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14.04.2010

Nahrung für Herz, Hirn und Ohren

Zu einer abenteuerlichen Klangreise laden einen die Musiker von Food auf ihrem neuen Album "Quiet Inlet" ein

Food, Nahrung für Herz, Hirn und Ohren

Als die Verantwortlichen des Molde-Jazzfestivals 1998 den britischen Saxophonisten Iain Ballamy einluden, sich für ein Konzert zu den drei norwegischen Musikern Thomas Strønen, Arve Henriksen und Mats Eilertsen zu gesellen, war dies eigentlich als einmaliges Experiment gedacht. Doch die vier verstanden sich auf Anhieb hervorragend und fanden so viele musikalische Gemeinsamkeiten, dass sie beschlossen, das Quartett unter dem Namen Food am Leben zu erhalten. Vier beeindruckende Alben nahmen sie seitdem in dieser Besetzung für Ballamys eigenes Label Feral Records und Rune Grammofon auf. Als sich Henriksen und Eilertsen 2006 verstärkt anderen Projekten widmen wollten, beschlossen Ballamy und Strønen kurzerhand, als Duo mit Gastmusikern weiterzumachen. So entstand das fünfte Album "Molecular Gastronomy" 2007 in Kooperation mit der norwegischen Pianistin Maria Kannegard und dem britischen Posaunisten Ashley Slater. Ebenso hochkarätig sind nun auch die beiden Gäste, mit denen Ballamy und Strønen ihr Food-Debütalbum "Quiet Inlet" für ECM aufnahmen. Der Trompeter Nils Petter Molvær und der österreichische Gitarrist/Elektroniker Christian Fennesz (bekannt durch Aufnahmen mit Ryuichi Sakamoto und David Sylvian) ergänzen sich exzellent mit den beiden Hauptprotagonisten.

Mitgeschnitten wurden die Aufnahmen für "Quiet Inlet" in den Jahren 2007 und 2008 im Osloer Blå-Club und beim Festival in Molde, wo die Band vor über zehn Jahren ihre Geburtstunde hatte. Über den mal dichten, mal locker gewebten Rhythmusteppich von Schlagzeuger Thomas Strønen und die atmosphärischen Soundscapes von Christian Fennesz spielen Iain Ballamy und Nils Petter Molvær hier atemberaubend lyrische Improvisationen, die Nahrung für Herz, Hirn und Ohren bieten.

Der Tenor- und Sopransaxophonist Iain Ballamy zählt seit den 80er Jahren zu den führenden europäischen Jazzmusikern. Internationale Bekanntheit erlangte er durch seine Aufnahmen mit der Bigband Loose Tubes und Bill Brufords Earthworks. Aufmerksamkeit erregte er auch durch seine Zusammenarbeit mit Hermeto Pascoal, Gil Evans, Django Bates, Mike Gibbs, Charlie Watts, dem Karnataka College of Percussion und Billy Jenkins.
Ballamys Food-Partner Thomas Strønen wiederum spielte für ECM schon Alben mit den Bands Parish (mit Bobo Stenson) und Meadow (mit John Taylor und Tore Brunborg) ein.


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