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27.01.2015

Claudia Koreck "Stadt Land Fluss"

Sound der Sehnsucht - Claudia Koreck vertont auf ihrer CD "Stadt Land Fluss" das Thema ihres Lebens

Claudia Koreck, Claudia Koreck Stadt Land Fluss

Von Traunstein in die weite Welt - und wieder zurück: Auf "Stadt Land Fluss", dem fünften Album in acht Jahren, verarbeitet die bayerische Songschreiberin das Thema ihres Lebens: die Hin- und Hergerissenheit zwischen Stadt und Land, fern und nah, pulsierend und ruhig zieht sich konsequent durch das soulige Folk- und Blues-Rock-Album, das erneut auf Honu Lani Records/Universal Music erscheint (VÖ: 27.02.2015) und mitunter in New York gemischt wurde.

 

Zwei bewegende Jahre liegen hinter Claudia Koreck. Während der Tour zum vierten Album "Honu Lani" (erschienen im Januar 2013) wurde die junge Songschreiberin zum zweiten Mal schwanger, gleichzeitig bereiteten sie und ihr Mann, der Produzent Gunnar Graewert, den Umzug von München nach Traunstein vor, zurück aufs Land, wo sich die Künstlerfamilie ein Haus bauen ließ. Meilensteine waren das, die sich in den Stücken ihrer neuen CD widerspiegeln. "Ich bin immer schon so vorgegangen: Die Themen, die mich bewegen, verarbeite ich in meinen Songs", sagt Claudia Koreck. "Das kommt mir am natürlichsten vor. Das ist der Grund, warum ich Musik mache."

 

Bereits im Frühjahr 2013 hatte sie knapp 50 neue Songskizzen auf ihrem Laptop und schon bald kristallisierte sich das Leitmotiv des kommenden Albums heraus: "Stadt Land Fluss". So heißt nicht nur der Eröffnungssong und die Platte selbst, die Ende Februar 2015 auf dem eigenen Label "Honu Lani Records" erscheint und die besten zwölf Nummern vereint. Die titelgebende Stadt-Land-Thematik ist vielmehr ein Lebensthema für die 28-jährige Traunsteinerin. "Ich wollte früher immer weg, habe mich in das aufregende und inspirierende Großstadtleben verliebt. Dann hat es mich wieder nach Hause gezogen, dann wollte ich wieder weg. Ein ewiger Kreislauf", sagt Koreck, und ergänzt: "Ich bin der Fluss, der an Stadt und Land vorbeifließt." Die Entscheidung, zurück aufs Land zu ziehen, habe sich zunächst wie ein Rückschritt angefühlt. "Und doch hat mich die Sehnsucht nach dem ruhigeren, naturverbundenem Landleben immer wieder eingeholt."

 

Stadt und Land, fern und nah, pulsierend und ruhig - es ist die Hin- und Hergerissenheit zwischen diesen Polen, die sich textlich und musikalisch durch das ganze Album zieht. Deshalb ist "Stadt Land Fluss" womöglich ihre konsequenteste Arbeit, zumindest konzeptionell, denn zum ersten Mal gibt es eine thematische Klammer. "Auf jeden Fall ist das meine ungewöhnlichste Platte", legt sich Claudia Koreck fest. Weg vom Wohlfühlnest, so die Devise.

 

Dazu passt auch, dass die Künstlerin, die musiziert, seit sie zwölf war, und der 2007 mit "Fliang" der Durchbruch gelang, lange Schwierigkeiten hatte, ihre starke Stimme wiederzufinden. "Mir fehlte nach der Schwangerschaft schlichtweg die Kraft", blickt die zweifache Mutter zurück. Als im Januar 2014 ihre Tochter Lani zur Welt kam und die Aufnahmen anstanden, musste die Sängerin zunächst ihren Kopf freikriegen und Übungen machen, um sich gut genug zu fühlen, um die Gesangsparts einzusingen. Auf der Platte ist von den Zweifeln nichts zu hören - die Nummern sind geprägt von Korecks unverwechselbarer kraftvoll-zarter Stimme. Dass die Bayerin auf Bairisch singt, muss längst nicht mehr betont werden. "Dialekt ist etwas Unbewusstes für mich."

 

Aufgenommen wurden die Songs - auch das ist konsequent - sowohl in der Stadt (in den Downtownstudios in München), als auch auf dem Land (im Kellerstudio des eigenen Hauses in der Nähe von Traunstein): in der Stadt die urbanen Stücke, sessionartig eingespielt mit Band ("Stadt Land Fluss", "Barcelona"), auf dem Land die ruhigeren Lieder ("In da Wiesn", "Sonn aufgeht"). Das Ergebnis ist eine vielschichtige und homogene Mischung aus mal treibenden und aufwendig arrangierten Soul-Rock-Stücken, Blues-Nummern ("Oide Frau") sowie funklastigen und gefühlvollen Sehnsuchtsmelodien ("Unbekanntes Land", "Nummer 13"). Mit "Sleep Little Darling" ist, zum ersten Mal überhaupt, ein Stück von Gunnar Graewert auf einem Koreck-Album zu hören: Der zärtliche-verspielte Song ist ein der kurz zuvor geboren Tochter gewidmetes Schlaflied, in dem sich auch ihr gemeinsamer Sohn Timmi verewigt hat: Der Dreijährige singt den Refrain - auf Englisch wohlgemerkt. 

 

Ein gesellschaftspolitisches Statement ist indes in "Sonn aufgeht" zu entdecken, in dem die Songschreiberin die jüngsten Flüchtlingsdramen verarbeitet - und dem titelprägenden Begriff "Land" eine weitere Facette abringt. "Grenzen und Egoismus verstehe ich nicht", sagt Claudia Koreck.

 

Neu ist nicht nur ein Leitthema, auch bei der Sound-Veredelung gingen Claudia Koreck und ihr Produzent Gunnar Graewert neue Wege: "Bisher haben wir alle Alben selbst gemischt", sagt Graewert. "Diesmal wollten wir jemanden mit ins Boot holen, der unvoreingenommen zu Werke geht. Wir wollten den ,Control-Freak' aus der Hand geben", bringt er es auf den Punkt. Schließlich besuchte er Henry Hirsch in dessen Waterfront Studios in New York, um den urbanen Stücken seiner Frau einen speziellen Anstrich geben zu lassen. Hirsch hat bereits mit Lenny Kravitz gearbeitet, mit Vanessa Paradis, Tom Jones und Mick Jagger. Sein "Geist der Siebziger" weht nun auch durch Korecks Songs, etwa zu erkennen am unwiderstehlichen Bass in "Frei", der mit Wurlitzer- und Streicher-Arrangements einen eleganten Tanz wagt. Was der Mischer genau macht, ist für Laien oft schwer zu verstehen. Vereinfacht ausgedrückt, holt er bestimmte Spuren hervor, andere dämpft er. "Er entscheidet, was das Ohr hören soll", beschreibt Claudia Koreck den Feinschliff des New Yorkers.

 

Für überraschende Momente sorgen auch internationale Klänge und Instrumente, die Korecks Sehnsucht nach der Ferne bekräftigen. In der friedvoll-filigranen Hommage "Greece" singt sie stellenweise auf Griechisch; in "Lila Lem" experimentiert sie mit arabischen Skalen, zu hören sind exotisch klingende Instrumente wie Banjolin, Cajon und Hackbrett, und am Ende bereichern Stimmen aus Kamerun und Guinea das Soundgewand.

 

Konstanten gibt es freilich auch, die wird es bei Claudia Koreck immer geben. Da sind zum Beispiel schöne Songzeilen wie in "Frei": "I loss los, die Zeit bleibt steh / Heid is der Sinn des Lebens ziemlich leicht zu versteh / I bin I, I deaf einfach nur sei / I muass verdammt nu moi ned guad ausschaugn dabei." Außerdem ist da die Band, die sich aus bewährten Münchner Musikergrößen zusammensetzt, etwa Luke Cyrus Goetze und Titus Vollmer (Gitarren), Matthias Bublath (Keyboards und Klavier) und Oscar Kraus (Schlagzeug). Neu am Bass ist der amerikanische Session-Musiker Raoul Walton. Bemerkenswert ist, wie viel Raum die Instrumentalisten bekommen, was zu spannenden Soli und einem ausgeprägten Live-Charme führt. Auf den bewährten Zwei-Jahres-Rhythmus bei den Veröffentlichungen kann man sich ebenso verlassen wie auf den Einsatz der bairischen Sprache. "Das ist kein Kalkül", betont Koreck, "Bairisch ist für mich etwas Natürliches." Mundart-Hypes kommen, Heimat-Wellen gehen - Claudia Korecks Sprache bleibt. Als ein zeitloses Ausdrucksmittel. Ihre Kunst jedenfalls lässt sich über den Dialekt nur unzureichend erklären.

 

Seit 2013 ist auch das eigene Label "Honu Lani Records" eine Konstante. Zur Erinnerung: "Fliang" erschien 2007 bei Sony-Music, ebenso "Barfuaß um die Welt" (2009) und "Menschsein" (2011). Für ihr Debüt wurde Claudia Koreck mit Doppel-Platin ausgezeichnet. Seitdem ist sie nahezu pausenlos erfolgreich auf Tour. Ihr erstes Live-Album "I kon barfuass um die Welt fliang und dabei menschsein" kam 2011 heraus. Auf "Honu Lani Records" erschien zwei Jahre später Platte Nummer vier: "Honu Lani", benannt nach dem Haus auf der Insel Kauai, wo die Songs dazu entstanden sind.

 

Hawaii, München, Traunstein - all das ist Claudia Koreck. Stadt und Land, alles im Fluss.

 

Tournee "STADT LAND FLUSS"

Stand: 28.01.2015

27.02.2015 Fr 91154 Roth Kulturfabrik
28.02.2015 Sa 92637 Weiden Max Reger Halle
01.03.2015 So 80333 München Volkstheater
04.03.2015 Mi 86199 Augsburg Parktheater
05.03.2015 Do 86199 Augsburg Parktheater
06.03.2015 Fr 85057 Ingolstadt Eventhalle
07.03.2015 Sa 91413 Neustadt / Aisch Neustadthalle
08.03.2015 So 94315 Straubing Markmillersaal
12.03.2015 Do 85435 Erding Stadthalle
13.03.2015 Fr 84453 Mühldorf Stadtsaal
14.03.2015 Sa 84028 Landshut Prunksaal
15.03.2015 So 83022 Rosenheim Ballhaus
19.03.2015 Do 82418 Murnau Kulturzentrum
20.03.2015 Fr 85567 Grafing Stadthalle
21.03.2015 Sa 84359 Simbach / Inn Lokschuppen
22.03.2015 So 94032 Passau Redoute
26.03.2015 Do 63739 Aschaffenburg Colos-Saal
27.03.2015 Fr 97437 Hassfurt Stadthalle
28.03.2015 Sa 95448 Bayreuth Europasaal
29.03.2015 So 96047 Bamberg Hegelsaal
11.04.2015 Sa 84140 Gankhofen Klosterbräustadl
12.04.2015 So 83646 Arzbach Kramerwirt
16.04.2015 Do 87435 Kempten Kultbox
17.04.2015 Fr 6300 A-Wörgl Komma
18.04.2015 Sa 86868 Mittelneufnach Kulturschmiede
19.04.2015 So 92670 Neuhaus Schafferhof
22.04.2015 Do 60313 Frankfurt Sankt Peter Café
23.04.2015 Do 20359 Hamburg Prinzenbar
24.04.2015 Fr 70372 Stuttgart Cann

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