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02.07.2014

Eine nationale Ikone - Das Boston Pops Orchestra

Das Boston Pops mischt Klassik und Unterhaltungsmusik. Damit begeistert das Orchester seit 1885 Millionen amerikanischer Hörer. Sieben seiner schönsten Alben, aufgenommen unter der Leitung von John Williams, werden nun digital wiederveröffentlicht.

Diverse Künstler, Eine nationale Ikone - Das Boston Pops Orchestra

Mehr "Häppchenklassik" hat Musiker und Entertainer Götz Alsmann einmal gefordert. "Der Klassikmarkt krankt traditionell an seinem elitären Gehabe", meint der promovierte Musikwissenschaftler. "Häppchen machen Appetit auf mehr."

Das Boston Pops Orchestra zeigt erfolgreich, wie man den Massen Klassik schmackhaft macht. Und zwar bereits seit 1885. Das Orchester wurde von Mitgliedern des Boston Symphony Orchestra gegründet, die auch außerhalb der Saison zusammen musizieren wollten. Die "Spring Pops" Mitte Mai bis Mitte Juni und die "Holiday Pops" in der Vorweihnachtszeit sind seither Tradition.

Zwangloser Genuss

Seit jeher folgen die Konzerte des Boston Pops einer kulinarischen Logik. Das Publikum genießt ein musikalisches Dreigänge-Menü: Beliebte und leicht verdauliche Orchesterwerke im ersten Teil des Programms, eine Sinfonie oder ein Konzert im Mittelteil und Unterhaltungsmusik zum Dessert. Für die Konzerte werden die Sitzreihen in der Boston Symphony Hall abgebaut und durch eingedeckte Tische und Stühle ersetzt, an denen man den Gästen Häppchen und Getränke serviert. Bei der Errichtung des Konzerthauses im Jahr 1900 installierte man eigens für diese Umbaumaßnahme einen versteckten Lastenaufzug im Auditorium.

Traditionelles Konzert am 4. Juli

Unter Arthur Fiedler, der das Boston Pops von 1930 bis 1979 leitete, wurde das Orchester vom regionalen Phänomen zu einer Ikone amerikanischer Musikkultur. Auf ihn geht die wöchentlich ausgestrahlte TV-Sendung "Evening at Pops" (bis 2004) zurück. Fiedler initiierte auch das traditionelle Boston Pops Fireworks Spectacular am 4. Juli. Bei dem seit 1974 jährlich stattfindenden kostenlosen Open-Air-Konzert mit anschließendem Feuerwerk in der Charles River Esplanade von Boston spielt das Orchester vor bis zu 500.000 Menschen.

Ein Hauch von Hollywood

Fiedlers Nachfolger war John Williams. Der berühmte Filmkomponist brachte Hollywood-Glamour nach Boston und bereicherte das Repertoire des Boston Pops um bekannte Melodien aus Filmen wie "Indiana Jones" oder "Star Wars", die aus seiner Feder stammen. Die von John Williams und dem Boston Pops aufgenommenen Alben verkauften sich millionenfach und genießen Kultstatus. Williams ist heute Ehrendirigent des Boston Pops. Amtierender musikalischer Leiter ist Keith Lockart.

Alle digital wiederveröffentlichen Boston Pops-Alben im Überblick:


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