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05.06.2013

iTunes Essentials: Klassik – Friedrich Gulda und die Wiener Philharmoniker unter Claudio Abbado interpretieren Mozarts Klavierkonzerte Nr. 20 & 21

Friedrich Gulda, iTunes Essentials: Klassik – Mozarts Klavierkonzerte Nr. 20 & 21 © Siegfried Lauterwasser / DG

Als großer Mozart- und Beethoven-Interpret und Wandler zwischen den musikalischen Welten Klassik und Jazz, ging Friedrich Gulda in die Geschichte ein. Der Wiener Pianist und Komponist verstarb im Jahr 2000. Vor allem seine zahlreichen Aufnahmen mit Deutsche Grammophon zeugen noch heute von der Genialität des österreichischen Querdenkers. Die Aufnahme der Klavierkonzerte Nr. 20 d-Moll, KV 466 (1785) und Nr. 21 C-Dur, KV 467 (1785), erstmals 1987 veröffentlicht, ist nun als "Mastered for iTunes" digital erhältlich. Zu hören ist die besonders werktreue Interpretation der beiden Klavierkonzerte mit Friedrich Gulda und den Wiener Philharmonikern unter der Leitung von Claudio Abbado.

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Friedrich Gulda, im Mai 1930 in Wien geboren, spielte seit seinem siebten Lebensjahr Klavier und erlangte nach dem Gewinn des Internationalen Genfer Musikwettbewerbs im Alter von 16 Jahren Weltruhm. Das akzentuierte und äußerst präzise Klavierspiel prägen seinen unverkennbaren Gulda-Stil. Zeitzeugen berichten von seinem außergewöhnlich guten Gedächtnis – nach wenigen Minuten konnte er einen Notentext auswendig vortragen – ebenso wie von seiner erfrischend unkonventionellen Art. Es kam vor, dass er nackt Blockflöte auf der Bühne spielte, angekündigte Konzertprogramme nach Belieben variierte und dem Establishment durch derartige Aktionen sehr gern Streiche spielte. Der Komponist, der ihm zeitlebens der Liebste war und dessen Werke er in zahlreichen Konzerten spielte, ist Wolfgang Amadeus Mozart.

Von Mozart sind 30 Klavierkonzerte erhalten. Nummer 20 und 21 (nach abweichender Zählung Nummer 14 und 15) schrieb er 1785 in Wien. Das Klavierkonzert Nr. 20 in d-Moll gibt als erstes sinfonisches Konzert des Komponisten und als erstes von insgesamt nur zwei Klavierkonzerten in Moll. Die Tonart d-Moll teilt es sich mit dem Requiem KV 626 und der Untergangsszene in Don Giovanni, die Tonart steht also in Mozarts Schaffen für besondere Dramatik. Trotzdem fehlt es neben dem düsteren Gestus nicht an der für Mozart typischen spielerischen Fröhlichkeit. Bei der Uraufführung im Wiener Casino „Zur Mehlgrube“ spielte Mozart den Solopart übrigens selbst.

Das 21. Klavierkonzert folgte schon vier Wochen nach Fertigstellung des Vorgängers und ist inhaltlich dessen heiterer Gegenpol. Das Orchester spielt hier eine noch größere Rolle, selbst das Hauptthema wird von ihm gespielt, das Soloklavier hat teilweise nur begleitende Funktion. Das Hauptthema des zweiten Satzes ist besonders populär, da es für die Filmmusik zu „Elvira Madigan“ verwendet wurde – ein Film über die dänische Seiltänzerin, die über einhundert Jahre später lebte.

Die Neuveröffentlichung der Aufnahmen mit Friedrich Gulda, den Wiener Philharmonikern und Claudio Abbado als „Mastered for iTunes“ verspricht eine verbesserte Klangqualität, da 24 bit-Files mit einer Auflösung von 96 kHz in Studioqualität wiedergegeben werden.


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