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13.02.2013

ÜBERIRDISCHE MUSIK VON DANIEL HOPE

Er ist bekannt für sein »innovatives Repertoire« und seinen »forschenden Interpretationsstil« (The New York Times). Nun präsentiert Daniel Hope »Spheres«, ein vielfältiges Konzeptalbum, das die uralte Vorstellung reflektiert, die Bewegung der Planeten sei Ursprung einer eigenen Musik, in der sich die Schönheit, Harmonie und elementare Einfachheit unseres Sonnensystems spiegelt.

Daniel Hopes Konzepte sind außergewöhnlich. Seit 20 Jahren stellt der britische Geiger das unter Beweis, er begeistert durch sein Interesse für zeitgenössische Musik oder findet in der Auswahl seines Repertoires zu faszinierenden Gegenüberstellungen von Komponisten der Vergangenheit und der Gegenwart. Seine Bereitschaft, sich dem Neuen zu stellen, als Interpret und Konzertplaner vernachlässigte Kompositionen bekannt zu machen oder sich in Büchern und Medien – auf Englisch und Deutsch – zur klassischen Musik zu äußern, unterstreicht seinen Status als »Aktivist der Musik«. Seine Kreativität und sein Talent erreichen das Publikum, sie berühren es zutiefst.

»In diesem Album wollte ich Komponisten und Werke aus verschiedenen Jahrhunderten zusammenbringen, die man normalerweise nicht in derselben ›Galaxie‹ findet«, erklärt Daniel Hope, »und die doch durch die uralte Frage verbunden sind: Ist da draußen irgendetwas? Es ist vielleicht ein eigenwilliger Gedanke, aber er hat mich gefesselt. Ich wollte ein zeitgemäßes Statement abgeben.«

»Spheres« bietet vier Welt-Ersteinspielungen von sehr unterschiedlichen Komponisten: Alex Baranowski (*1983), Karsten Gundermann (*1966), Aleksey Igudesman (*1973) und Gabriel Prokofiev (*1975). Ihre moderne Auffassung kommt in den Fantasiewelten von Baranowskis Musica universalis zum Ausdruck, in Igudesmans Lento sowie in Nachspiel aus Gundermanns Faust Episode II.

Besonders die enge Zusammenarbeit mit dem jungen britischen Komponisten Prokofiev prägte für Hope das Projekt; dessen Auftragswerk Spheres gab ihm die Gestalt und einen Namen. »Genau darauf hatte ich gehofft«, erklärt der Geiger, »auf neu komponierte Werke, die die Dramaturgie des Albums unterstützen.«
Der Dirigent Simon Halsey stimmt zu: »Die Herausforderung bei diesem Projekt sind die vielen unterschiedlichen Stile. Als wir Prokofievs Spheres spielten, fanden wir das zentrale Stück des Albums – und sein zentrales Thema. Alles rankt sich um dieses Thema.«

Das Album zeigt auch ältere, historische Auffassungen der »Sphärenmusik«. Es beginnt mit Johann Paul von Westhoffs ergreifend schöner Imitazione delle campane. Das in den 1690er-Jahren in Dresden veröffentlichte Werk ist eine irdische Umsetzung der glockenähnlichen Klänge, die den Bewegungen der Planeten zugeschrieben wurden. »Das Stück von Westhoff ist für mich eines der bemerkenswertesten Werke überhaupt«, erklärt Hope. »Westhoff war seiner Zeit weit voraus. Er war offenkundig ein hervorragender Geiger – und ein Visionär.«

Neben neuen Werken und zeitgenössischen Arrangements von Werken von J. S. Bach und Gabriel Fauré bietet »Spheres« Kompositionen von Lera Auerbach, Ludovico Einaudi, Philip Glass, Karl Jenkins, Elena Kats-Chernin, Michael Nyman, Arvo Pärt und Max Richter – das Repertoire spannt einen Bogen vom Barock bis zum Minimalismus und sogar zum Film. Partner von Hope sind Mitglieder des mehrfach Grammy®-ausgezeichneten Rundfunkchors Berlin, der Pianist Jacques Ammon und das Deutsche Kammerorchester Berlin unter Leitung von Simon Halsey.

Hope, seit 2007 Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon, wurde fünfmal für den Grammy® nominiert, zuletzt 2010 für seine DG-Veröffentlichung mit Konzerten und Arien von Antonio Vivaldi in der Sparte »Beste Aufführung eines kleinen Ensembles«. Seine Aufnahmen erhielten u.a. den Classical BRIT Award, den Deutschen Schallplattenpreis und fünf ECHO-Klassik-Preise. In diesem Herbst erregte er weltweit Aufsehen für seinen Beitrag zum Album Vivaldi Recomposed, eine Erstveröffentlichung des deutsch-britischen Komponisten Max Richter. Die Aufnahme, eine mitreißende Neufassung von Vivaldis Vier Jahreszeiten, feierten die Medien als »eines der besten Alben dieses Jahres« und als »Album für das 21. Jahrhundert«. Es belegte umgehend die Spitze der Hitlisten von Classical iTunes und Classical Billboard.


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