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14.12.2010

Eric Whitacre feiert sein Deutschland-Debüt in Hamburg

Eric Whitacre, Eric Whitacre feiert sein Deutschland-Debüt in Hamburg © Alexander Busche / UMG

Das Warten für die Fans seiner Musik und überwiegend norddeutsche Chor-Fans im Allgemeinen hatte am vergangenen Sonntag, 12. Dezember 2010, ein Ende: Eric Whitacre gab sein Deutschland-Debüt als Dirigent im ausverkauften Hamburger Audimax. Dabei glänzte er nicht nur als feinsinniger, auf klangmalerische Details bedachter Chordirigent, sondern stellte mit seinen ebenso interessanten wie humorvollen und überaus unterhaltsamen Moderationen zudem unter Beweis, dass er momentan ohne Frage einer der gefragtesten Entertainer im Bereich der Chormusik sein dürfte.

Auf dem Programm standen neben den Werken seines neuen Albums „Light & Gold“, das am 14. Januar 2011 in den deutschen Handel kommt, zahlreiche weitere Werke, die von dem Ideenreichtum und der Vielseitigkeit des Komponisten zeugten. Da folgten humoreske Tiergeschichten auf ein vertontes Huldigungs-Gedicht in shakespearescher Sonett-Form auf Königin Viktoria von England, eine europäische Uraufführung auf die Weltpremiere des Chorstückes „5 Hebrew Love Songs“ in der bisher so noch nie zu erlebenden Fassung für Männerchor. Die Moderationen verbanden die in sich doch so unterschiedlichen Stücke zu einem insgesamt runden Konzertereignis.

So erfuhr der Zuhörer viel über die Geschichten hinter den Kompositionen. Den Text zu den „Five Hebrew Love Songs“ beispielsweise hat seine israelische Frau geschrieben. Sie erzählen in Momentaufnahmen die Anfänge der Liebe zwischen den damals noch an der renommierten New Yorker Juillard School Studierenden: Von den Glocken des Domes zu Speyer, in dem sie damals konzertierten, dem Schnee, der vom Hotelfenster aus zu beobachten war, und dem noch recht unerfahrenen, schüchternen Umgang miteinander.  

„The Seal Lullaby“ entstand als Auftragswerk für die Pixar Animation Studios, die den Komponisten fragten, ob er nicht die Musik für einen Film über einen Seehund schreiben wolle. Natürlich wollte er. Immerhin bekommt man ein solches Angebot nicht alle Tage. Und so schrieb er auf ein Wiegenlied aus dem Dschungelbuch quasi als Bewerbungsstück das Lied, das die Seehundmutter dem jungen Seehund hätte singen sollen – „The Seal Lullaby“ eben.

Als er nach drei Wochen immer noch keine Rückmeldung von Pixar bekam, fragte der Komponist vorsichtig nach: „Zu viel Disney? Zu kitschig? Zu Seicht?“ Nein, es war angeblich perfekt, nur hatte es leider unvorhersehbare Planänderungen gegeben: Die niedliche Seehund-Story hatte man gekippt – zugunsten von Kung-Fu-Panda!

Im Anschluss an das Konzert signierte Eric Whitacre Programmhefte und CDs und erfreute somit zahlreiche seiner Fans zudem mit der Möglichkeit der persönlichen Begegnung mit dem Künstler.


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