"Bück dich hoch" ist die erste Singleauskopplung aus dem fünften Deichkind Album "Befehl Von Ganz Unten". Der Song ist eine sarkastische Parole, mit der Karrieristen einen unverdient grandiosen Schlachtruf bekommen.
Die Welt steht Kopf. Als wäre die französische Revolution nie passiert, ist von allen Menschen denen dort oben am wenigsten zu trauen. Höchste Zeit, sich allen Imperativen der entfesselten dunklen Mächte zu verweigern. Vergiss Aktien- und Wechselkurse. Verbrenn dein Portfolio. Mach den Tag zur Nacht. Faustregel: Ab jetzt wird nicht mehr oben sondern unten nach Antworten gesucht. Das fünfte Album von Deichkind folgt dem Gebot der Stunde und verspricht bereits im Titel eine radikale Zäsur: "Befehl Von Ganz Unten". Für die Sarrazin-Jugend die Hölle, für den dissidenten Rest ein knallbunter Möglichkeitsraum, erweist sich mit diesem Album das Unten als äusserst produktiver Befehlsstand. Zwischen Unterschicht und Untergrund versteckt sich ...
In einer vernaddelten Welt, in der Menschen Drogen nehmen müssen, um in ihrem Job zu funktionieren, sind Deichkind die Retter vor dem grossen Stumpf. Der Prostitution, die sich durch alle Schichten unserer Gesellschaft zieht, vom Politiker bis zur TV-Nutte und ihren Zuhältern, setzen die Hamburger Hymnen der Dysfunktion und des eigenen Versagens entgegen. Nichts bringt das deutlicher auf den Punkt als der Titel ihres vierten Albums, "Arbeit nervt!". Genau! Das wollten wir doch auch gerade sagen, oder doch lieber nicht?
Aber es ist ein Teufelskreis: Weil Deichkind diesen dreckigen Job mit ganzen Herz erledigen und dabei jeden dunklen Winkel ihrer Unlust ausloten, funktioniert der Nachfolger ihres Befreiungsschlages "Aufstand Im Schlaraffenland" umso besser. Denn in ihrem gleichzeitig ...
Bereitet Euch darauf vor, auf diese Platte nicht vorbereitet zu sein! Nachdem mit dem Single-Appetizer „Remmidemmi“ bereits die abgefahrenste Zerstör'n'Partyhymne aller Zeiten abgeliefert wurde, gehen die Deichkinder auf die volle Länge und verpassen den Attributen "Exzessiv. Prall. Grandios." ein XXL-Schildchen. Da wird noch der letzten Stylekonvention die Hose heruntergelassen, da wird drauf losgefeiert, als wenn es kein Morgen gäbe. "Prost" (feat. Das Bo!) und das mit Violent Femmes-Stakkatos hervorpreschende "Ich betäube mich" (feat. Sarah Walker) liefern die Party-Ingredenzien, "Jülük" die aus deren Genuss entstehende Sprachverwirrung und "Aufstand im Schlaraffenland" die längst fällige Eskalation. Ein Album, für das wir unsere CD-Sammlung samt iPod-Playern verheizen würden, ...
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