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22.07.2015

Apfel unter Strom – der neue Musikstreaming-Dienst Apple Music

Im zweiten Teil unserer Artikelserie zum Thema Musikstreaming stellen wir Ihnen den kürzlich gestarteten neuen Service Apple Music genauer vor.

Diverse Künstler, Apfel unter Strom – der neue Musikstreaming-Dienst Apple Music

Es ist beinahe verwunderlich, dass sich der innovationsfrohe Computer-Koloss aus Kalifornien so lang herausgehalten hat. Seit Juli hat Apple mit seinem eigenen Streaming-Dienst der Konkurrenz den Kampf angesagt.

Revolutioniert Apple-Music das Streamen?

Erst sprachen die Medien beim Markteintritt Apples von einer Revolution. Kurz darauf schrieb die Computerbild, bei Apple würde auch nur mit Wasser gekocht. Der Katalog mit 35 Millionen Titeln hält sich die Waage mit Apples größten Konkurrenten. "Auf den ersten Blick hebt sich Apple Music kaum von Anbietern wie Spotify, Deezer, Google Play Music und Xbox Music ab", so Spiegel-Online. "Alle fünf bieten ein Abo für rund 10 Euro im Monat. Alle versprechen ihren Nutzern eine zweistellige Millionenzahl verfügbarer Lieder. Erst wenn es um Probe-Abos und besondere Konditionen geht, machen sich Unterschiede bemerkbar."

Musikstreaming Familienabos im Vergleich: Spotify vs. Apple Music

"Familien möchte Apple Music mit einem besonderen Angebot locken", hebt Spiegel-Online hervor. "Für 14,99 Euro statt 9,99 Euro im Monat können bis zu sechs Familienmitglieder den Streaming-Dienst mitnutzen. Das Angebot von Spotify ist da etwas teurer: Angehörige zahlen je rund fünf Euro für ein Monatsabo. Das heißt: Familien mit mindestens zwei zusätzlichen Abo-Nutzern müssen bei Spotify mehr zahlen als bei Apple Music."

Radiosender Beats 1 & Klassik-Radio-Kanal

Apart punktet Apple Music mit einem moderierten Radiokanal namens "Beats 1", der sich auch ohne Abo hören lässt und der live aus Städten von überall auf der Welt sendet. Der BBC-Radio-DJ Zane Lowe und sein ausgewähltes Team bekannter DJs kreieren hier einen vielseitigen Mix. Daneben gibt es verschiedene andere kuratierte Sender, insbesondere ein Klassik-Radio (allerdings ohne Moderation).

Apple Music Connect: Fans treffen auf ihre Lieblingsmusiker

Über ein integriertes Feature namens Connect soll bei Apple Music ein soziales Netzwerk entstehen, das den Kontakt zwischen Fans und Musikern möglich macht. Hier können Musiker exklusive Inhalte, wie Audio- oder Video-Clips hineinstellen, die nur ihre Fans bei Apple Music hören und sehen. Vor einigen Jahren versuchte Apple etwas ähnliches schon einmal mit Ping auf iTunes, doch die Zeit war damals noch nicht reif.

Apple Music punktet mit hellem, übersichtlichem Design

Optisch hat Apple-Music – wie gewohnt – etwas zu bieten. "Die neue App wirkt hell und übersichtlich", rezensiert ndr.de. "Das typische Appleweiß strahlt. Die Coverbilder erwecken den Eindruck, man würde durch einen riesigen CD-Laden flanieren. Das sieht freundlicher aus als die schwarz grundierte Oberfläche des Marktführers Spotify." Eine werbefinanzierte Gratisversion mag Apple seinen Kunden nicht anbieten, spendiert ihnen anstelle dessen aber eine kostenlose Testphase von drei Monaten.

Für welche Geräte ist Apple Music bereits verfügbar?

Die Bedienung auf Apples Betriebssystem iOS 8.4 klappt kinderleicht. Auch über einen Windows-PC mit installierter iTunes Software ist Apple Music bereits einwandfrei funktionstüchtig. Für die Benutzer von Android-Tablets oder Smartphones ist Apple Music momentan aber noch keine Option. "Eine Apple-ID ist Pflicht, eine App für Android-Betriebssysteme erst zum Herbst 2015 angekündigt. Auch Hi-Fi-Geräte fürs Wohnzimmer bieten noch keinen nativen Zugang zu Apple Music. Das WLAN-Boxensystem Sonos etwa soll bis zum Ende des Jahres eingebunden werden", bilanziert Computerbild.

Hase und Igel – Apple ist schon da

Einen entscheidenden Vorteil bringt Apple hier den Millionen Nutzern seiner iTunes-Plattform: "Der Dienst integriert sich nahtlos in iTunes. Rund 800 Millionen Nutzer haben so über iTunes und dem App-Store bereits ihre Kreditkartendaten bei Apple hinterlegt. Für sie ist die Hürde, die kostenlose Testphase zu starten und hinterher einfach bei dem Dienst zu bleiben, gleich Null", schrieb Computerbild und sprach diesbezüglich vom Hase-und-Igel-Syndrom. "Die persönliche Musiksammlung und die neuen Streamingtitel verbinden sich zu einem riesigen Musikarchiv", stellt auch ndr.de fest.

Fazit: iPod-, iPad-, iPhone- sowie iTunes-Nutzer (auch auf PC) können getrost die kostenlose dreimonatige Testphase zum Start von Apple Music mitnehmen und dann selbst entscheiden, ob sie dabei bleiben möchten (Achtung! Testphase verlängert sich automatisch, wird nicht vor Ablauf aktiv gekündigt). Android-User müssen noch auf den Herbst warten.


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