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Biografie

30.09.2014

Biografie

Seit über zwei Jahrzehnten schon gehört Cecilia Bartoli ohne Frage zu den führenden Künstlerinnen im Bereich der klassischen Musik. Jede ihrer bevorstehenden Opernrollen, ihre neuen Konzertprogramme und Aufnahmen (exklusiv bei Decca) werden in aller Welt stets mit grosser Spannung erwartet. Die immense Popularität ihrer Solo-Veröffentlichungen, darunter The Vivaldi Album, Italian Arias (Gluck), The Salieri Album, Opera proibita, Maria, Sacrificium und Mission, schlägt sich sowohl in sensationellen Verkaufszahlen nieder, die sie eindeutig zur kommerziell erfolgreichsten klassischen Musikerin der heutigen Zeit machen – mehr als 10 Millionen verkaufter Exemplare ihrer Audio- und Videoveröffentlichungen, die sich weit über 100 Wochen lang in den internationalen Pop-Charts hielten und es mehrfach zu Gold- und Platinstatus brachten –, als auch in bedeutenden Auszeichnungen, darunter, neben vielen anderen prestigeträchtigen Preisen, fünf Grammys® (USA), zehn Echos und ein Bambi (Deutschland), zwei Classical Brit Awards (Großbritannien) und die Victoire de la Musique (Frankreich).

Cecilia Bartoli hat Millionen Menschen in aller Welt die klassische Musik nahe gebracht, und sie ist stolz darauf, dass durch die Beliebtheit ihrer Projekte viele Diskussionen in Gang gesetzt wurden, die jedes Mal zur umfassenden Neubewertung und Wiederentdeckung lange vergessener Komponisten und Werke führten.

Zu den ersten Dirigenten, mit denen Cecilia Bartoli arbeitete, gehörten Herbert von Karajan, Daniel Barenboim und Nikolaus Harnoncourt. Sie wurden schon auf Bartoli aufmerksam, als diese gerade erst ihre vokale Ausbildung bei ihren Eltern in ihrer Heimatstadt Rom abgeschlossen hatte. Seitdem hat sie mit vielen renommierten Dirigenten, Pianisten und Orchestern zusammengearbeitet. In den letzten Jahren konzentrierte sie sich besonders auf die Arbeit mit bedeutenden Orchestern, die zeitgenössische Instrumente und historische Aufführungspraxis einsetzen (zu nennen wären hier die Akademie für Alte Musik, Les Arts Florissants, I Barocchisti, der Concentus Musicus Wien, das Freiburger Barockorchester, Il Giardino Armonico, das Kammerorchester Basel, das Ensemble Matheus, Les Musiciens du Louvre, das Orchestra of the Age of Enlightenment und das Zürcher Orchester La Scintilla). Darüber hinaus nehmen auch Orchesterprojekte, deren künstlerische Gesamtkonzeption ihr obliegt, immer größeren Raum ein. Höhepunkte dieser Arbeit sind die Programme, die sie gemeinsam mit den Wiener Philharmonikern entwickelt und realisiert hat.

Cecilia Bartoli tritt in den bedeutendsten Konzertsälen in Europa, Nordamerika, Asien und Australien auf. Sie ist auf den Bühnen der renommiertesten Opernhäuser und Musikfestivals zu erleben, darunter die Metropolitan Opera in New York, das Royal Opera House, Covent Garden in London, die Mailänder Scala, die Bayerische Staatsoper in München, die Salzburger Festspiele, das Opernhaus Zürich und das Théâtre des Champs-Élysées in Paris.

2008 beschäftigte sich Cecilia Bartoli intensiv mit dem frühen 19. Jahrhundert – dem Zeitalter der italienischen Romantik und des bel canto – und besonders mit der legendären Sängerin Maria Malibran, deren Geburtstag sich am 24. März 2008 zum 200. Male jährte. Aus Anlass dieses Jubiläums veröffentlichte die Künstlerin das Album Maria (Edison Award, Prix Caecilia) und die DVD Maria (The Barcelona Concert/Malibran Rediscovered). Höhepunkte ihrer Hommage an Maria Malibran und die »Romantische Revolution« waren die erste Gesamteinspielung von La sonnambula auf historischen Instrumenten und mit einem Mezzosopran in der Titelrolle (an ihrer Seite sang Juan Diego Flórez den Elvino) sowie eine historisch informierte Aufführung der Norma im Konzerthaus Dortmund im Juni 2010, bei der Cecilia Bartoli die Titelpartie sang.

Während der Spielzeit 2009/2010 widmete sich die Künstlerin vor allem der Wiederentdeckung von Musik für die großen neapolitanischen Star-Kastraten des 18. Jahrhunderts. Die Veröffentlichung des alle Rekorde brechenden Solo-Albums Sacrificium im Oktober 2009 wurde von Konzerten in allen bedeutenden musikalischen Hauptstädten Europas flankiert.

2010 wurde auch Halévys tragikomische Oper Clari in einer Produktion des Opernhauses Zürich von Decca auf DVD veröffentlicht; Cecilia Bartoli übernahm die einst von Maria Malibran uraufgeführte Rolle, und Adam Fischer leitete das Orchester La Scintilla, das auf historischen Instrumenten spielte. Ferner erschien Sospiri auf CD und als digitaler Download, eine sehr persönliche Zusammenstellung von Arien aus den beliebtesten Alben der Künstlerin. Im Herbst 2012 erschien das Album Mission, das Arien und Duette des Barockkomponisten Agostino Steffani präsentiert. Cecilia Bartolis Partner bei diesem multimedialen Projekt (zu dem unter anderem eine spezielle iPad-App gehört) waren neben Philippe Jaroussky auch der Coro della Radiotelevisione Svizzera und das Originalklang-Orchester I Barocchisti unter der Leitung von Diego Fasolis. Im Zusammenhang mit diesem begeistert gefeierten Projekt (»[Mit Mission] übertrifft sie sich selbst … Ja, es ist, als hätte diese Musik nur darauf gewartet, von einer Individualistin wie der Bartoli entdeckt zu werden«, schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung) unternahmen Cecilia Bartoli, I Barocchisti und Diego Fasolis 2012/13 eine ausgedehnte Europatournee. Im September 2013 erschien ihre gemeinsame Aufnahme von Steffanis Stabat Mater.

2012 wurde Cecilia Bartoli Künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele. In ihrem ersten Jahr lag der Themenschwerpunkt auf Kleopatra. 2013 trug das Festival das Motto »Sacrifice – Opfer – Victim«; einen neuen Meilenstein in Cecilia Bartolis Karriere bildete ihr Bühnendebüt als Norma (Giovanni Antonini leitete das Orchester La Scintilla). Im gleichen Monat, Mai 2013, fand die Audio-Veröffentlichung von Bellinis Oper mit Cecilia Bartoli in der Hauptrolle und unter der Leitung von Antonini statt.

Im März 2014 erschienen zwei Rossini-Opern mit Bartoli auf DVD/Blu-ray: Le Comte Ory und Otello. Im April sang sie die Desdemona im Otello bei ihrer triumphalen Rückkehr zur Pariser Opernbühne nach über 20 Jahren. Im Oktober dieses Jahres veröffentlicht Decca St Petersburg, ein Album mit Barockarien, die für den Hof Katharinas der Großen und zweier ihrer Vorgängerinnen geschrieben wurden. Diese musikalischen Schätze aus dem zaristischen Russland wurden von Cecilia Bartoli selbst in St. Petersburg entdeckt und bieten erstmals die Gelegenheit, sie auf Russisch singen zu hören. Auch bei diesem Projekt arbeitet sie mit I Barocchisti und Diego Fasolis zusammen.

Cecilia Bartoli wurde in Italien zur “Cavaliere” ernannt, ist “Accademico effettivo” von Santa Cecilia in Rom, trägt die französischen Titel “Chevalier des Arts et des Lettres”, “Chevalier de la Légion d’Honneur” und “Officier de l’Ordre du Mérite” und ist Ehrenmitglied der Royal Academy of Music in London sowie der Königlich Schwedischen Musikakademie. Sie erhielt den prestigeträchtigen italienischen Preis Bellini d’Oro, eine Medalla de Oro al Mérito en las Bellas Artes (eine der höchsten Auszeichnungen des spanischen Kulturministeriums) sowie die Médaille Grand Vermeil de la Ville de Paris. Anlässlich des Händeljahres 2009 wurde Cecilia Bartoli zum Ehrenmitglied des Expertenbeirates der Stiftung Händel-Haus in Halle ernannt und im folgenden Jahr erhielt sie den Händel-Preis Halle. Ebenfalls im Jahre 2010 erhielt sie den berühmten dänischen Léonie-Sonning-Musikpreis in Copenhagen im Beisein Ihrer Majestät Königin Margrethe II sowie einen Ehrendoktortitel des ehrwürdigen University College in Dublin. Im Jahre 2012 erhielt sie den Herbert-von-Karajan-Preis in Baden-Baden, außerdem einen seltenen SwissAward für Kultur, und sie wurde vom Fürstentum Monaco zum Chevalier de l’Ordre du Mérite Culturel erklärt.

9/2014