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08.01.2015

Circa Waves, Young Chasers, 2015

Der NME flippt so richtig aus, der Guardian, das Q-Magazine, BBC Radio und XFM schließen sich an: Ladies und Gentlemen, mit den Liverpooler Indie Rock-Durchstartern Circa Waves meldet sich nun die definitiv aufregendste Band des laufenden Jahres zu Wort. In Britain gehört das Quartett bereits seit seiner im Dezember 2013 erschienenen Debut Single "Get Away/ Good For Me" zu den angesagtesten und vielversprechendsten Formationen – eine Erfolgswelle, die mit dem lange erwarteten ersten Album "Young Chasers" nun auch mit voller Wucht auf Kontinentaleuropa zurollt.

Kennen gelernt haben sich Kieran Shudall (Vocals, Guitar), Sam Rourke (Bass), Sian Plummer (Drums) und Joe Falconer (Guitar) im Sommer 2013 auf dem Liverpooler Sound City Festival. Aus der puren Not heraus gründete man nur wenige Tage später Circa Waves, wie sich Frontmann Kieran erinnert. In komplettem Alleingang hatte der Mitt-Zwanziger zuvor ein Demo aufgenommen, welches BBC Radio 1-Kultmoderator und Tastemaker Zane Lowe in seiner Show vorstellte. "Ich habe zu diesem Zeitpunkt ganz alleine Musik gemacht und musste super schnell eine Band zusammenstellen, nachdem mein Song in seiner Sendung gespielt wurde – also haben wir nicht lange gefackelt."

Seit dem Release der Doppel-A-Single "Get Away/ Good For Me" Ende 2013 waren Circa Waves quasi ununterbrochen kreuz und quer durch die UK unterwegs, waren als Opener auf der NME Awards-Tour (bei der man sich die Bühne mit Temples, Interpol und Royal Blood teilte) zu sehen und rockten im vergangenen Jahr die Bretter bei renommierten Open Airs wie dem Hurricane & Southside Festival, Latitude Festival, T In The Park, Glastonbury, Reading und Leeds sowie dem australischen Splendour In The Grass, dem spanischen Arenal Sound und dem Summersonic Festival in Japan.

Hierzulande brachte das Quartett im letzten September das Publikum als Supportband für die Libertines so richtig auf Betriebstemperatur (eine Tatsache, von der sich jeder anhand des Musikvideos "Fossils" überzeugen kann, in dem Ausschnitte aus ihrem gefeierten Auftritt in der Berliner Arena zu sehen sind). Nach Veröffentlichung ihrer Vorabsingle "Stuck In My Teeth" (die Radio-DJ Zane Lowe kürzlich kurzerhand zum "Hottest Record In The World" erkoren hat) im vergangenen Februar holen Circa Waves mit ihrem Longplay-Debüt "Young Chasers" nun zum nächsten Rundumschlag aus.

Eingespielt wurde "Young Chasers" im Sommer 2014 unter der Ägide von Producer Dan Grech-Marguerat (Hurts, Keane, The Kooks) in den legendären Londoner RAK Studios, in denen Meilensteine von The Who, Pink Floyd, Michael Jackson, Robert Plant und vielen anderen geschmiedet wurden. "Wir haben uns viel Zeit mit dem Album gelassen", so Kieran weiter. "Wir wollten erst einmal als Band zusammen wachsen, uns richtig kennen lernen und eine ordentliche Fanbase aufbauen. Wir haben uns fast 18 Monate lang den Arsch abgespielt – nun ist es endlich Zeit für ein Album." Eine Songsammlung, die vor vornehmen britischen Indie Rock-Traditionen nur so zu trotzen scheint, in die man allerdings auch immer wieder catchy Anleihen an klassischen US-Surfrock einwebt.

Circa Waves erinnern soundtechnisch nicht nur an die frühen Nullerjahre, sondern auch an die goldene Zeit des Britpops und an den Powerpop der späten 70er. Kein Wunder, dass Frontmann Kieran auf der Insel als der momentan aufregendste Songwriter dieser Tage gehandelt wird. "Zwar bin ich damals mit der Plattensammlung meiner Eltern groß geworden – typischem Liverpool-Sound von den Beatles bis Gerry & The Pacemakers – bin aber später total auf amerikanischen Surfrock abgefahren." Eine Leidenschaft, von der auch der Bandname inspiriert ist.

Und trotz des ohrwurmigen Abgeh-Sounds auf Floorfüllern wie "Get Away", "T-Shirt Weather", "My Love" oder "Deserve This" ist nicht alles nur Friede, Freude, Plumpudding bei den Briten, wie man erklärt. "Ein Großteil der Songs handelt davon, in Liverpool aufzuwachsen. Meine Umgebung war schon immer ein großer Einfluss auf meine Songs. Hier habe ich mein ganzes Leben verbracht: Schule, Uni, meine ersten Bands, meine ersten Aushilfsjobs und auch die ersten Nächte, die ich mir um die Ohren gehauen habe. Das Album handelt von den Erfahrungen, die man als junger Mensch macht. Außerdem ist es teilweise sehr nostalgisch – deshalb auch der Titel 'Young Chasers': Man sehnt sich nach anderen Dingen. Man ist getrieben und jagt ständig seinen Träumen hinterher. Jeder Musiker träumt wohl davon, eines Tages vor einem großen Publikum zu spielen und viele Platten zu verkaufen. Das war früher auch mein Wunsch. Heute haben sich viele meiner damaligen Träume erfüllt. Ich denke jeden Tag nach dem Aufwachen: What the fuck? Alles fühlt sich im Moment ein wenig surreal an."

Selbsterfahrungstherapie im Liverpool-Style. Für Circa Waves nur der Anfang einer viel versprechenden Karriere. "Wenn man zurück schaut, spielt einem seine Erinnerung manchmal Streiche. Vieles erscheint rückblickend in einem viel besseren Licht, als es wirklich war. Jeder von uns geht auch mal durch schlechte Zeiten. In Britain haben wir diesen Spruch: Misery loves company - geteiltes Leid ist halbes Leid. Ich freue mich, wenn es den Leuten durch meine Songs besser geht. Diese Zeiten sind nicht die schönsten – wir wollten ein gutes Gitarrenalbum machen, zu dem die Leute tanzen und abgehen können. Sie dürfen aber auch weinen, wenn sie Bock haben. Hauptsache, sie haben Spaß mit unserer Musik."


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