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09.09.2016

Empire Of The Sun, Two Vines, 2016

Willkommen im Garten der Glückseligkeit: Gleich hinter dem Wasserfall der Träume, hinter dem weißen Licht des Vorhangs aus Eis liegt ein üppiges grünes Reich, ein sprießender, lebendiger Ort, an dem kindliche Unschuld und uralte Weisheit eine Einheit bilden. Tretet ein, himmlische Pilger, in dieses Dschungelparadies, das die dritte Ära in der Zeitrechnung des Empire Of The Sun darstellt...

"Es gab da ein Bild, über das wir schon ganz früh im Zusammenhang mit diesem Album gesprochen haben, ja sogar bevor der Titelsong "Two Vines" entstand. Es war ein Bild von einer modernen Stadt, die von der Natur, von einer Art Dschungel zurückerobert wird – so als ob Mutter Natur den Planeten zurückfordern würde", erzählt Nicholas Littlemore, seines Zeichens Co-Pilot dieser fantastischen, elektro-futuristischen Klang-Expedition, die er seit Jahren zusammen mit Luke Steele durch unsere Galaxie steuert.

"Sämtliche Gebäude zerfallen wieder zu Sand – und dann ist es wieder die reine Natur. Wir wollten etwas kreieren, das die Schönheit reflektiert, die in dieser Idee steckt. Und zugleich das Wissen beinhaltet, das in den Pflanzen steckt – darüber, wie man harmonisch existieren kann auf diesem wunderschönen Planeten." Das harmonische Wachstum ihres neuen Albums stellte sich schließlich mit dem Song "Before" ein: Ein Track, der einen wie die erste Sommer-Euphorie überfällt, die über das Blau des Meeres gleitet. "Es war einfach die beste Idee, die Aufnahmen nach Hawaii zu verlagern", meint Luke Steele über die Sessions, die in den Avex Studios von Honolulu stattfanden, in jenem Studio also, wo u.a. Kanye West vor ein paar Jahren seine "Beautiful Dark Twisted Fantasy" ans Licht befördert hatte. "Für mich war das der perfekte Katalysator: Morgens surfen gehen und dann erst später im Studio aufschlagen, um bis spät in die Nacht Musik zu machen."

Und so entstanden schließlich Songs wie das ekstatisch rankende Titelstück "Two Vines", der angenehm körperlos wirkende Klang-Trip namens "High and Low", zugleich die erste Single, oder auch die Dancefloor-Auswüchse von "Friends". Einer nach dem anderen tauchten diese Klangvisionen auf, wie schimmernde Schlupflöcher im Electro-Dschungel, während sich das australische Duo absichtlich im Paradies verirrte... 

 "An den zentralen Ideen arbeiten Nick und ich immer zusammen im selben Raum – das war schon bei ‘Walking On A Dream’ so", meint Luke und bezieht sich damit auf das mehrfach mit Platin ausgezeichnete Debütalbum des Duos aus dem Jahr 2008.

Aufgenommen in Hawaii und Los Angeles, wurde "Two Vines" von Empire Of The Sun und Peter Mayes (Sia, The Killers, Mika) produziert, wobei mit Jonathan Sloan noch ein angestammter Gast im Studio ausgeholfen hat. Außerdem wiederholt zu hören sind Neuzugänge im Empire-Of-The-Sun-Kosmos wie der berühmte Pianist/Arrangeur Henry Hey und der Bassist Tim Lefebvre (u.a. Bowies "Blackstar"-Album). Und schließlich wären da noch Wendy Melvoin, die schon vor 30 Jahren zu Princes Band The Revolution zählte, und die Gesangs- und Gitarrenikone Lindsey Buckingham von Fleetwood Mac – und schon kann man sich vorstellen, dass der Klangregenbogen, den die Australier dieses Mal aufspannen, noch strahlender und bunter leuchtet als je zuvor.

"Ein Stück wie ‘To Her Door’ nahm zum Beispiel erste Form an, indem wir einfach zusammen mit Lindsey im Studio drauflos improvisiert haben", erinnert sich Nick. "Wir haben so die Angewohnheit, einfach so zu starten und zu schauen, was die Musen, die Geister uns ins Ohr singen – bis dann irgendeine Idee uns ergreift, irgendeine Melodie oder ein Rhythmus." 

"Nach dieser ersten Session, bei der wir eine ganze Stunde lang nur so schräge Loops eingespielt haben, drehten wir Lindseys Spuren richtig auf und entdeckten einfach unglaublich viele Hammer-Ideen dazwischen. Man konnte da richtig raushören, dass er so viel Erfahrung mit Fleetwood Mac gemacht hat. Eine echt wichtige Inspirationsquelle war diese Session, weil sie schon ziemlich früh stattfand."

Auch der Gothic-Spirit der Achtziger lag zeitweise im Studio in der Luft – zu hören u.a. auf dem Track "Way To Go" –, wie auch der knackige Pop-Sound der aktuellen New Yorker Electro-Dance-Szene (siehe "ZZZ" mit seinen kantigen Grooves), was Empire Of The Sun jeweils mit ihrem unverwechselbaren Gemisch aus großen Pop-Hooks und traumähnlichen Arrangements einrahmen.

"Also für mich geht’s immer in erster Linie darum, großartige Songs zu schreiben", bringt Luke die Sache auf den Punkt. "Es war alles der Hammer – diese letzten Jahre, in denen wir von Moskau nach Korea nach Malaysia nach Dubai nach Puerto Rico und weiter nach Hawaii getourt sind. Unsere Fans sind einfach so unfassbar treu; sie bleiben dabei, wenn sie erst mal elektrisiert worden sind, sie mit den Ideen und Melodien in Kontakt waren, die wir vom Stapel lassen." 

"Sie kommen sogar verkleidet zu unseren Konzerten: Manche verbringen Stunden mit ihrem Outfit und ihrem Make-up, dabei sind das zum Teil richtige Kanten – Typen, die aussehen, als ob sie schon seit Jahren ins Fitnessstudio gehen. Scheint also, dass wir da gewisse Ängste innerhalb der Gesellschaft aktiv mit abgebaut haben – was uns ehrlich gesagt schon von Anfang an ein sehr wichtiges Anliegen war." 

Mit "Two Vines" beginnt das nächste Level ihrer Mission, wie Nick berichtet: "Wir sind zwar immer noch in derselben Richtung unterwegs als Musiker und Songschreiber, aber rein spirituell betrachtet sind wir sehr viel weiter: Wir versuchen, zu einem tieferen Verständnis von Frieden, Liebe und Einsicht vorzudringen – und dabei überall insbesondere Liebe zu säen."

"Eigentlich haben wir Empire immer als eine Art Film betrachtet", so Nick weiter, "das ganze Konzept dahinter basierte auf Fantasien aus unserer Kindheit. Wie damals, als man im Bett lag und sich die Poster an der Wand anschaute – ganz egal, ob da nun Monsterfilm-Plakate, schräge Rockstars oder irgendwelche Kunstwerke hingen."

"Wir wollten immer genau so ein Poster an der Wand eines Kinderzimmers sein: Etwas, in dem wahnsinnig viel Energie und Vorstellungskraft gebündelt ist. Eine Einladung, die einen automatisch in eine andere Welt, eine Traumwelt hineinschubst. Mit diesem Album ist die Zeit gekommen, um diesen nächsten Schritt zu gehen."

Über Empire Of The Sun

Im Jahr 2008 taten sich die beiden australischen Allround-Musiker und Produzenten Luke Steele (The Sleepy Jackson) und Nicholas Littlemore (Pnau) zusammen und kreierten gemeinsam eine Reihe von Tracks, die aus einer anderen Welt zu stammen schienen: Das postapokalyptisch-psychedelische Abenteuer namens Empire Of The Sun hatte damit begonnen. Ihr in Deutschland vergoldetes Debütalbum "Walking On A Dream" verkaufte sich weltweit über 1,5 Millionen Mal und bescherte ihnen gleich 8 ARIA Awards in Australien (unter anderem in den Kategorien "Album des Jahres", "Single des Jahres" und "Beste Gruppe") sowie zwei BRIT-Award-Nominierungen (u.a. "Best International Album") und diverse weitere Auszeichnungen. Kombiniert haben Empire Of The Sun mehr als 3 Millionen Einheiten von ihren beiden Alben "Walking On A Dream" und "Ice On The Dune" verkauft, während sich Singles wie "Alive", "We Are The People" und "Walking On A Dream" als internationale Platin-Hits entpuppten – allein der Titelsong ihres Debüts sollte sich in den USA mehr als eine Million Mal verkaufen, während "We Are The People" in Deutschland Platz 1 belegte. Ihr zweites Album "Ice On The Dune" stieg vor drei Jahren in Australien postwendend in die Top-3 ein, um auch in den USA die Top-20 der Billboard-200 zu erobern und sämtliche Charts in Europa aufzumischen (u. a. #7 Schweiz, Top-35 Deutschland, Top-30 in Frankreich, Irland, UK...).  


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