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05.04.2006

Originals - Bartoli & Salome: Zauber des Bewährten

Cecilia Bartoli, Originals - Bartoli & Salome: Zauber des Bewährten

Eine der erfolgreichsten und schillerndsten Klassik-Editionen geht in die nächste Runde. Unter dem Signum The Originals öffnen die Philips und die Decca in diesem Frühjahr ihre Archive und präsentieren hochdekorierte und vielgelobte Aufnahmen aus ihrem reichhaltigen Repertoire im preiswerten Gewand der Reihe. Allen Einspielungen gemeinsam sind dabei nicht nur das hohe künstlerische Niveau der Interpretationen und die ausführlich kommentierten Booklets, sondern auch das 96kHz - 24bit-Remastering der Originalbänder auf dem neuesten Stand der Technik. Unter solchen Voraussetzungen klingen selbst Klassiker wie Cecilia Bartolis "Mozart Portraits" oder Soltis berühmtes Dirigat der "Salome" wie eben erst aufgenommen.

Als sich Cecilia Bartoli im Jahr 1993 an die Ausgestaltung eines Mozart-Programms machte, gehörte sie bereits zu den wichtigsten neuen Stimmen der Opernszene. Sie hatte an der Scala gesungen, sich in New York an der Met vorgestellt und war in der laufenden Saison im Begriff, sich in Salzburg einen Namen zu machen. Da passte es gut, dass sich die clevere Römerin Mozart als Mentor eines neuen Albums herausgesucht hatte. Allerdings ging es Bartoli weniger darum, mit den Hit-Partien zu glänzen, als eher um eine möglichst umfassende und charakteristische Darstellung der Besonderheiten, mit der  der Salzburger Genius vor allem die Gesangs-Rollen der Frauen neu definierte - ein Prinzip übrigens, das sie später etwa mit dem Salieri-Album oder dem Vivaldi-Album noch weiter präzisierte. Dementsprechend gezielt war auch die Auswahl der Arien. Bartoli entschied sich für drei Melodien aus "Cosi Fan Tutte", zwei aus "Le Nozze di Figaro" und zwei aus dem "Don Giovanni", die sie um die 1785 entstandene Kantate "Davidde penitente, KV 469" und die frühe Motette "Exsultate, jubilate, KV. 165" aus dem Jahr 1773 ergänzte. Als Ensemble hatte sie das Wiener Kammerorchester untern der Leitung von György Fischer zur Verfügung, was sich als gelungene Kombination herausstellte. Die Aufnahmen entstanden im März und April 1993 im Mozartsaal des Wiener Konzerthauses und dokumentieren eine junge Künstlerin auf einem interpretatorischen Niveau, das nicht nur in Hinblick auf Vitalität und Witz, sondern auch in Bezug auf Klarheit und Komplexität der Darstellung Maßstäbe setzte.


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