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24.04.2014

Elaiza, Gallery, 2014

Manchmal passieren sie noch, diese kleinen, überraschenden Wunder. Die Augenblicke, in denen uns ein kurzer Anblick oder eine entfernte Melodie ganz plötzlich von einem auf den nächsten Moment fesselt. Ein solches Wunder ist derNewcomer Band Elaiza im deutschen Vorentscheid zum Eurovision Song Contest gelungen.

Das Frauentrio hatte sich im letzten Moment gegen über 2.000 Mitbewerber durchgesetzt und eine Wildcard für "Unser Song für Dänemark" erhalten um im Finale gegen die vermeintlich übermächtige Konkurrenz aus Musik-Größen wie Unheilig oder Santiano antreten zu dürfen. Was dann in der Kölner Lanxess Arena geschah, kann schon jetzt die Musiksensation des Jahres genannt werden. Die vorher völlig unbekannten Frauen erobern die Herzen der Zuschauer im Sturm und gewinnen den Vorentscheid: Elaiza fahren für Deutschland zum Eurovision Song Contest nach Dänemark.

Elaiza (sprich: Ela-i-sa) ist ein junges weibliches Trio um Sängerin und Songwriterin Ela Steinmetz, deren ukrainisch-deutscher Background den Sound ihrer selbst geschriebenen Stücke prägt. Drei junge, moderne Frauen - drei Freundinnen, so unterschiedlich, wie die Instrumente, die sie spielen: Der musikalische Werdegang von Sängerin/ Pianistin Ela liest sich fast wie ein russisches Märchen, Yvonne Grünwald packt eines ihrer insgesamt 15 Akkordeons auch gerne mal im Flieger aus, um Reisende und Bordpersonal mit ihren sehnsüchtigen Melodien spontan zu unterhalten und Kontrabassistin Natalie Plöger trifft man nur sehr selten ohne ihr geliebtes Instrument an.

Zusammen verbinden Elaiza alte Traditionen des osteuropäischen Folk mit modernen, catchy Popmelodien zu einer einzigartigen Ohrwurm-Mischung. Neo-Folklore nennt die Presse ihren außergewöhnlichen Roots-Pop-Crossover irgendwo zwischen Katzenjammer,den Dresden Dolls und überliefertem Liedgut, mit dem Elaiza nun die europäische Musiklandschaft bereichern. "Es geht uns um Emotionen. Um Ehrlichkeit. Um Musik, die direkt aus dem Herzen kommt", so Elzbieta "Ela" Steinmetz. Ein tiefes Musikverständnis, das aus Elas früher Kindheit herrührt.

Schon in jungen Jahren musste die Anfang der 1990er geborene Ukrainerin nach dem tragischen Tod ihres Vaters (Musiker) mit ihrer Mutter (einer studierten Jazz- und Opernsängerin) in deren polnische Heimat umsiedeln. Mit 10 Jahren erlernte sie das Klavierspiel und fing nach ihrem Umzug ins Saarlandmit 16 schließlich mit dem professionellen Musikmachen an. "Ich habe damals die Schule mit den absurdesten Entschuldigungen geschwänzt, um nach Berlin fahren und meine Aufnahmen machen zu können", so Ela grinsend.

Nachdem sie Akkordeonistin Yvonne Grünwald in einem Tonstudio kennen gelernt hatte, stieß bald auch Kontrabassistin Natalie Plöger dazu. "Während einer Verkostung des voneinem gemeinsamen Freund erfundenen Luxus-Schnapses "Pijökel" habe ich ein Foto von Natalie mit Ihrem Bass an einer Pinnwand gesehen", erinnert sich Yvonne. "Sie sah ziemlich sympathisch aus, also habe ich mir ihre Nummer geben lassen und sie zum Vorspielen eingeladen." Eine Bandchemie, die hörbar gut funktioniert und die nach der Gründung von Elaiza Anfang 2013 zu ersten gemeinsamen Auftritten der drei neuen Freundinnen führte.

Und genau wie ihre Wahlheimat Berlin lebt auch der facettenreiche Sound Elaizas vom Kontrast. Der Schmelztiegel der Hauptstadt als kreative Energie: Mal melancholisch, mal dramatisch und bittersüß, dann wieder geprägt von einer fast schmerzhaften Intimität, um im nächsten Moment funkensprühend und mitreißend gute Laune zu verbreiten. "Inspiration ist überall, man muss sie nur richtig wahrnehmen", sagt Ela. Ihre Songs sind sowohl biographische Reflektionen, als auch eindringliche Beobachtungen ihrer Umwelt: Stücke über den frühen Tod des Vaters, Beziehungsprobleme, Herzschmerz.

Und dann gibt es noch diesen Song über diese bewundernswerte alte Frau, die nach dem Tod ihres Manns im Garten voller Energie Bäume fällt. Elaiza: Freud und Leid; das echte Leben eben. Authentisch, ungeschminkt, direkt, gefühlvoll. So klingt auch das Debüt-Album "Gallery", dass die Band unter der Ägide des Valicon Produzententeams (u.a. Silbermond und Silly) aufgenommen hat und das am 28. März erscheinen wird. Dass Elaiza auch ohne die Technik des modernen digitalen Tonstudios authentisch und anspruchsvoll klingen, hat die Band 2013 erfolgreich im Rahmen einer "Direct-to-Disc"-Produktion in den Berliner Emil-Studios demonstriert.

Innerhalb dieser besonderen Schallplattenproduktion spielen die Musiker ihre Songs pur ein, ohne die Möglichkeit zu schneiden oder nachzubearbeiten. Das beeindruckende Resultat mit dem Titel "March 28" (frei benannt nach dem Aufnahmedatum) erschien im Herbst 2013 auf dem Label "Berliner Meister Schallplatten" und repräsentiert eine erste Kostprobe von Elaiza im Akkustik-Gewandt.

 


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