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14.08.2012

In Bestform

Elīna Garanča meldet sich mit ihrem neuen Album “Romantique” aus der Babypause zurück. Mit gereifter Stimme und makelloser lyrischer Schönheit erweckt sie vergessene Heldinnen der romantischen Operngeschichte zu neuem Leben.

Elina Garanca, In Bestform © Karina Schwarz / DG

Was die Besucher der Premiere von Donizettis Oper "Anna Bolena" im April 2011 in der Wiener Staatsoper zu sehen und hören bekamen, war ein Lehrstück in Sachen Frauenpower. Denn Anna Netrebko und Elīna Garanča, die Stars der umjubelten Aufführung, füllen starke Frauenrollen auf der Bühne ebenso aus wie im wahren Leben. Die russische Sopranistin hat es vorgemacht, seit 2008 vollführt sie erfolgreich den Spagat zwischen Mutterrolle, Familienleben und Weltkarriere. Garanča, seit September 2011 unter der regen Anteilname der Boulevardpresse ebenfalls vom "süßen Mutterglück" erfüllt, steht ihrer Kollegin in nichts nach. Soeben ist die lettische Mezzosopranistin aus ihrer Babypause zurückgekehrt. Glänzend erfüllt sie ihre neue Rolle als Mutter einer acht Monate alten Tochter und knüpft zugleich an ihre großen Triumphe auf der Opernbühne an.

Noch immer Lyrikerin

"Ich habe sechs Monate lang nicht gesungen, und meine Stimme hat völlig geruht. Dann war es wie ein Neuanfang, so als würde ich erst wieder lernen zu singen - und jetzt habe ich ein bisschen mehr Kraft", erklärt die gefeierte Mezzosopranistin. Ihre Stimme sei runder und voller geworden, doch dabei habe sie ihre Höhe nicht verloren, wie es nach einer Schwangerschaft etwa typisch für ihre Kolleginnen im Sopranfach ist. Elīna Garanča sieht sich noch immer in erster Linie als Lyrikerin. Sie möchte sich die elegante Schlankheit und feine Flexibilität ihrer so sonor timbrierten Stimme unbedingt erhalten. Den vorgezeichneten Weg hin zu den dramatischeren Rollen will sie auskosten, die neuen Qualitäten ihrer Stimme in Ruhe entdecken und mit Sorgfalt kultivieren.

Zwischen Verzweiflung und Liebe

Ihr neues Album "Romantique" ist eine liebevolle Einladung, ihr auf diesem Weg zu folgen. Entdeckungsfreudig betritt Garanča darauf neues Terrain: Sie widmet sich romantischen Charakterportraits des 19. Jahrhunderts. Elīna Garanča beseelt ein vielfältiges Ensemble streitbarer und gegensätzlicher Heroinnen, wie die kämpferische Jungfrau von Orléans aus Tschaikowskys von Kennern sehr geschätzter Grand Opéra nach Schiller, "Orleanskaja Djewa", die tückische Titelheldin aus Saint-Saen' "Samson et Dalila", die antike erotische Lyrikerin "Sapho" aus Gounods erster Oper oder Margared, die ränkeschmiedende Tochter des "Königs von Ys" aus Lalos gleichnamiger Oper. "Das ganze Album handelt mehr oder weniger von Liebe, die entweder geheim oder unerreichbar oder unerlaubt ist. Und die in Gewalt oder einem Leben in Unglück endet", erklärt Garanča. Beflügelt von ihrem neuen Mutterglück meistert sie diese besondere Herausforderung mit gereifter Stimme und makelloser lyrischer Schönheit. Elīna Garanča ist im Opernolymp angekommen und sie ist in Bestform!

 


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