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17.10.2014

Wesseltoft/Schwarz/Berglund - Ambient-Jazz-Vögel_1

Bugge Wesseltoft, Wesseltoft/Schwarz/Berglund - Ambient-Jazz-Vögel_1

Drei Vögel zwitschern auf dem Cover des neuen Albums von Elektro-Jazz-Pionier und Album-Bestseller Bugge Wesseltoft („New Conception Of Jazz“). Sie sollen Wesseltoft, Elektronik-Spezialist Henrik Schwarz und Bassist Dan Berglund darstellen, die zwar weder zwitschern noch singen, aber dennoch mitreißenden elektronisch-akustischen Ambient-Jazz fabrizieren.  

 

Bugge Wesseltoft scheint derzeit vor kreativer Energie zu Bersten. Erst vor wenigen Monaten stellte er auf der gleichnamigen CD sein Worldmusic-Projekt “OK World” mit Musikern aus insgesamt sieben Ländern vor. Jetzt folgt mit “Trialogue” schon der nächste Streich. Und für den hat Bugge sein bahnbrechendes Duo mit dem Berliner Elektronik-Spezialisten Henrik Schwarz durch den schwedischen Bassisten Dan Berglund, einst Mitglied des populären Esbjörn Svensson Trios (e.s.t.), zum Trio erweitert. “Wenn man mit Bass und Piano arbeitet, nähert man sich eher der traditionellen Idee eines Jazztrios an”, erklärte Henrik Schwarz in einem Interview. “Der harmonische Rahmen ist festgelegter als sonst. Und ab dem Moment, in dem man zu Dritt zusammenspielt, folgt man einer Art etablierter Route. ‘Trialogue’ geht ganz sicher mehr in Richtung eines konventionellen, klassischen Jazzalbums als unser Duo-Vorgänger. Diesmal wollte ich auch Songs schreiben, an Arrangements, Melodien und Harmonien herumfeilen. Die letzte Aufnahme, bei der wir überwiegend einen Computer und einen Flügel verwendeten, basierte weitaus mehr auf Improvisation. Sie war sehr ungeschliffen, besaß aber auch eine gewisse Schönheit. Diese Schönheit wollten Bugge und ich wieder einfangen und verfeinern.”

 

Und dies ist Wesseltoft, Schwarz und Berglund auch glänzend gelungen. Gemeinsam definieren sie auf “Trialogue” das Genre Ambient-Jazz neu, indem sie eine kohärente Ästhetik und vollkommen eigene Musiksprache kreieren. Eine Musiksprache, mit der sie nicht nur den Hörer erstaunen werden, sondern bei den Aufnahmen auch immer wieder sich selbst überraschten. Atmosphärische Ambient-Passagen wechseln sich ab mit treibend-energetischen Schwaden futuristisch-bluesiger Jams. Eine durch und durch postmoderne Klangwelt, oder, einfacher formuliert: schlicht großartige Musik.


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