrer Stadt und dessen Menschenschlag wider. Ein weiteres Highlight in der Bandgeschichte war das Open-Air-Konzert, das Brings mit zahlreichen prominenten Gästen (Klaus Lage, The King, Purple Schulz) anlässlich ihres zehnjährigen Bandjubiläums vor 25.000 Zuschauern im Kölner Volksgarten gaben.

Nichts geht über zünftige Heimspiele: Das Kölner E-Werk mit seinem Fassungsvermögen von knapp 2000 Zuschauern ist inzwischen quasi zu ihrem Wohnzimmer geworden, wie die Band selbst sagt. Im E-Werk (oder alternativ im Theater am Tanzbrunnen) geben sie seit einigen Jahren regelmäßig zu Weihnachten zehn oder noch mehr Konzerte hintereinander, spezielle Weihnachtsshows mit exklusiven Screenings, ausgeklügelter Choreographie und einer dynamischen Show, die die Hallenbesucher zum Toben bringt. Wenn die laufende Karnevalssession vorbei ist - und ihr "Halleluja" noch immer durch die Partysäle jeglicher Fasson schallt - werden Brings sich auf die Aufnahmen zu ihrem neuen Studioalbum konzentrieren, das im Herbst erscheinen soll. Zum dann anstehenden 20-jährigen Bandjubiläum haben sie sich natürlich besonders viel vorgenommen. Freuen wir uns schon jetzt auf eine supergeile Zeit!

Januar 2010


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