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15.02.2013

Sphärenmusik - Daniel Hopes neues Album „Spheres“

„Ich wollte ein zeitgemäßes Statement abgeben“, sagt Daniel Hope über sein neues Album. Auf „Spheres“ bringt der Stargeiger Komponisten und Werke aus verschiedenen Jahrhunderten zusammen, die sich der Idee der Sphärenmusik verschrieben haben.

Daniel Hope, Sphärenmusik © Harald Hoffmann

Aus der griechischen Antike stammt die Vorstellung, dass mathematische Verhältnisse bestimmte energetische Qualitäten oder „Töne“ hervorbringen, die sich in Zahlen, Formen, Blickwinkeln oder Klängen manifiestieren. So zeigen sich nach dieser Auffassung etwa in der Astronomie dieselben Gesetzmäßigkeiten wie in der Musik. In seiner Theorie der Musica Universalis behauptete der Philosoph Pythagoras, der als Begründer der mathematischen Analyse der Musik gilt, dass die Sonne, der Mond und die Planeten einen jeweils eigenen Klang produzieren, der für menschliche Ohren jedoch unhörbar sei. Die Qualität des Lebens auf der Erde hängt nach der Annahme des Pythagoras von den harmonischen Konstellationen dieser Sphärenmusik ab.

„Ist da draußen etwas?“

Die Idee eines universellen Zusammenhangs zwischen kosmischen Bewegungen, musikalischen Harmonien und irdischem Leben fasziniert Daniel Hope schon seit langem. „In meiner Jugend stellte mir Yehudi Menuhin, der damals an seinem Projekt ‚The Music of Man‘ arbeitete, den großen Astronomen Carl Sagan vor. Er öffnete mir die Augen für die unendlichen Weiten des Universums und für die Idee der ‚Sphärenmusik‘“, erinnert sich Hope. Das Thema regte den Geiger nun zur Aufnahme seines neuen Albums „Spheres“ an. „Ich wollte ein Album machen, dass dieses großartige Thema behandelt, aber auch herausfinden, wie Komponisten unserer Tage sich damit auseinandersetzen“, erklärt er. „Sie stammen vielleicht nicht alle aus der gleichen ‚Galaxie‘, aber sie alle eint die uralte Frage: Ist da draußen etwas?“

Weites Klanguniversum

Viel Raum bekamen auf „Spheres“ junge Komponisten. Das Album präsentiert nicht weniger als vier Welt-Ersteinspielungen von Werken Alex Baranowksis, Gabriel Prokofievs, Karsten Gundermanns und Aleksey Igudesmans. Zudem umfasst das breite stilistische Spektrum Filmmusik von Michael Nyman, Interpretationen von Werken von Philip Glass und Arvo Pärt, und geht über Gabriel Fauré zurück bis ins Barock mit Stücken von Johann Paul von Westhoff und Johann Sebastian Bach. Mit der Auswahl zweier Stücke von Ludovico Einaudi und Max Richter schließt Hope den Kreis zu den intensiven musikalischen Erfahrungen des letzten Jahres, in dem er als Solist an Richters „Vivaldi Recomposed” und Einaudis „In A Time Lapse“ mitwirkte. Eingespielt mit dem Deutschen Kammerorchester Berlin unter der Leitung von Simon Halsey und Jaques Ammon am Klavier brilliert Daniel Hope mit seinem ausdruckvollen Spiel und variantenreichen Interpretationen. Der Geiger zeigt sich begeistert von den jungen Komponisten und davon, „welchen Mut sie haben Melodien zu schreiben. Denn Melodien sind das, was das menschliche Gehör anzieht“. „Spheres“ durchmisst die Weiten eines Klanguniversums, in dem es „extrem gelassen und schön“, aber auch mal „up-tempo, bis hin zu jazzy oder funky“ tönt, wie Hope erklärt.

Unsichtbare Verbindungen

Trotz der Unterschiede zwischen den Komponisten und ihren Werken, scheinen die Stücke auf „Spheres“ auf unsichtbare Weise miteinander verbunden zu sein. Denn es ist es ein musikalisches Zusammentreffen, bei dem die einzelnen Kompositionen - gleich den Planeten auf ihren Bahnen im All - über die Jahrhunderte hinweg um einander zu kreisen scheinen. Es lohnt, dem Album Gehör zu schenken, denn auf „Spheres“ haben uns die Planeten definitiv etwas zu sagen. Ist da draußen etwas? „Ich fände es schön“, gibt uns Daniel Hope im Vorwort zu seinem neuen Album mit auf den Weg.


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