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24.03.2011

Jazz-Diva in Hollywood - “Twelve Nights In Hollywood” von Ella Fitzgerald

Zu Weihnachten 2009 erschien die sensationelle 4-CD-Box “Twelve Nights In Hollywood” von Ella Fitzgerald und war blitzschnell ausverkauft. Nun wurden die Aufnahmen für eine Neuauflage auf zwei Doppel-CDs verteilt.

Ella Fitzgerald, Jazz-Diva in Hollywood - Twelve Nights In Hollywood von Ella Fitzgerald © Herman Leonard

“Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben”, soll Michail Gorbatschow einst gesagt haben. Wie bei so vielen berühmten Zitaten ist nicht nur die Urheberschaft umstritten, sondern auch sein Wahrheitsgehalt. Denn manchmal hält das Leben für Zuspätkommer durchaus noch eine zweite Chance parat. Wer es beispielsweise verpasste, sich die zu Weihnachten 2009 in streng limitierter Auflage erschienene 4-CD-Box “Twelve Nights In Hollywood” von Ella Fitzgerald zuzulegen, hat nun Gelegenheit dieses Versäumnis zu korrigieren. Die sensationellen historischen Aufnahmen werden nämlich jetzt auf zwei Doppel-CDs noch einmal herausgebracht. Zwar ohne das reich illustrierte Hardcover-Buch der Deluxe-Edition, dafür aber in voller Länge. Beinahe ein halbes Jahrhundert lang waren Ella-Fans diese fabelhaften Live-Aufnahmen vorenthalten worden. Lediglich ein kleiner Auszug aus dem Programm erschien in den 1960er Jahren auf einer einzigen LP.

Mitgeschnitten wurde der Großteil der Aufnahmen im Mai 1961 im Verlauf eines zweiwöchigen Gastspiels bei zehn restlos ausverkauften Konzerten im legendären zweigeschössige Nachtclub The Crescendo/The Interlude am Sunset Strip in Hollywood. Als Bonus gibt es außerdem die Aufnahmen, die im darauffolgenden Jahr bei zwei weiteren Auftritten an selber Stelle gemacht wurden. Drei CDs enthalten die swingenden Sessions vom Mai 1961, bei denen Ella von Gitarrist Herb Ellis, Pianist Lou Levy, Bassist Wilfred Middlebrooks und Schlagzeuger Gus Johnson begleitet wurde. Die vierte CD präsentiert Mitschnitte der beiden 1962er Konzerte, bei denen der Sängerin ebenso souverän Pianist Paul Smith, erneut Bassist Middlebrooks und Schlagzeuger Stan Levey zur Seite standen. Jazzkenner sind sich einig: die Aufnahmen von “Twelve Nights In Hollywood” zählen zu den absolut besten Live-Einspielungen der Sängerin. Jetzt kann man sie sich bequem in zwei Etappen komplett zulegen und Gorbatschows Weisheit Lügen strafen.


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