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Gregg Allman BACKSTAGE EXCLUSIV

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19.10.2011

Biografie

Gregg Allman gehört zu den Urgesteinen der amerikanischen Rockszene. Gemeinsam mit seinem Gitarre spielenden Bruder Duane gründete der Sänger und Keyboarder 1969 die Allman Brothers Band (ABB), die mit ihrem Southern-Blues-Rock schnell das amerikanische Publikum eroberte und Kritiker in aller Welt begeisterte. Bedauerlichweise wurde die Band binnen kurzer Zeit von zwei Schicksalsschlägen erschüttert: Zunächst kam im Oktober 1971 der charismatische Leadgitarrist Duane Allman bei einem Motorradunfall in Macon/Georgia ums Leben, dann ein Jahr später an fast derselben Stelle und ebenfalls bei einem Motorradunfall Bassist Berry Oakley. Die Allman Brothers Band machte danach unter der Leitung von Gregg Allman und Gitarrist Dickey Betts weiter, wobei letzterer maßgeblich für einen leichten stilistischen Richtungswechsel (zu mehr Country-orientiertem Material) verantwortlich zeichnete.

1973 startete Gregg Allman mit dem erfogreichen Album “Laid Back” seine Solokarriere. Doch im Zentrum seines Interesses sollte auch weiterhin sein Engagement bei der Allman Brothers Band stehen, für die er Klassiker wie “Whipping Post” und “Dreams” komponiert hatte. Die Band löste sich zwar 1976 vorübergehend auf, fand aber schon 1978 erneut zusammen und ist seitdem bis heute aktiv. Seine Solokarriere führte Gregg Allman auf Sparflamme weiter: In den 1970ern brachte er insgesamt vier eigene Alben heraus, in den 1980ern schon nur noch zwei und das letzte Soloalbum war schließlich 1997 “Searching For Simplicity”. Die Einfachheit, die er damals laut Titel gesucht hatte, scheint er nun endlich gefunden zu haben: Denn nun legt er - nach vierzehn langen Jahren Pause - 2011 mit “Low Country Blues” endlich wieder ein neues Soloalbum vor. Und auf dem interpretiert er in schnörkelloser Weise Klassiker von Blueslegenden wie Muddy Waters, Otis Rush, B.B. King, Bobby “Blue” Bland , Junior Wells und Sleepy John Estes sowie einen Song (“Just Another Rider”), den er selbst gemeinsam mit seinem ABB-Partner Warren Haynes geschrieben hat.

Für sein Comeback stellte der singende Keyboarder nicht nur ein besonders feines Repertoire zusammen, sondern auch ein ebenso hochkarätiges Team, das Kenner mit der Zunge schnalzen lassen wird: Die Produktion von “Low Country Blues” übernahm der großartige T Bone Burnett, am Piano sitzt niemand Geringeres als die New-Orleans-Legende Dr. John, die Gitarren spielt Doyle Bramhall II (der Sohn des Stevie-Ray-Vaughan-Schlagzeugers Doyle Bramhall!). Komplettiert wird die Band durch das unvergleichliche Rhythmustandem von Bassist Dennis Crouch und Schlagzeuger Jay Bellerose (die man gemeinsam auch schon auf dem mit mehreren Grammys ausgezeichneten Album “Raising Sand” von Robert Plant und Alison Krauss erleben konnte).


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