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28.09.2012

"Glad Rag Doll" von Diana Krall - ein Album mit erhöhtem Spaßfaktor

Verrucht und sexy, rau und ungeschliffen, verschmitzt und humorvoll - so klingt die kanadische Sängerin und Pianistin Diana Krall auf ihrem neuen Album “Glad Rag Doll”, das sie unter der Regie des legendären Produzenten T Bone Burnett aufnahm.

Diana Krall, Ein Album mit erhöhtem Spaßfaktor © Mark Seeliger

Mit dem Wort “Spaßprojekt” umschreibt Josef Engels Diana Kralls “Glad Rag Doll” in Rondo geradezu perfekt. “Auf ihrem neuen Album präsentiert sich Diana Krall mit Interpretationen obskurer Songs aus den wilden Zwanzigern ungewohnt humorvoll und kauzig”, meint der Kritiker. “...man hört schwer stampfende Perkussion aus dem Vaudeville-Theater sowie Ukulelen, Mandolinen und verzerrte Westerngitarren, die von Marc Ribot und Elvis Costello gespielt werden. Krall steuert am leicht verstimmten Klavier (Baujahr 1890) Blues- und Boogie-Woogie-Licks bei. Es klingt sympathisch und ungewohnt.” “Genau darum ging es mir”, meldet sich die Künstlerin selbst zu Wort. “Ich habe mir keine Gedanken darüber gemacht, ob das Jazz ist, oder was für tolle Akkordwechsel man da benutzen könnte - es ging nur darum Spaß zu haben.” Und dieser Spaß überträgt sich auch sofort auf den Hörer.

Diana Krall schlägt ein neues musikalisches Kapitel auf

Das Album ist für Diana Krall der Beginn eines völlig neuen Kapitels ihrer musikalischen Karriere und zugleich ein natürlicher Schritt nach vorne. Sie selbst beschreibt “Glad Rag Doll” schlicht als “eine Song- und Tanzplatte”, während ihr Produzent T Bone Burnett, vielleicht in einer Anspielung auf das vieldiskutierte, aufreizende Coverfoto, von “Sexmusik” spricht. Aber keine Bange: ein “Parental Advisory”-Sticker verunziert das von dem Starfotografen Mark Seliger geschossene, hinreißende Krall-Coverbild trotzdem nicht.

Vergessene Songjuwelen aus den 1920er und 1930er Jahren

Das Repertoire besteht zwar überwiegend Songs der 1920er und 1930er Jahre, aber Diana Krall und ihr Team beförderten sie auf “Glad Rag Doll” mit erstaunlicher Finesse und Frische ins 21. Jahrhundert. Das gilt auch für die sensationelle Interpretation des Doc-Pomus-Klassikers “Lonely Avenue”, den Ray Charles 1956 zu einem Rhythm’n’Blues-Hit gemacht hatte, Kralls kontemplative und sehr zeitgemäße Version der alten Gene-Austin-Nummer “Let It Rain” und ihr Remake der Ballade “Wide River To Cross”, die 2004 von dem in Nashville lebenden Songwriter-Gespann Buddy und Julie Miller geschrieben wurde.

Ein Team, das aus Diana Krall völlig neue Emotionen herauskitzelt

Durch die erstmalige Zusammenarbeit mit Produzent T Bone Burnett und Toningenieur Mike Piersante kann sich Krall auf einem für sie völlig neuen Spielfeld austoben. Zur Seite stellte ihr Burnett dabei eine Band, die mit hochkarätigen Musikern gespickt ist, die sich im Jazz, Rock, Pop, Blues, HipHop oder gar Country und Bluegrass einen Namen gemacht haben. Musiker wie Ribot oder auch der Keyboarder Keefus Green kitzeln aus Diana Krall, die bislang eher als leicht unterkühlte Balladeninterpretin und stilvolle Swingmusikerin bekannt war, völlig neue Emotionen heraus, die man von ihr so noch nie zuvor auf einem Album gehört hat.


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