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26.10.2006

Cat Stevens alias Yusuf Islam ist zurück

Yusuf Islam, Cat Stevens alias Yusuf Islam ist zurück
Es hätte 100 Gründe für ihn gegeben, sich vom liederlichen Musikbusiness zu verabschieden. „Heute gibt es vielleicht 101 gute Gründe, warum ich wieder Musik machen und singen möchte“, begründet der einstige Cat Stevens die kurz
bevorstehende Veröffentlichung eines brandneuen Studioalbums. Für Folkfans markiert es die Rückkehr eines Messias.

Vor fast dreißig Jahren wäre der Komponist von „Morning Has Broken“, „Moon Shadow“ und „Wild World“ um ein
Haar im Pazifischen Ozean ertrunken. Kurz darauf feierte Cat Stevens seine Wiedergeburt als Moslem und nannte sich Yusuf Islam. Längst des Star-Daseins überdrüssig („Ich lebte in einer Kapsel“), fing der erfolgreichste Singer-Songwriter aller Zeiten ein komplett neues Leben an.

Schlagzeilen machte er fortan als Begründer diverser muslimischer Schulen in London und als ihm 2004 aus „Gründen der nationalen Sicherheit“ die Einreise in die USA verweigert wurde, was einen politischen Skandal auslöste. Yusuf Islam wird auch heute noch - 36 Jahre nach seiner bahnbrechenden LP „Tea For The Tillerman“ - jedes Mal von Autogrammjägern umlagert, sobald er in der Öffentlichkeit auftritt. Die Musik von Travis oder Coldplay ist ohne seinen
Einfluss undenkbar.

Nach seiner Konvertierung hatte Yusuf Islam alle „lasterhaften“ Musikinstrumente aus seinem Haus verbannt. Als sich später aber sein ältester Sohn eine Gitarre kaufte, konnte er diese nicht mehr liegenlassen. 2004 nimmt er sie zur Hand und wird sofort wieder von der Musik in ihren Bann gezogen. Er entscheidet sich zur Aufnahme eines neuen Albums. Ein „Warm-Up“ zur neuen CD „An Other Cup“ (erscheint am 10.11.2006) war sein Duett von „Father and Son“ mit Ronan Keating. „Ich wollte da eigentlich nur kurz im Studio vorbeischauen und ein paar `Uuuhs´und `Aaahs´ machen. Aber dann fing ich an zu singen, und es klang GUT“, erzählt Islam schmunzelnd.

Rick Nowels (bekannt durch Madonna, Stevie Nicks, Dido und Rod Stewart) produzierte „An Other Cup“, das stilistisch und atmosphärisch nahtlos an Cat Stevens´ Glanzwerke der 60er und 70er anknüpft. Bis auf eine Coverversionvon "Don't Let Me Be Misunderstood" besteht es aus neuen Songs, die der gepriesene Londoner jahrzehntelang im Hinterkopf hatte und dann in kurzer Zeit auskomponierte. Wesentliches Motiv seines Comebacks ist der Wunsch, den Abgrund zwischen dem Islam und dem Westen zu überbrücken. „Das Paradies sehen wir in den Augen der anderen“, sagt der Ex-Cat Stevens heute.

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