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14.02.2011

Caro Emerald: Hollands neue Pop-Jazz-Queen

Die Niederlande haben einen neuen Exportschlager: Sängerin Caro Emerald und ihr aufregendes Debütalbum “Deleted Scences From The Cutting Room Floor”.

Text: Jörg Eipasch | Foto: Adrie Mouthaan


2007 erhielt die niederländische Sängerin Caro Emerald einen überraschenden Anruf von zwei Produzenten namens David Schreurs und Jan van Wieringen. Diese brauchten einen Ersatz für ihre Demo-Sängerin, die einen neuen Song für einen japanischen Pop-Act aufnehmen sollte. Dieser Song wurde zusammen mit dem kanadischen Songwriter Vince Degiorgio geschrieben und bescherte Caro Emerald später den Durchbruch.

Nachdem Caro den Song im Studio einsang gefiel ihr "Back It Up" so sehr, dass sie ihn in ihrer Liveshow aufnahm. Ein Jahr später bot ihr ein lokaler Fernsehsender einen Auftritt in Amsterdam an. Nach dem Auftritt wurde der Sender von Mails und Briefen der Begeisterung überschüttet. Alle wollten mehr von diesem unbekannten Mädchen wissen. So kam Caro auf die Idee ein No-Budget-Video mit einem Freund zu drehen und es anschließend auf YouTube zu stellen. Auch hier war die Begeisterung der Zuschauer groß und sie baten Caro den Song auf iTunes zu verkaufen.

Doch zunächst wollten sich David, Vince, Jan und Caro auf ein Album konzentrieren. Inspiriert von den 40ern und 50ern nahmen sie ein Album mit 12 Songs auf. Das Album vereint Swing, Film-Tango, groovige Jazz-Tracks und feurige Mambos, die so klingen, als wären sie 1951 in den berühmten Studios von Hollywood aufgenommen worden. Doch durch die heißen Beats, die eingängigen Songs und die innovative Produktion sind die Songs auch sehr modern.

Vor der Veröffentlichung der ersten Single "Back It Up" gründeten David Schreurs und Jan van Wieringen ein eigenes Label mit dem Namen Grandmono Records. Die Single erschien am 6. Juli 2009 und wurde von den niederländischen Radiosendern rauf und runter gespielt. Auch die zweite Single "A Night Like This" war ein einschlagender Erfolg, so wurde der Song Platz 1 der niederländischen Single Charts und Song für eine Martini Online-Kampagne.

Kurze Zeit später wurde das lang erwartete Album "Deleted Scences From The Cutting Room Floor" veröffentlicht. Auch das Album schaffte es auf Platz eins der niederländischen Charts und erreichte in 6 Wochen Platin, bis heute sogar Doppelplatin. Von den 19 Wochen, die es in den Charts war, stand es 17 Wochen auf Platz 1. Ein neuer Rekord in den Niederlanden, noch nie stand ein inländischer Künstler solange auf Platz 1. Die Single "Back It Up" erregte auch international Aufmerksamkeit bei verschiedenen Plattenlabels und nun ist das Album Anfang Februar endlich auch in Deutschland erschienen.

Nein, nach übriggebliebenen Schnipseln vom Boden des Schneideraums hört sich das Album, trotz des Titels “Deleted Scences From The Cutting Room Floor” wahrlich nicht an. Ganz im Gegenteil: Mit den zwölf brillanten Songs ist der 29-Jährigen aus Amsterdam, die sich - wie eines ihrer gelegentlich spürbaren Vorbilder - gerne mal mit einer ausladenden Blume im Haar schmückt, ein überraschender Coup gelungen. In ihrer Heimat landete sie damit jedenfalls den Bestseller des Jahres, schubste Michael Jackson galant von Platz 1 der Charts und sammelte Preise, vom Edison Award als beste Künstlerin bis zum Popprijs als beste Popkünstlerin, und fünf (!!!) Platinauszeichnungen. Und auch in Deutschland stieß sie nicht auf taube Ohren: Im Sauseschritt schnellte sie auch hier auf den ersten Rang der Amazon Jazz Charts hoch.

Keine Frage: Caro Emerald (eigentlich: Caroline Esmeralda van der Leeuw) gibt auf dem internationalen Parkett zwischen Jazz und Pop eine blendende Figur ab und wird sicher auch in Zukunft noch Schlagzeilen machen.

Wer bei dem Album soundmäßig auf den aparten Retro-Geschmack kommt, ist dazu eingeladen, sich bei iTunes kostenlos eine mit iPhone, iPod Touch und iPad-kompatible “Caro Emerald Grandmon-O-Graph”-Applikation herunterzuladen, mit der er/sie dann seine/ihre eigenen Versionen der Songs von “Deleted Scences From The Cutting Room Floor” aufnehmen kann. Die passende Begleitung, im Stile der 50er Jahre, liefert ihm die feine Applikation.


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