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Der Hobbit - Soundtrack BACKSTAGE EXCLUSIV

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05.12.2013

Dunkel und gefahrenvoll - Howard Shores Soundtrack zu 'Der Hobbit – Smaugs Einöde'

Der Hobbit - Soundtrack, Dunkel und gefahrenvoll © 2011 New Line Productions, Inc.

Seit fast einem Jahr fiebert Hobbits Fangemeinde jetzt schon dem zweiten Teil der Verfilmung des erfolgreichen Fantasy-Klassikers von J.R.R. Tolkien entgegen. Am 12. Dezember soll "Der Hobbit – Smaugs Einöde" nun endlich in die Kinos kommen. Peter Jackson führte die Regie. Der Soundtrack stammt wieder von dem kanadischen Komponisten Howard Shore, der bereits den ersten Part vertonte und auch die Musik zu dem abschließenden dritten Teil des Films beisteuern wird.

Die Filmmusik zum zweiten Teil der Hobbit-Trilogie erscheint bereits jetzt. Jeder Hobbit-Enthusiast kann sich nun mit Hilfe des enormen Klangspektrums und der emotionalen Vielfalt, die der renommierte Filmkomponist Howard Shore aufzubieten hat, schon vorab in die Bilder- und Zauberwelten des unfreiwilligen Abenteurers Bilbo Beutlin flüchten.

Sehen Sie hier den Trailer zum neuen Film von Peter Jackson "Der Hobbit - Smaugs Einöde".

Große Ausdrucksvielfalt

Wer die Musik zum ersten Teil von "Der Hobbit" kennt, der weiß, dass der Ausdruck Vielfalt mit Blick auf Howard Shore keine leere Phrase ist. Es dürfte wenige Komponisten geben, die mit seiner Leichtigkeit zwischen verschiedenen Genres und Stimmungen hin und her springen können. Von spätromantischer Symphonik, über Folkmusik bis hin zu Carl Orff-artigen Chören, von düster verträumter bis hin zu beschwingter tänzerischer Musik reicht das musikalische und emotionale Spektrum des dreifachen Oscar-Preisträgers.

Welcher Hobbit-Fan erinnert sich nicht an die saftig-grünen Landschaften, durch die Beutlin mit seinen Mannen schreitet und die in Kombination mit der schwungvollen musikalischen Untermalung überhaupt erst jenes Gefühl des Aufbruchs entstehen lassen, das Peter Jacksons Bildsprache auszudrücken sucht? Oder an die Kampfszenen, denen Shores Blechbläser-Dramatik eine kaum erträgliche Spannung verleiht? Ganz zu schweigen von den romantisch-verklärenden Passagen. Sie sind eine Spezialität des Kanadiers und bringen nicht nur die Traumlandschaften des Films besonders zur Geltung, sondern sind auch unabhängig vom Film ein ästhetischer Hochgenuss.

Dunkler als seine Vorgänger

Der Soundtrack zu "Der Hobbit – Smaugs Einöde" knüpft an diesen Stil an, betont aber noch stärker das Dunkle, Tiefe und Gefahrvolle dieses neuen Abenteuers. Das ist auch nötig, denn Beutlin und seine Gefährten sind auf dem Weg zum Einsamen Berg, den sie vom Drachen Smaug zurückerobern wollen. Ohne Kampf und Gefahr läuft das nicht ab. Unterwegs lauern Riesenspinnen und Waldleben. Und der Drache ist erst recht gefährlich. Trotzdem ist es richtig, dass sie losgezogen sind. Es musste sein. Es ist ihr Schicksal.

Wer denkt bei soviel märchenhafter Sehnsucht, bei soviel Abenteurertum und Gefahr musikalisch nicht an Wagner? Howard Shore jedenfalls, der sich bereits für die Musik von "Der Herr der Ringe" mit dem deutschen Komponisten befasst hat, scheint dies wieder getan zu haben. Denn im neuen Soundtrack dominiert deutlich das Musikdramatische.

Dabei knallt es diesmal regelrecht. Immer wieder Paukenschläge wie in der "Götterdämmerung". Aber auch zarte Streicherpassagen wie im "Tristan", die die Verletzbarkeit der Abenteurer anzeigen. Dann wieder Blechbläser, die mal ganz dunkel auf die Unheimlichkeit der Waldatmosphäre hinweisen, mal fanfarenartig zum Kampf blasen. Erneut also ein ungeheueres Spektrum, nur diesmal mit dem Akzent auf der dramatischen Komponente.

Ed Sheeran schrieb "I See Fire"

"I See Fire", das End-Credit-Lied zum Film, hat der Brite Ed Sheeran beigesteuert. Der Singer-Songwriter, auf den Regisseur Peter Jackson durch seine Tochter aufmerksam geworden ist, beschwört in dem Lied ebenso romantisch und dramatisch den Zusammenhalt der Truppe: Wenn Feuer vom Berg aufsteigen sollte, dann sollten wir notfalls zusammen sterben (... we should all die together). Das Lied, mit dem Sheeran in der Kategorie Bester Song des Jahres für den Grammy nominiert war, stellt seine sehr persönliche Reaktion auf den Film dar.

Jetzt erhältlich: Standard und Limited Deluxe Edition

Der Soundtrack, aufgenommen im Studio Wellington Townhall, erscheint sowohl digital als auch in Form eines 2CD-Sets bei Decca. Zusätzlich ist eine Limited Deluxe Edition erhältlich. Sie beinhaltet einen exklusiven Bonustrack, längere Versionen von 12 Tracks, ein umfangreicheres Begleitbuch und eine interaktive Partitur zur Musik.


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