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14.02.2001

Eine äußerst exquisite Mischung

Götz Alsmann, Eine äußerst exquisite Mischung

Der von vielen Fans erwartete Teil 3 der überaus erfolgreichen Barjazz-Serie liegt endlich taufrisch vor! Kein eisgekühlter Bommerlunder erwartet hier den geschmackssicheren Kenner, denn unser aller Profishaker, Jazzkeeper und Barphilosoph Götz Alsmann kredenzt uns eine äußerst exquisite Mischung, die auch wohlfeile Gaumen aufs vortrefflichste ergötzen dürfte.

Man genieße die Kreation in stilvoller Atmosphäre, erfreue sich gelassen oder angenehm angeregt an der Geschmackssensation der 18 kleinen Schlückchen, lasse sie - je nach Charakter - mit geschlossenen Augen oder mit gehobenem Tanzbein ihre Wirkung voll entfalten und überhaupt das wichtigste: der Genuß bleibt ungetrübt, für alle Katzen kann Entwarnung gegeben werden, denn Katergefahr besteht keine. Garantiert für jedermann leicht bekömmlich - da kann man nur sagen: Cheers, und nocheinmal dasselbe! Das Geheimnis einer derart die Sinne anregenden Rezeptur liegt wohl in den Ingredienzen: ein Schuß Anita O'Day, eine Prise Sarah Vaughan, ein Hauch Blossom Dearie, ein Spritzer Wes Montgomery, abgerundet mit einem Fingerhut voll Oscar Brown und Chuck Miller. Die Liner Notes von Götz Alsmann sind im übrigen genauso peppig wie seine unterhaltsame Musikauswahl. Hier sind sie:

 

Ich weiß: Musik ist ein steter Quell der Freude und Inspiration. Jazz ist der einzig wahre Ausdruck ungebremster Lebensfreude, die Schnittstelle von Tanz und Intellekt, die ultimative Formel für sexy Melancholie. Ich weiß aber auch, daß es Momente gibt, in denen einem Musik im allgemeinen und Jazz im ganz besonderen ganz gehörig auf den Keks gehen können. Der Grundwiderspruch zwischen diesen beiden Erkenntnissen hat schon manchem den Verzweiflungsschweiß auf die Stirn getrieben, der vom Schicksal mit der Musik-Prokura für Ihr oder mein liebstes Wasserloch beschenkt wurde.

 

Sollen die Gäste tanzen? Will man nicht gestört werden, wenn man atemlos den Karriere-Lügen seines Gegenüber lauscht? Und dann noch die Geschmacksfrage: Klassisch? Modern? Hot? Sweet? Keusch? Geil? Gut, daß Jazz all dies gleichzeitig ist. Trefflich, daß man auch zu ihm tanzen kann, wenn er diskret gespielt wird. Perfekt, daß auf dieser CD gleich alle Bedürfnisse befriedigt werden, die ganz unterschiedliche Charaktere im Laufe eines vermutlich zu langen Bar-Daseins entwickeln: Der, der die Gläser poliert, der, der Anschluß sucht, und der, der vor ihm flieht - sollen sie alle in unsere Bar kommen, in der Jazzmusiker noch für ihr Publikum spielen und nicht für andere Musiker.

 

Das ist Barjazz. Wo der herkommt gibt's noch mehr. Aber das wissen Sie ja schon.

 

Götz Alsmann


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