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Produktdetail
Queen, Sheer Heart Attack, 00602527644110

Sheer Heart Attack

Format:
CD
Label:
Island Records
VÖ:
18.03.2011
Bestellnr.:
00602527644110
Produktinformation:

Das Album, mit dem Queen sich 1974 jenseits aller bestehenden Rock Kategorien spielten und den Pop entdeckten.

Queens drittes Album folgte 1974 direkt, innerhalb weniger Monate nach "Queen II", aber hört man beide Alben hintereinander hat man das Gefühl, dass sehr viel mehr Zeit zwischen ihnen vergangen ist. Irgendwie muss es in diesen wenigen Monaten Klick gemacht haben. Auf einmal fallen alle Elemente, die Queen zur Über-Rockband werden ließen zusammen, die Musik wächst über sich selbst hinaus, wird majestätischer und eingängiger, Radio-freundlicher und poppiger, ohne die gewohnt harte Metal-Attacke dafür aufzugeben. "Sheer Heart Attack" ist das Album, auf dem alle vier Bandmitglieder ihre Stimme als Songwriter für Queen gefunden haben und gemeinsam an Stücken schreiben, wie dem 1991 von Metallica gecoverten "Stone Cold Crazy" (die mit ihrer Version einen Grammy abräumten). Die erste Komposition von John Deacon: "Misfire", auf der er alle Gitarren selbst einspielte, ist dabei, neben Roger Taylors "Tenement Funster" (später sollte Taylor den Queen-Hit "Radio Ga-Ga" verfassen). Die Fantasy-Welt ihre ersten beiden LPs verlassen Queen und betreten ihre ganz eigene Bühne.

Auch "Sheer Heart Attack" hat "diesen einen Queen-Song", der über die LP hinaus legendär geworden ist: Freddie Mercurys "Killer Queen", ein Song mit Schirm, Charme und Melone über eine "High-Class-Schlampe". "Killer Queen" brachte Mercury seinen ersten Ivor Novello Award ein, wurde zur Weiche in Queens internationaler Karriere, kam auf #2 in den englischen Charts, brachte ihnen den Durchbruch in den USA. Nicht ganz so offensichtlich aber mindestens so wegweisend: "In The Lap Of The Gods" von Mercury, das mit seinen Piano-Arpeggios und Roger Taylors Falsett-Schreien zum Präludium für "Bohemian Rhapsody" und generell "A Night at the Opera" wurde.

Das alles ist umso erstaunlicher, wenn man bedenkt, dass Brian May, krank mit Hepatitis, den Großteil der frühen Aufnahmesessions nicht mitmachen konnte, seine Parts erst gegen Ende der Produktion einspielte. Vom Krankenbett aus schrieb May den Song "Now I´m Here", in dem er über eine gemeinsame Tour mit Mott The Hoople sinniert und melancholisch darüber nachdenkt, was nun aus ihm werden soll. Veröffentlicht als Single, kam "Now I´m Here" 2005 in die Liste der "100 Greatest Guitar Tracks" des Q-Magazins.

Nach dem Smash-Cover von "Queen II" ließen sich Queen für "Sheer Heart Attack" erneut vom Rockfotografen Mick Rock ablichten. Einen irgendwie heftigen, ausgespaceten Look kreierten sie, indem sie sich vor der Fotosession komplett mit Vaseline einschmierten und dann Wasser drüber sprühten. Auch hier wurde das Albumcover zum Hingucker, zum Hängenbleiber.

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