Backstage
Christian Thielemann BACKSTAGE EXCLUSIV

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12.01.2010

Kurz gemeldet

Christian Thielemann, Kurz gemeldet © Mat Hennek / DG

Die Münchner können hoffen. Da Christian Thielemann beschlossen hat, seinen Dirigentenposten bei den Philharmonikern aufzugeben, könnte nun ein anderen renommierter Dirigent für neuen Wind sorgen. Jedenfalls hat in etwa zum gleichen Zeitpunkt wie Thielemann sein estnischer Kollege Paavo Järvi beschlossen, den Chefsessel des Cincinnati Symphony Orchestras frei zu machen. Mit Saisonende 2011 will er sich neuen Herausforderungen stellen und München könnte eine davon sein. Jedenfalls gab er unlängst bei den Bayern ein umjubeltes Konzert, das durchaus Perspektiven eröffnet.

Der Kultursender Arte schwingt sich auf das Chopin-Jahr ein. Am 31.Januar berichtet der TV-Kanal den ganzen Tag über aus Nantes von dem Festival „Folle Journée“, das sich in der Ausgabe 2010 ganz dem Werk des polnischen Komponisten verschrieben hat. Musik und Berichte, Gespräche und Stareinlagen bestimmen das Programm einschließlich des fulminanten Abendkonzerts um 19 Uhr. Mehr Musik gibt es dann am 1.März zu erleben, wenn Arte live aus Warschau die große Chopin-Gala mit Koryphäen wie Martha Argerich und Yundi Li übertragt. Eine Woche später kommt am 7.März schließlich einer der wichtigsten jungen Chopin-Interpreten, der Pianist Rafał Blechacz zu Gehör. Ein Programm für Genießer. Weitere Infos auf arte.tv.

Am vergangenen Freitag starb der Dirigent und langjährige Leiter der Berliner Staatsoper Unter den Linden Otmar Suitner im Alter von 87 Jahren in Berlin. Suitner war eine der prägenden Persönlichkeiten der musikalischen Nachkriegszeit und führte des Traditionshaus zwischen 1964 und 1991 als Generalmusikdirektor. Der geborene Innsbrucker und Absolvent des Mozarteums wirkte nach seinen Anfängen am Innsbrucker Landestheater zeitweilig als Konzertpianist und Liedbegleiter, arbeitete von 1952 bis 1957 als Städtischer Musikdirektor in Remscheid, zwischen 1957 und 1960 als Generalmusikdirektor am Pfalzorchester in Ludwigshafen und stand von 1960 bis 1964 als Chefdirigent der Sächsischen Staatskapelle und Staatsoper vor. Suitner hatte zwischen 1977 und 1990 eine Professur an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien inne und ging nicht zuletzt als schnellster Dirigent des „Rings“ in Bayreuth in die Musikgeschichte ein. Anno 1966 absolvierte Suitner den vierteiligen Opern-Zyklus in rekordverdächtigen 13 Stunden und 17 Minuten.


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