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02.02.2017

Strahlend schön in Stimme und Statur: Elina Garanca eröffnet ihre REVIVE-Deutschlandtournee

Es sagt sich so leicht dahin: "man habe etwas verpasst, wenn man dies oder jenes nicht gesehen oder gehört hätte". Was meistens aber nur so dahingesagt ist, wurde am 01. Februar 2017 in der Berliner Philharmonie zu einer unbestreitbaren Tatsache.

Elina Garanca, Strahlend schön in Stimme und Statur: Elina Garanca eröffnet ihre REVIVE-Deutschlandtournee © Holger Hage

Wie macht diese Frau das?! Strahlend schön, ob im schwarz-weißen Blumenkleid des ersten, oder aber im knallroten Kleid des zweiten Teils: wie die Frau, so die Stimme. Klar, sauber, ausdrucksstark und ebenmäßig. Also makellos. Ihr Programm ist klug gewählt und zeigt die neue Elina, die Elina, die gerade in Paris ihr gefeiertes Rollendebüt als Santuzza gab, die Elina, die demnächst als Saint-Saens' Dalila ihren Tenorpartner und Kopf und Haare singen wird, die Elina, die - raffiniertes Programmdetail! – es dem Zuhörer selbst überlässt, ob er sie lieber als die giftmischende Fürstin oder aber als armes Opfer in Cileas Oper "Adriana Lecouvreur" sehen und hören möchte! (Wir würden ja sagen: warum nicht alternierend – heute so, morgen so?) Und natürlich darf DER Hit, quasi die "Elina Garanca signature tune" nicht fehlen: Chapi's "Al pensar"! Wen es bis dahin noch nicht von den philharmonischen Sesseln gerissen hatte – hier konnte man nun nicht mehr anders als mit standing ovations einer Frau danken, die zu Recht als eine der besten und faszinierendsten Sängerinnen unserer Zeit gilt! Ein Ereignis – in Stimme, Statur und Gestik: denn Elina Garanca ist von Anfang bis Ende ganz Grande Dame und nimmt die Ovationen des Publikums mit lächelndem Understatement entgegen. Nicht ohne sich zuvor vom Dirigenten des Abends, ihrem Mann Karel Mark Chichon, mit einer ganz persönlichen, quasi familiären Geste, bedankt zu haben. Denn was er aus der Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz herausholt an Klangfarben, Ausdruck und purer Präzision geht über das für ein "Begleitorchester" Übliche weit hinaus! Höhepunkt der orchestralen Teile ist zweifellos  seine Interpretation von Verdis Ouvertüre zu "I vespri siciliani" – das muss ihm erst einmal jemand nachmachen. Insofern also ein Abend, der keine Wünsche offen ließ, außer vielleicht dem einen: einfach nur weiter zu singen, weil's so schön war!

Weitere Termine der REVIVE-Tournee:

3.2. Baden-Baden, Festspielhaus

5.2. München, Philharmonie am Gasteig

8.2. Frankfurt, Alte Oper

14.2. Düsseldorf, Tonhalle

21.2. Köln, Philharmonie

23.2. Mannheim, Rosengarten


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