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30.03.2010

Biografie

Der britische Geiger Daniel Hope ist weltweit berühmt für seine musikalische Vielseitigkeit und Kreativität. Im Januar 2007 unterzeichnete er einen Exklusivvertrag mit der Deutschen Grammophon. Der fünfmal für einen Grammy nominierte Hope wurde im Oktober 2009 bereits zum fünften Mal mit dem ECHO-Preis ausgezeichnet. Seit 2009 ist er künstlerischer Partner der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, sowie seit 2004 Associate Artistic Director des Savannah Music Festivals in den USA.

Hope ist Schüler des legendären Geigen-Pädagogen Zakhar Bron. Yehudi Menuhin lud Hope im Alter von 11 Jahren ein, mit ihm die Bartók-Duos für das deutsche Fernsehen aufzuführen. Es war der Beginn einer langjährigen musikalischen Partnerschaft, in deren Verlauf die beiden mehr als 60 gemeinsame Konzerte gaben, darunter auch Menuhins letztes Konzert 1999 in Düsseldorf.

Er hat inzwischen in allen bedeutenden Konzertsälen der Welt gespielt, u. a. in der Carnegie Hall, der Berliner und Kölner Philharmonie, dem Leipziger Gewandhaus, dem Teatro Colón in Buenos Aires, dem Théâtre des Champs-Elysées in Paris, dem Amsterdamer Concertgebouw sowie in London im Barbican Centre, in der Wigmore Hall, in der Queen Elizabeth Hall und der Royal Albert Hall. Er war zu Gast bei den Salzburger Festspielen, den BBC Proms, sowie bei den Festspielen von Luzern, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern (u.a. 2006 als erster „Preisträger in Residence“ des Festivals), Rheingau, „Spannungen“ Heimbach, Tanglewood, Ravinia, Vail (USA), Bath, Colmar, San Sebastián, Gstaad, der Schubertiade Schwarzenberg und Feldkirch, dem Klangbogen-Festival Wien und dem Carinthischen Sommer.

Zu den Dirigenten, mit denen Hope bisher gearbeitet hat, zählen u.a. Kurt Masur, Christian Thielemann, Roger Norrington, Daniel Harding, Mstislaw Rostropowitsch, Sakari Oramo, Kent Nagano und Yehudi Menuhin – zusammen mit den renommiertesten Orchestern. Genannt seien hier als Auswahl die Münchener Philharmoniker, die Rundfunk-Sinfonieorchester von Berlin, Stuttgart, Wien, London und Moskau, das Deutsche Symphonie Orchester Berlin, die Staatskapelle Dresden, das Gewandhausorchester Leipzig, die Bamberger Symphoniker, das Orchestre National de France, Israel Philharmonic, Royal Philharmonic, Philharmonia Orchestra, City of Birmingham Symphony Orchestra, Oslo Philharmonic und die Symphonieorchester von Boston, Chicago und Toronto.

Kammerorchester leitet Hope häufig von der Geige aus, so das Chamber Orchestra of Europa, die Camerata Salzburg, das Kammerorchester Basel, das Zürcher Kammerorchester und das auf Originalinstrumenten spielende Ensemble Concerto Köln.

Unter seinen Kammermusik-Partnern befinden sich Menahem Pressler, Yuri Bashmet, Sebastian Knauer, Anne Sofie von Otter, Thomas Adès, Lynn Harrell, Kristian Bezuidenhout, Katja und Marielle Labèque, Tabea Zimmermann, Mark Padmore und Philippe Entremont. Aber er hat auch mit Musikern verschiedenster Richtungen gearbeitet, darunter dem Sänger Sting, Bobby McFerrin, dem Tablaspieler Zakir Hussain, dem Kontrabassisten Edgar Meyer und dem Jazzpianisten Uri Caine. Sein für einen Grammy nominiertes CD-Projekt »East Meets West« bietet von Ravi Shankar inspirierte Violinwerke.

Im April 2002 wurde Daniel Hope das jüngste Mitglied überhaupt des legendären Beaux Arts Trios, mit dem er inzwischen in allen europäischen und nordamerikanischen Musikzentren aufgetreten ist und 2005 den 50. Geburtstag des Ensembles feierte. Der Boston Globe bezeichnete die Formation als: „vielleicht stärkste in der Geschichte des Trios“. 2007 erhielt das Ensemble eine Grammy-Nominierung. Nach über vier hundert Konzerten in seiner letzte Formation zog sich das Trio im September 2008 aus dem Konzertleben zurück.

Daniel Hopes Engagement für zeitgenössische Musik wird durch enge Kontakte zu mehreren großen Komponisten unterstrichen, wie zu Gubaidulina, HK Gruber, Kurtág, Müller-Wieland, Roxanna Panufnik, Penderecki, Schnittke, Turnage, Takemitsu und Huw Watkins, von denen er einige Werke in Auftrag gab bzw. uraufführte. Im März 2008 spielte Hope in Savannah mit dem Police-Schlagzeuger Stewart Copeland die Uraufführung von dessen »Celeste« für Violine und Schlagzeug.

 

Von 2004 bis 2006 produzierte Hope acht preisgekrönte Alben für Warner Classics (u.a. mit dem Classical Brit Award, dem Deutschen Schallplattenpreis und drei ECHO Klassik-Preisen). Gleich seine erste Aufnahme bei der Deutschen Grammophon (Mendelssohn-Violinkonzert) wurde ebenfalls preisgekrönt mit dem belgischen Prix Caecilia und dem ECHO 2008. Das DG-Album „Terezín / Theresienstadt“ mit Anne Sofie von Otter und Christian Gerhaher wurde mit dem französischen Diapason d’Or ausgezeichnet. Im Herbst 2008 erschien bei der Deutschen Grammophon seine Aufnahme mit Werken von Vivaldi (ohne die ‚Vier Jahreszeiten’) mit Musikern des Chamber Orchestra of Europe. Im September 2009 kam bei der Deutschen Grammophon die neue CD „Air - a baroque journey“ auf den Markt.

Einen Teil seiner Zeit widmet Daniel Hope themenbezogenen Projekten. Im September 2007 erschien im Rowohlt-Verlag sein erstes Buch mit dem Titel “Familienstücke“, eine famliäre Spurensuche. Im Herbst 2009 wurde sein zweites Buch veröffentlicht, ebenfalls beim Rowohlt-Verlag. Es trägt den Titel: „Wann darf ich klatschen? Ein Wegweiser für Konzertgänger“. Beide Büche waren auf der „Spiegel“–Bestseller-Liste. Hope schreibt auch Konzept-Skripte und ist zudem ein gefragter Rundfunk- und Fernsehmoderator. Aus der engen Zusammenarbeit mit dem Schauspieler und Oscar-Preisträger Klaus Maria Brandauer ging eine Reihe außerordentlich erfolgreicher Projekte hervor, beispielsweise „War and Pieces“ und „Mozart Unplugged!“; andere Veranstaltungen mit Texten und Musik von Hope waren „An Audience with Beethoven“ mit Mia Farrow sowie Kammermusik und Gedichte aus dem Konzentrationslager Theresienstadt unter dem Titel „Forbidden Music“.

Im Januar 2010 spielte Daniel Hope im Plenarsaal des Deutschen Bundestages im Berliner Reichstagsgebäude auf Einladung des Bundestagspräsidenten im Rahmen einer Gedenkstunde an die Opfer des Nationalsozialismus eine eigens von ihm arrangierte Bearbeitung von Maurice Ravels Lied „Kaddish“ in Anwesenheit des israelischen Staatspräsidenten Shimon Peres, von Bundespräsident Horst Köhler und Bundeskanzlerin Angela Merkel.


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