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Produktdetail
Queen, A Night At The Opera (2011 Remaster) Deluxe Edition, 00602527644240

A Night At The Opera (2011 Remaster) Deluxe Edition

Format:
CD
Label:
Island Records
VÖ:
18.03.2011
Bestellnr.:
00602527644240
Produktinformation:

Das Album, mit dem Queen die Karten der Popgeschichte neu mischten.

Weniger ist mehr? Nicht bei Queens bekanntestem, ihrem vierten Album „A Night At The Opera“. Schon der Titel kündigt theatralischen, walkürischen Bombast an. Queen lassen den Exzess triumphieren. Darf´s ein bisschen mehr sein? Kein Track trumpft da mehr auf als Freddie Mercurys „Bohemian Rhapsody“: grandios, komplex, einzigartig. Puccini kann einpacken. Mit 180 Overdubs aufgenommen in vier 24-Spur-Studios in England und Wales, der teuerste Song aller Zeiten. Unglaublich, eigentlich, dass „Bohemian Rhapsody“  überhaupt als Single erschien, so sehr unterscheidet sich der Song immer noch vom gängigen Radio-Format, geschweige denn vom gängigen 3-Minuten Glamrock der mittleren 1970er. Als DJ-Favorit schoss „Bohemian Rhapsody“ im November 1975 auf #1 der britischen Charts, hielt sich dort neun Wochen. 1991, nach Freddie Mercurys Tod, erreichte Queens rockende Rhapsody noch einmal international die Top-10 und dann über den Comedy-Blockbuster „Wayne´s World“ ein neues Publikum. „Bohemian Rhapsody“ steht heute ganz oben in sämtlichen Rock-Bestenlisten („Rolling Stone“, BBC, Grammy Hall of Fame etc.), auf Augenhöhe mit John Lennons „Imagine“ oder Procol Harums „A Whiter Shade Of Pale“. Allein, der Song für sich hätte womöglich nicht diesen popkulturell bedeutenden Einschlag gehabt. Erst mit einem Videoclip, den Queen aufnahmen, weil sie nicht live in einer Ausgabe von „Top of the Pops“ auftreten konnten, brachten sie die Lawine ins Rollen. Das Filmchen von „Bohemian Rhapsody“ wurde zum ersten Promo-Clip der Geschichte, kreierte das Format, auf dem später MTV und VH1 entstanden.
Im Rückenwind von „Bohemian Rhapsody“ gilt „A Night At The Opera“ als Queens Opus Magnum. Schon auf dem Vorgängeralbum „Sheer Heart Attack“ hatten sie die Grenzen des Rocks erweitert, die Music-Hall des 19. Jahrhunderts mit Ragtime und Jimi Hendrix verwoben. Auf „A Night At The Opera“ eroberten sie noch mal neues Terrain, verknüpfen quirligen „camp´en“ Pop mit West Coast Rock. Der dicke bombastische Opern-Teppich setzt sich aus grundverschiedenen, exquisiten Songs zusammen, darunter die prächtige Pop Piano Ballade „You´re My Best Friend“, geschrieben von John Deacon. Dann das Music-Hall-artige „Lazing On A Sunday Afternoon“ oder die krachende Metal-Nummer „Death On Two Legs“ (eine Hasstirade auf Queens vormalige Manager, die Blut saugenden Sheffield-Brüder, die Scheidung mit ihnen wurde noch teuer). Auf einmal Country´eske, McCartney´sche Sounds auf „39“ aus der Feder Brian Mays, schließlich Science Fiction Rock in seinem „Prophet´s Song“. Das ganze passt am Ende so gut zusammen, weil die Band sich wohl selbst dabei nicht so wichtig dabei nahm. Immerhin entlehnten sie den Albumtitel einem Hollywoodfilm von 1935 der Vaudeville-Komödianten The Marx Brothers. Einige Titel von „A Night At The Opera“ kommen direkt augenzwinkernd daher, aber auch die „wichtigeren“ haben diese leichte Aura, mit der sich Queen ihren Platz im Pop erspielt und von der ja teils eher schwermütigen Glam-Periode abgesetzt haben.
Im Bonusmaterial der neuen remasterten Deluxe Edition von „A Night At The Opera“ befindet sich neben verschiedenen Alternate-Mixen von Albumtracks eine lang verschollene 1975er-Version von „Keep Yourself Alive“ (dem ersten Track des ersten Queen-Albums), ebenso eine Live-Version von „39“ oder die 1979 im hispanischen Markt veröffentlichte Single-(Live-)Version von „Love of My Life“.

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